Sechs Rettungswesten der Mission Lifeline für Leipziger Kirchen

Initiative aus Stadtökumenekreis und Innenstadtgemeinden setzt ein Zeichen für Seenotrettung im Mittelmeer.

Seit nunmehr über einem Jahr wird die Seenotrettung im Mittelmeer systematisch behindert und kriminalisiert. Die Folge ist, dass tausende Menschen sterben.
Ein neuer trauriger Höhepunkt wurde am vergangenen Wochenende durch die Verhaftung der Kapitänin der Sea-Watch 3, Carola Rackete, erreicht. Auch wenn Carola Rackete inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, steht sie dennoch weiter unter Anklage, während das Sterben im Mittelmeer fortschreitet.

Wir als Christinnen und Christen in der Stadt Leipzig erklären uns solidarisch mit den Organisationen der Seenotrettung. Für uns sind die Pflicht zur Nächstenliebe und zur Mitmenschlichkeit, sowie alle Menschenrechte universell gültig. Sie dürfen niemals eingeschränkt, aufgeweicht oder sogar außer Kraft gesetzt werden!

Wir alle können in Situationen kommen, in denen wir Hilfe brauchen und gerettet werden müssen. Wir alle sind gleichermaßen betroffen, wenn Menschenrechte, Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe eingeschränkt werden sollen. Jeder Mensch in Not ist einer von uns! In unserer Kirche und Gesellschaft muss Platz für in Not geratene Menschen sein! Um dies deutlich zu machen und als Zeichen unserer Solidarität wird ab kommenden Sonntag in den Innenstadtkirchen jeweils eine Rettungsweste der Mission Lifeline in einer Kirchenbank liegen.

Die Rettungswesten sollen helfen, dass das Sterben im Mittelmeer nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung gerät. Sie sollen dazu anregen, sich aktiv für humanitäre Hilfe einzusetzen.

Foto: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig