EV.-LUTH. KIRCHGEMEINDE
LEIPZIG-CONNEWITZ-LÖßNIG

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Nachrichten aus der und für die Gemeinde

Eine besondere „Offene Kirche“

Vor Jahrzehnten hat Pfr. Dr. Franke einmal gesagt: „Ohne die Arbeit derer, die nicht im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, würde unsere Kirche nicht existieren.“ Das gilt wohl heute mehr noch als zu der Zeit, wo diese Worte ausgesprochen wurden.

Zu den Tätigkeiten, die im Verborgenen geschehen, gehört sicher auch die Betreuung der „Offenen Kirche“. Ein Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben. Als ich am 29.05.10 auf dem Weg zu diesem Dienst in die Selneckerstraße einbog, bot sich mir ein ungewohntes Bild. Ein Flohmarkt hatte direkt vor unserem Gotteshaus seine Stände aufgebaut. Der freie Platz davor sowie die Selneckerstraße bis zum Kreuz war mit Polizeiautos übersät. Da sie sicher nicht zum Schutz der Händler anwesend waren, erkundigte ich mich nach dem Grund dieser Präsenz. Am Kreuz sollte ein Rockkonzert stattfinden, sagte man mir. Mit etwas flauem Gefühl öffnete ich unsere Kirche und stellte auch das Plakat mit den Öffnungszeiten an die Tür.

Der Ansturm der Interessenten war so beträchtlich, dass nur mit Mühe alle Fragen beantwortet werden konnten. Ich wollte ja auch niemand enttäuschen. So bat ich die Besucher, in den ersten Kirchenbänken Platz zu nehmen und beantwortete, vor dem Taufstein stehend, nacheinander die unterschiedlichsten Fragen.

Was mir besonders wohl tat, war, wie ungehemmt, aber höflich das Gespräch verlief. Da war die junge, arbeitslose Mutter mit dem Kleinkind, die Kontakt zu einer Gemeinde suchte, sowie auch der durch persönliche Erlebnisse von der politischen Wende verbitterte alte Mann. Da strahlten die Augen eines Ehepaares, welches Pfr. Schulze 1957 hier konfirmierte. Anwesend war auch ein Aussteller vom Flohmarkt, der gehofft hatte, mehr zu verkaufen. Ein junger afrikanischer Christ, der zum Rockkonzert gekommen war, freute sich über die Informationsmöglichkeit. Schlimmes hatte er in seiner Heimat erlebt und war nun dankbar, in Leipzig leben zu können. Zwei Polizisten kamen, die noch nie im Inneren einer Kirche waren. Nicht zu vergessen, zwei Polizeihunde saßen im Mittelgang, schauten sich alles an und schienen zuzuhören.

Als meine Frau mich dann nach „Dienstschluss“ abholte, verließ ich die Paul-Gerhardt-Kirche eigentlich glücklich. Ich hatte das Gefühl, die Besucher nicht enttäuscht zu haben.

Manfred Böttger

 

Unsere musikalischen Kindergruppen

Liebe Gemeinde, liebe Familien!

Das Projekt Singspatzen und Kurrendeteilung in Jungen und Mädchen ist erfolgreich verlaufen und wird auch in Zukunft vom Kirchenvorstand befürwortet und unterstützt. Von den Singspatzen wechseln viele in die Vorkurrende, was eine Teilung auch der Vorkurrende (ebenfalls in eine Jungen- und eine Mädchengruppe) wünschenswert macht.

Die Entscheidung hierfür muss zu diesem Zeitpunkt allerdings noch offen bleiben. Alle Singspatzen- und Kurrendekinder bzw. deren Familien bekommen rechtzeitig eine schriftliche Mitteilung über die Gruppenaufteilung und die genauen Anfangszeiten. Weitere Neuanmeldungen nehme ich gerne persönlich entgegen (ab 2.8.).

In Vorfreude grüßt Sie herzlich Ihre Kantorin Elisabeth Wolf

 

Neue Herausforderungen brauchen Zeit…

„Kaum ist die Vikarin da, ist sie auch schon wieder weg!“, möchte man angesichts der Tatsache meinen, dass ich mein Vikariat nun für ein Jahr ruhen lasse. Ideal mag dieser Zustand sowohl für meine Ausbildung als auch für die Gemeindearbeit nicht sein, aber es gibt immerhin einen guten Grund: Im Spätsommer werden mein Mann und ich zum ersten Mal Eltern. Wie es dann mit dem Vikariat ab Herbst 2011 konkret weiter gehen wird, weiß ich derzeit noch nicht. Ich werde mit der Landeskirche darüber im Gespräch bleiben.

Natürlich wünsche ich mir, dass ich an die bisherigen Erfahrungen und Begegnungen hier anknüpfen kann und bin gespannt, was sich ergeben wird. Einstweilen danke ich Ihnen für die freundliche Aufnahme und hoffe, dass mich meine Wege auch in der Elternzeit öfter nach Connewitz und Lößnig führen werden.

Ihre Dorothea Schanz

 

Seit dem 1. Juli bin ich in Ihrer Gemeinde als Vertreterin der Verwaltungsangestellten tätig. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 16 bis 27 Jahren. Nach sechsjährigem Dienst in der Brandenburgischen Landeskirche bin ich mit meiner Familie in unsere Heimatstadt Leipzig zurückgekehrt.

Ich freue mich darauf, Sie im Pfarramt und bei Gottesdiensten und Veranstaltungen kennen zu lernen und grüße Sie an dieser Stelle herzlich,

Angelika Falk

 

Fehlende Gemeindeblätter

Infolge der Erschließung unseres Kirchgemeindearchivs in Connewitz ergibt sich nun folgende Liste der fehlenden Gemeindeblätter. Wer kann mit dem Original oder mit einer Kopie aushelfen? Wir haben auch Dubletten für Interessierte im Angebot...

Uns fehlen: 1932 April; 1933 Mai, September; 1934 Januar, März bis Dezember; 1935-1949 alle; 1950 August, Oktober; 1955 Juli; 1962 Mai, Juni; 1975 April bis Dezember; 1976 alle; 1977 September; 1978 Januar, April; 1980 Januar, März; 1981 April; 1982 Januar, Juli; 1983 Januar bis April, November, Dezember; 1984 Januar, Februar, April; 1985 Januar; 1990 Oktober/November; 1995 Oktober/November; 1997 Februar/März=nicht komplett; 1998 August/September.

 

Kanutour 2010

Am 26. Juni haben wir uns um 11 Uhr am Pfarramt Probstheida getroffen, um zu unserer Kanutour aufzubrechen. Schnell war das Gepäck in den Kleinbussen von Pfarrer Weber und Pfarrer Enders verstaut, und ab ging es in Richtung Mirow in Mecklenburg. Wir waren 5 Stunden unterwegs, von denen wir 2 Stunden im Stau standen.

Auf dem Campingplatz angekommen, wurden schnell die Zelte aufgeschlagen, die Jungs haben dann Fußball gespielt. Die Mädchen haben zugeschaut, und die Pfarrer waren einkaufen. Die Mädchen halfen beim Abendbrot zubereiten. Es gab leckere Bratwürste vom Grill. Nach dem Abendessen waren wir noch baden.

Danach zogen wir uns in unsere Zelte zurück, um am nächsten Tag fit zu sein. Um 8 Uhr sind wir aufgestanden. Um 8:30 Uhr gab es Frühstück mit frischen Brötchen und Tee. All unsere Sachen für die Kanutour wurden in Seesäcke und Tonnen gepackt.

Nachdem alles in den Booten verstaut war, sind wir bei schönstem Sonnenwetter um 11 Uhr in See gestochen und haben unser erstes Etappenziel angesteuert.

Dort wurden die Boote schnell an Land geschoben. Die Jungs sind auf und davon in Richtung Dorf gelaufen, um in einer Gaststätte das Fußball-WM-Spiel Deutschland – England zu sehen. Die Mädchen kamen etwas später nach. Nach dem gewonnenen Spiel wurden schnell die Zelte aufgebaut.

Einmal waren wir in der Stadt (Fürstenberg), haben uns dort umgeschaut, etwas eingekauft und gegessen. Während sich die Jungs für Döner entschieden haben, ließen es sich die Mädchen in einer Gaststätte gut schmecken.
Wir haben das Frauen-KZ in Ravensbrück besucht und konnten uns drüber informieren, wie unmenschlich und grausam es dort zuging. Sehr viele Frauen kamen dort ums Leben.

Am letzten Tag wurden ganz schnell die Zelte abgebaut und unsere Sachen gepackt, denn wir wollten zum Anpfiff das Fußballspiels Deutschland gegen Argentinien zu Hause sein. Das 1. Tor haben wir leider verpasst, aber unsere Elf hat extra für uns ja noch ein paar Tore geschossen.

Alles in allem hatten wir sehr viel Spaß: Baden incl. Wasserschlachten, Fuß- und Volleyball spielen, paddeln, gute Verpflegung, schönstes Sommerwetter und noch vieles mehr.

Markus Kabitzsch

 

Neun Zehn, Klasse! – ein Rückblick

Was für ein Fest! An erster Stelle muss deshalb ein großes Dankeschön stehen – für die Mitdenkenden im Vorbereitungskreis, die Männer und Frauen an den Kaffeemaschinen und Kuchenmessern, die (wenigen) Auf- und Abbauhelfer sowie für alle anderen Helfer im Hintergrund. Es war für alle eine Hochleistungsschicht zum Neunzehnten, weil auf eine dünne Personaldecke eine nicht mehr zählbare Besucherschar traf und wegen der trotz Sonnenschein etwas kühleren Witterung ein warmer Kaffee ganz oben auf der Wunschliste der Gäste stand.

Gelungen, wie sich Laura Lippmann und Sebastian Böhner als Bühnenmoderatoren präsentiert haben und wundervoll, dass endlich ein wirklich markanter, transportabler und wetterfester Infopunkt aufgestellt werden konnte. Zwei Gesellen auf der Walz zeichneten für die Konstruktion der Tafel verantwortlich, und pünktlich zum Fest lag ein von Familie Mucke kreierter Bastelbogen des Paul-Gerhardt-Hauses druckfrisch vor.

Schmunzeln ist erlaubt, dass wir oft einen Termin im Nacken sitzen haben müssen, damit Dinge endlich erledigt werden. Aber dann wird auch was, und unsere Partner sind ebenso sensibilisiert auf den Straßenfesttermin: eine erste Grundreinigung des Connewitzer Gemeindehauses, ein neuer Papierkorb auf der Grünfläche, Abtransport eines vergessenen Dixi aus der Selneckerstraße und eines kaputten Autos aus der Brandstraße, die Aufstellung einer ersten Hundestation am Kirchenvorplatz (Tütenspender und Abfallbehälter).

Die Vielfalt der Stände und die Vielgestaltigkeit des Bühnenprogramms ließen wohl keine Wünsche offen:

Neun Zehn, Klasse eben!

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