Gottesdienst zum Stadtfest als interaktiver Livestream

Trotz Ausfall des Stadtfestes: Gottesdienst findet statt

Termin:       7. Juni 2020, 18 Uhr, Erlöserkirche Leipzig-Thonberg, abrufbar unter folgendem Link: https://sublan.tv/gottesdienste/#/events/260/attendee

Der vom Stadtökumenekreis jährlich zum Stadtfest veranstaltete Gottesdienst wird auch in diesem Jahr stattfinden und zwar als interaktiver Livestream über die Plattform sublan.tv. Der Link zum Livestream wird auf Kirche-Leipzig.de zu finden sein. Außerdem wird der Gottesdienst via Kabel im Sachsenfernsehen übertragen.

Als Thema wird sich der Gottesdienst unter dem Motto „Gott bewahre…“ mit Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz oder – kirchlich gesprochen – mit der Bewahrung der Schöpfung befassen. Gott bewahre! So rufen wir aus, wenn eine große Gefahr bevor steht. Mensch bewahre! So rufen uns junge Menschen von Fridays For Future gemeinsam mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen zu. Sie mahnen, dass uns große Gefahr droht, wenn wir unser Verhalten im Blick auf Umwelt und Klimaschutz nicht grundlegend ändern. Gott bewahre! So rufen wir aus, weil wir nach ersten Versuchen die Klimakatastrophe abzuwenden, merken wie schwierig das ist. „Gott bewahre!“ lautet das Motto des diesjährigen Stadtfestgottesdienstes – damit wir durch seine Hilfe lernen seine Schöpfung zu bewahren.

Der Gottesdienst wird mitgestaltet von der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) Leipzig und von Christine Müller von der Arbeitsstelle Eine Welt der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und Melanie Gerhards von Health For Future.

Mitwirkende sind die Band der PAX-Jugendkirche sowie einzelne Bläser*innen der Leipziger Posaunenchöre unter Leitung von Christoph Kässler. Eine Übersetzung in Gebärdensprache wird angeboten.

Im Rahmen des Stadtfestgottesdienstes wird auch in diesem Jahr der Leipziger Ökumenepreis verliehen.

Plakat: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig

Klanginstallation an der Heilandskirche Plagwitz

„Schlagzeichen“ von Anna Schimkat

Kirchenglocken strukturieren das Leben in christlichen Gebieten seit Jahrhunderten akustisch. Ob sie zum Gebet rufen, als Sturmwarnung, Zeitmesser oder Friedensglocke läuten, sie sind Teil der Kultur- und Kommunikationsgeschichte.

In Sachsen wurden im ersten und zweiten Weltkrieg mehr als 3.000 Bronzeglocken eingezogen, um daraus Kanonenrohre und Munitionsteile zu gießen. Die Glocken der Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz klingen nicht. 1917, im ersten Weltkrieg, wurden sie zu Kriegszwecken abgegeben. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche so sehr beschädigt, dass auch die 1920 wiederbeschafften Glocken nicht mehr läuten.

Die Klanginstallation der Soundkünstlerin Anna Schimkat an der Kirche, greift die Geschichte des Turms und der Glocken auf. Die außen an der Kirche aufgestellten Druckkammerlautsprecher senden eine auditive Versuchsanordnung über Kommunikation. Dazu gehört auch, dass der Turm heute eine Mobilfunkanlage beherbergt.

Bis zum 5. Juli 2020 ist die etwa 10minütige Klanginstallation an der Heilandskirche Plagwitz, Weißenfelser Str. 16, zu verschiedenen Tageszeiten zu hören.

Die Bildhauerin und Klangkünstlerin Anna Schimkat studierte an der Bauhaus Universität in Weimar und in der Fachklasse für Bildhauerei und architekturbezogene Medien an der Hochschule für bildenden Künste Dresden.
Sie entwickelt ihre Installationen und Kompositionen an der Grenze zwischen Skulptur und Klang.
Neben Arbeiten im öffentlichen Raum waren ihre Werke national und international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.

Foto: Kirchgemeinde

Musikalische Vesper mit Duo Mélange

Am Sonnabend, dem 6. Juni 2020, lädt die Leipziger Sophienkirchgemeinde zu einer musikalischen Vesper mit dem Duo Mélange in die Hainkirche St. Vinzenz Lützschena, Elsteraue 7, ein. Um den besonderen Einschränkungen dieser Tage Rechnung zu tragen (Mindestabstand, Beschränkung der Zahl der Kirchenbesucher), aber auch möglichst vielen interessierten Zuhörern ein Musikerlebnis zu ermöglichen, haben sich die Musiker in Abstimmung mit dem Veranstalter zu folgender Vorgehensweise entschlossen: Das etwa 45-minütige Programm wird am 6. Juni zweimal in der Hainkirche St. Vinzenz zu erleben sein: 17 Uhr und 18.30 Uhr. Zur besseren Planung wird um Reservierung telefonisch im Gemeindebüro unter 0341/4611850 oder per Mail an post@duo-melange.de unter Angabe des Terminwunsches und der Personenzahl gebeten.

Das Leipziger Duo nimmt das Publikum mit auf eine außergewöhnliche Klangreise: Almut Unger und Thomas Laukel kombinieren die klassische Querflöte mit der Marimba, einem dem Xylophon ähnlichen Schlaginstrument, das hierzulande noch recht selten zu hören ist und seine Wurzeln in der südamerikanischen Folklore bzw. im nordamerikanischen Jazz hat. Das Duo Mélange konnte vor einiger Zeit bereits sein zwanzigjähriges Jubiläum feiern und blickt auf eine Vielzahl von Konzerten im ganzen Bundesgebiet und im benachbarten Ausland zurück. Auch in ihrem neuen Programm verknüpfen die beiden Musiker Einflüsse aus verschiedenen Musikrichtungen und Epochen zu einem vielfarbigen Gesamtkunstwerk. Einige Melodien werden manchem Zuhörer hierbei sicher bekannt vorkommen. Das Publikum darf gespannt sein auf barocke Klänge von Johann Sebastian Bach, Musik des diesjährigen großen Jubilars Ludwig van Beethoven oder den berühmten „Säbeltanz“ von Aram Chatschaturjan.

www.duo-melange.de

Foto: Pixabay

Fotoausstellung zeigt „Besondere Momente“

Unter dem Titel „Besondere Momente vor dem Vergessen bewahren“ sind in der Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West, Pfarrgasse 27, Fotografien von Werner Sroka zu sehen.

Die Ausstellung ist bis zum 4. Oktober jeweils sonnabends und sonntags zwischen 16 und 18 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Foto: R. Strohmann

Neue STOLPERSTEINE in Leipzig am 11. Juni 2020

Bisher liegen 565 STOLPERSTEINE an 198 Orten in Leipzig. Jetzt werden fünf weitere Steine für Opfer der NS-Diktatur folgen. Auf Grund der momentanen Situation wird der Initiator des Projektes, der Kölner Bildhauer Gunter Demnig, die Steine nicht selbst verlegen können. Ausnahmsweise wird dies die Arbeitsgemeinschaft übernehmen und die Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg einbringen.

14:00 Uhr – Endersstr. 9

Der jüdische Kommunist Sally Wittelson musste ab 1933 in der Illegalität leben. 1937 trat er den Internationalen Brigaden bei, um die spanische Republik zu verteidigen. Ab 1940 wurde er im von Deutschland besetzten Frankreich als Jude verfolgt. Zwei Jahre später ermordete man ihn in Auschwitz.

14:45 Uhr – Harkortstr. 17/19

Der jüdische Rechtsanwalt Max Hellmann bestellte für seine Verteidigung Adolf Hitler höchstpersönlich in den Zeugenstand. Er hatte gegen das sog. „Blutschutzgesetz“ von 1935 verstoßen, denn eine nichtjüdische Frau half dem Witwer im Haushalt. Die nationalsozialistische Presse nahm dies zum Anlass, ihr Feindbild propagandistisch zu bestätigen. Max Hellmann kam 1939 im KZ Buchenwald ums Leben.

15:30 Uhr – Richard–Lehmann–Str. 33

Ein Projekt der Apollonia–von–Wiedebach-Schule beschäftigte sich mit dem Leben von Erna Kugelmann. Das junge jüdische Mädchen kam 1933 als Haushaltshilfe nach Leipzig. Ende der 1930er Jahre wohnte sie bei dem Witwer Arthur Hirschfeld in der Südvorstadt. Die 22-jährige Erna wurde in Auschwitz ermordet. Herr Hirschfeld kam in Theresienstadt ums Leben.

16:30 Uhr – Karl–Liebknecht–Str. 103

Ein Projekt der Louise-Otto-Peters-Schule beschäftigte sich mit dem Schicksal von Marie Hamel. Viele Jahre führte sie mit ihrem Mann eine Gastwirtschaft in der Johannisgasse. Zuletzt wohnte sie verwitwet in der Südvorstadt. Im Jahr 1944 kam Marie Hamel im Ghetto Theresienstadt ums Leben.

