Ökumenische Bibelwoche 2019

„Mit Paulus glauben“

Die ökumenische Bibelwoche befasst sich in diesem Jahr mit dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper. Dieser neutestamentliche Bericht besticht durch seine Themenvielfalt: Verfolgung und Freude, Liebe und Gemeinschaft, christliche Gesinnung, Furcht und Vertrauen, Geben und Nehmen, irdisches Wirken und himmlische Heimat.

Unter dem Titel „Mit Paulus glauben“ begibt sich die Bibelwoche auf eine Reise durch den Philipperbrief, in dem auch die persönlichen und emotionalen Seiten seines Verfassers erkennbar werden.

Zahlreiche Kirchgemeinden laden zum gemeinsamen Lesen der Texte und Nachdenken darüber ein. Was können diese Texte uns heute noch sagen und bedeuten?

Alle Interessierten, Menschen, die über biblische Texte ins Gespräch kommen wollen oder die einen Zugang zu biblischen Texten suchen, sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Die Teilnehmer werden aktiv einbezogen in das thematische Gespräch. Die Teilnahme ist kostenlos.

Auskunft darüber in welcher Kirchgemeinde wann Veranstaltungen der Bibelwoche stattfinden, gibt es in den Pfarrämter und im Internet unter:

www.kirche-leipzig.de/veranstaltungen/

Foto: pixabay

Winterkonzert an der Taborkirche

Kammermusik für Streicher

Studierende der Kammermusikklasse von Prof. Frank Reinecke und Anne-Christin Schwarz musizieren am kommenden Sonnabend, 19. Januar 2019, 17 Uhr, im Gemeindehaus der Taborkirche Kleinzschocher, Windorfer Str. 45a. In der ersten Veranstaltung der Reihe „Winterkonzert an der Taborkirche“ erklingen Werke von Max Reger, Erwin Schulhoff und Dimitri Schostakowitsch.

Das Konzert wird gestaltet von Constanze Drinda (Violine), Isolde Dreßler (Violine), Alexander Lesch (Violine) und dem Satyr-Ensemble mit Alexander Lesch (Violine), Maria Holzer-Graf (Violine), Sebastian Hensel (Viola) und Carmen Dreßler (Violoncello).

Der Eintritt ist frei, Kollekte erbeten.

Das nächste Winterkonzert an der Taborkirche findet am 16. Februar, 17 Uhr, statt.

Foto: Kirchenbezirk

Telemann-Preisträgerkonzert am 20. Januar

Gotthold Schwarz, international gefragter Lied- und Oratoriensänger, wurde im vergangenen Jahr in Magdeburg zum Telemann-Preisträger gekürt. Es gehört dabei zur Tradition, dass der Preisträger in einem Konzert Einblicke in seine künstlerische Beschäftigung mit Telemanns Werk gibt.

Dieses Galakonzert ist am Sonntag, dem 20. Januar 2019, 15 Uhr, in der Kirche Panitzsch noch einmal zu erleben. Gotthold Schwarz präsentiert erst- und einmalig nach der Preisverleihung zusammen mit Mitgliedern des Sächsischen Barockorchesters das Preisträgerkonzert, in dem vor allem geistliche Kompositionen Telemanns erklingen. Es ist ein Repertoire, das Gotthold Schwarz besonders fasziniert und für deren Wiederentdeckung und Interpretation er gewürdigt wurde.

Der Eintritt zum Konzert in der Kirche Panitzsch kostet 20 Euro, ermäßigt 10 Euro.
Karten gibt es im Vorverkauf in der Musikalienhandlung Oelsner, im Pfarramt Panitzsch (Tel. 034291/86547), in der Buchhandlung Leselaune in Taucha und in der Panitzscher Bäckerei Hofmann.

Foto: Kirchgemeinde

Werkstatttag zum Weltgebetstag

Ein ökumenischer Werkstatttag zur Vorbereitung des Weltgebetstages findet am Sonnabend, dem 19. Januar 2019, von 10 bis 15 Uhr im Gemeindehaus der Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde, Kirchplatz 9, statt. Die Reisereferentin der Evangelischen Frauenarbeit, Peggy Rühle, lädt herzlich ein.

Der diesjährige Weltgebetstag am 1. März steht unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit“. Die Liturgie haben Frauen aus Slowenien erarbeitet. Zum Werkstatttag werden die Gebetsordnung und das Land vorgestellt und Lieder eingeübt. Die Veranstaltung möchte Kirchgemeinden Ideen und Anregungen zur Durchführung des Gebetstages geben.

Das kleine Land Slowenien, zwischen Österreich, Kroatien, Ungarn und Italien gelegen, war schon immer Handelsknotenpunkt und Durchzugsgebiet für viele Völker. Über die Zeit wurden aus den Fremden oft Freunde und Nachbarn, Gastfreundschaft und Gastlichkeit werden großgeschrieben in Slowenien.

Interessierte sind herzlich eingeladen und werden um Anmeldung in der Superintendentur Leipzig, Burgstr. 1-5, gebeten:

Tel. 0341/212009430, E-Mail: suptur.leipzig@evlks.de

Für den Mittagsimbiss zum Werkstatttag wird um kulinarische Spenden gebeten.

Kirchliche Frauenarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens:
Peggy Rühle, Reisereferentin der Frauenarbeit, Tel. 03425/920213; E-Mail: peggy.ruehle@evlks.de

Foto: Weltgebetstag der Frauen

Zusammen ist man weniger allein

Zwei Bücher lagen dieses Jahr bei uns unter dem Weihnachtsbaum. Eher zufällig haben beide viel mit Europa zu tun. „Die Hauptstadt“ ist das buchpreisgekrönte Werk des überzeugten Europäers Robert Menasse. Und trotzdem voller Ironie und Augenzwinkern. Da läuft etwa von Anfang bis Ende des Romans immer wieder ein Schwein durch Brüssel, vorbei an den Büros der Emporkömmlinge und Bürokraten, die Europa verwalten. Es wird aber auch von denen gesichtet, die in der EU einen Garanten für Frieden und Humanität auf dem Kontinent sehen.

Während ich Menasse auf seinem Gang durch die Brüsseler Verhältnisse begleite, liest neben mir meine Frau die neue Biografie des Schweitzer Theologen Roger Schutz. Wie die Europäische Union ist auch seine ökumenische Bruderschaft von Taizé, gegründet 1949, ein Versuch, die Gräben quer durch unseren Kontinent zu überbrücken. Vor allem Jugendliche aus ganz Europa haben diese Botschaft seither gehört, in ihre Heimatländer mitgenommen und gelebt. Zu Tausenden fahren sie auch heute noch jeden Sommer in das kleine Dorf in Burgund. Junge Litauer begegnen jungen Italienern, Spanier Slowaken, Deutsche Polen wie auch vereinzelt Jugendlichen aus anderen Teilen der Welt. Über alle Verständnisbarrieren hinweg tauschen sie sich aus über ihr Leben und ihren Glauben. Gemeinsam singen und beten sie in vielen Sprachen. Taizégebete gibt es mittlerweile in allen größeren Städten unseres Kontinents – natürlich auch in Leipzig.

Wie auch immer organisiert man sich ein geeintes Europa vorstellen mag, welche Institutionen es braucht, worum man sich gemeinsam kümmert, worum lieber allein – darüber lässt sich trefflich streiten. Verständigung und Freundschaft mit nahen und entfernteren Nachbarn in Ost und West aber sehe ich als zutiefst christliches Anliegen. Es liegt der Kirche gewissermaßen in den Genen: als sie vor 2000 Jahren entstand war sie der erste global player der Geschichte. Im Zeitalter des Nationalismus hat sie das mitunter vergessen.

Umso besser, dass sie heute dafür betet und streitet. Jetzt am Montag etwa beim traditionsreichen Friedensgebet 17 Uhr in der Nikolaikirche wie auch mit vielen Partnern bei der anschließenden Demonstration.

Johannes Markert, Pfarrer zur Erteilung von Religionsunterricht im Kirchenbezirk Leipzig

Foto: unsplash.com

 

Gebetswoche der Evangelischen Allianz

Vom 14. bis 20. Januar 2019 lädt die Evangelische Allianz Leipzig, ein Zusammenschluss von Christen verschiedener Kirchen und Gemeinschaften, anlässlich der Internationalen Gebetswoche zu täglichen Gebetstreffen ein. Die Woche steht unter dem Motto „Einheit leben lernen“.

Im Friedensgebet am Montag, 14. Januar, 17 Uhr, in der Nikolaikirche wird die Gebetswoche eröffnet.
Die Abschlussveranstaltung findet am Sonntag, dem 20. Januar, 17 Uhr, im Pavillon der Hoffnung, Puschstr. 9  (Alte Messe, Halle 14) statt. Sie wird in Gebärdensprache übersetzt.
Für Schulkinder gibt es parallel ein besonderes Programm. Eltern mit Kleinkindern steht ein separater Raum zur Verfügung.

Bei allen Treffen dieser Woche werden Spenden für die Arbeit der Deutschen Evangelischen Allianz und für die Sucht- und Gefängnisarbeit des Blauen Kreuzes in Leipzig gesammelt.

www.ead.de

Alle Termine und Veranstaltungsorte: Allianz-Gebetswoche 2019

Foto: Adrian Jozefowicz / pexels.com

Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

Christlicher Glaube und Einsatz für Chancen­gleich­heit, Konflik­tlösung und Nach­haltig­keit gehören zu­sammen! Aus dieser Über­zeugung haben Landes­synode und Landes­jugend­konvent der Evange­lisch-Lutheri­schen Landes­kirche Sachsens einen „Ökume­nischen Weg für Gerech­tigkeit, Frieden und Bewah­rung der Schöpfung“ an­gestoßen. Dieser wird in­zwischen von einer ökume­nischen Arbeits­gemein­schaft getragen.

Der „Ökumenische Weg“ ermutigt, unter­stützt und fördert Kirchen und Ge­mein­den bei deren Engage­ment für eine bes­sere Welt. Dabei setzt die Initia­tive – ganz in der Tradition des Konz­iliaren Pro­zesses – auf das ökume­nische Mit­einander und das Engage­ment aller Genera­tionen, gerade auch der Jugend.

Der „Ökumenische Weg“ trägt mit Abruf­angebo­ten und hoch­karätigen Fach­personen einen Impuls an die Basis und beson­ders in die Ge­meinden: Warum lohnt es sich für uns als Christen, sich für Gerechtig­keit, Frieden und Bewah­rung der Schöp­fung zu enga­gieren?

Der „Ökumenische Weg“ macht Projekte öffentlich, die bereits an der Basis laufen. Damit wird gezeigt, welchen positi­ven Effekt solches Engage­ment für den Gemeinde­aufbau und die Glaub­würdig­keit der christli­chen Bot­schaft hat.  Gemein­den werden so zu eigenen Projek­ten angeregt. Einen vorläu­figen Höhe­punkt  erreicht der Ökume­nische Weg mit einem großen Ökume­nischen Festtag am Buß- und Bettag, den 20. Novem­ber 2019 rund um die Kreuz­kirche Dres­den – 30 Jahre nach der großen Ökume­nischen Ver­sammlung 1988/89.

Im Rahmen des Festtags sollen heraus­ragende Projekte gewürdigt sowie Ge­mein­den und Menschen an der Basis ermutigt werden, den Impuls des Ökume­nischen Weges über das Jahr 2019 hinaus weiter­zu­führen.

Angebote, Impulse, Mitmach­möglich­keiten und inspirie­rende Projekte auf

www.oekumenischerweg.de

Foto: Ferdinand Stohr, unsplash.com

Offener Seniorentreff mit neuer Adresse

Der „Offene Seniorentreff“ der Ökumenischen Sozialstation Leipzig ist ab sofort in der Dieskaustraße 138 zu finden.
Aufgrund der Umstrukturierung der Offenen Seniorenarbeit in der Stadt Leipzig übernimmt die Ökumenische Sozialstation ab Januar 2019 die Trägerschaft für das bereits bestehende „Seniorenbüro Südwest“ in der Dieskaustraße 138 in Leipzig-Großzschocher. Dort wird es weiterhin bewährte und auch neue Begegnungsangebote, die Möglichkeit zur Teilnahme an Kursen und Zirkeln sowie ein breitgefächertes Beratungsangebot geben.

„Wir freuen uns auf diese neue Aufgabe sehr und wünschen uns auch weiterhin viele Unterstützer und Spender und vor allem viele Besucherinnen und Besucher“, heißt es aus der Geschäftstelle.

www.oesst.de

Foto: epd bild/Rainer Oettel

Gut, dass nicht alles gelingt

Wenn alles so ist wie alle Jahre wieder, dann müsste inzwischen das Abschiednehmen von den ersten Neujahrsvorsätzen begonnen haben. Bei mir schon. Es wird noch zwei, drei kleine Neustartversuche geben, aber dann ist es vorbei. Wie nahezu immer.

Dieses regelmäßige Scheitern an den eigenen Vorhaben – nicht nur Neujahr – kann einen angesichts der eigenen Schwäche schon frustrieren. Muss es aber nicht. Denn hinter unseren zahlreichen Pläne-schmieden und Vorsätze-fassen steckt ein merkwürdiges Konzept. Es geht davon aus, dass ich allein mein Leben gestalten und vorausberechnen kann, dass alles allein in meiner Hand liegt. Natürlich bin ich der Hauptakteur meines Lebens, der Löwenanteil, was in meiner Biographie wie geschieht, liegt bei mir. Aber es gibt auch das Andere, was ohne mein Planen geschieht. Es gibt die Anderen, die mitbestimmen, wie die Dinge laufen. Und es gibt das nicht vorhersehbare Überraschende. Viele nennen es „Zufall“, der Glaubende spricht eher von Gottes Wirken oder – etwas altmodisch – von „Fügung“.

Alle diese Dinge – Umwelt, Mitmenschen, Entwicklungen und Gottes Wirken – haben Einfluss auf mein Leben und sorgen immer wieder dafür, dass die besten eigenen Vorsätze und die perfekten Planungen nicht funktionieren. Das mag oft ärgerlich sein, manches Mal geschieht es aber auch zu unserem Glück. Denn für mich zählt zu Gottes gutem Handeln nicht nur, dass er die richtigen oder neue Wege weist, sondern immer auch, dass er den Menschen bremst, der im Begriff ist, in die falsche Richtung zu gehen, in Sackgassen abzubiegen oder die ganze Kraft in etwas zu legen, was ihn am Ende nicht weiterbringt. Viel zu selten fragen wir Menschen im privaten Alltag, im beruflichen Umfeld, im gesellschaftlichen oder politischen Engagement, ob das, was wir vorhaben, wirklich das Richtige ist. Und die wirkliche Tragweite von Entscheidungen können wir ohnehin immer weniger abschätzen.

Aus diesem Grund werde ich mir angesichts meiner Vorsätze, die ich auch im vergangenen Jahr nicht umgesetzt habe, für 2019 einen ganz neuen wählen: ab und zu am Ende des Tages werde ich Gott danken für die Vorhaben und Ideen, die nicht geklappt haben. Vermutlich will er mich dadurch vor Schlimmeren bewahren.

Propst Gregor Giele, Propsteikirche St. Trinitatis

Foto: Eberhard Grossgasteiger, unsplash.com