Weitergehende Informationen zu den einzelnen Schicksalen können Sie auf unserer Homepage www.stolpersteine-leipzig.de nachlesen.

Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Köpfchen muss man haben

Schon als Kind habe ich diesen Witz gehört: Ein kleiner Mann müht sich im Zug mit einem Griff in der Nähe des Fensters. Da steht ein muskulöser Mann auf, zieht an dem Griff und sagt: ‚Muskeln müsste man haben!‘ Kommt der Schaffner und verlangt wegen missbräuchlicher Betätigung der Notbremse eine erhebliche Summe Geld. Meint der Kleine: ‚Tja, nicht Muskeln, sondern Köpfchen müsste man haben.‘

Dieser Witz beschreibt mit einem Augenzwinkern eine menschliche Schwäche. Wir vertrauen anderen, ohne uns selbst eine Meinung zu bilden. Uns überzeugen politische oder populäre Ansichten, ohne dass wir sie auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft haben. Solches kopflose Tun hat schon kleine wie große Tragödien ausgelöst.

Im vorletzten Buch des Alten Testamentes steht der friedensethische Grundsatz:
„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Sacharja 4, 6)

Wer diesen Worten traut, setzt den Geist ein, der uns mit Pfingsten versprochen ist. Der Prophet Sacharja ist sich sicher, dass dieser Geist vor den körperlichen Kräften gebraucht werden sollte.

Gottes Geist, so meint er, setzt neue Maßstäbe. So sind Truppeneinsätze gewiss nicht die einzige Antwort auf die Konflikte in dieser Welt. Stagnation in der Wirtschaft muss nicht gleich als Krise verstanden werden. Unstimmigkeiten überwinden wir nicht mit verbaler Gewalt und Corona gewiss nicht mit Politikerschelte.

Es gibt noch andere Wege, wenn wir größer denken. Wege, die wir bisher nicht zu denken gewagt haben, wenn wir dem Geist Gottes eine Chance geben.

Pfarrer Bernhard Stief, Kirchgemeinde St. Nikolai

Foto: pixabay

Berliner Luft in der Kirchenruine Wachau

Am 12. Juni 2020, 19.00 Uhr spielt das Saxophonquartett der Berliner Philharmoniker„clair-obscur“ in der Kirchenruine Wachau, Kirchplatz 1. Das Konzert mit dem Titel „Berliner Luft“ findet im Rahmen des Festivals „Sommertöne“ statt. Die Saxophonisten der Berliner Philharmoniker gastieren 2020 zum ersten Mal bei den Sommertönen, doch ihr hervorragender Ruf eilt ihnen voraus. Ein Abend in der idyllischen Atmosphäre der Wachauer Kirchenruine, den man keinesfalls verpassen sollte!

Karten zu 18 € / 14 € (Rentner) / 9 € (erm.) bei der Tourist-Information Leipziger Neuseenland und Stadt Markkleeberg, Tel. 0341-33 79 67 18. Bei Regen findet das Konzert in der Kirche Störmthal, Dorfstraße 44, 04463 Störmthal statt

Berliner Luft – Was hätte man im Jahr 1932 an einem Abend in Berlin nicht alles erleben können! Die bekanntesten Komponisten, Schriftsteller und Künstler der Epoche waren zwischen Friedrichstraße, Kurfürstendamm und Alexanderplatz aktiv und ein kulturbegeistertes Publikum strömte vom Konzertsaal zum Kino, von Nachtclubs in Bars und Cabarets. clair-obscur entführt das Publikum in diese vergangene Welt und präsentiert Werke von Kurt Weill, Hanns Eisler, den Comedian Harmonists und vielen anderen.

Foto: Pixabay

Musik und Begegnung in Markkleeberger Kirchen

Am 13. Juni 2020 öffnen zwei Markkleeberger Kirche zu Musik und Begegnung:

Um 15.00 Uhr lädt in der Kirche Großstädteln, Altendorffplatz eine musikalische Vesper mit Andacht zur Besinnung ein. Die Orgel spiel Kai Nestler und verschiedene Streichinstrumente spielen Mitglieder der Familie Dreßer.

Von 16.00 bis 18.00 Uhr öffnet die Fahrradkirche Markkleeberg-Zöbigker, Dorfstr. 2 zum Tag der Begegnung. Zu erleben gibt es Interessantes aus der Vergangenheit der ehemaligen Dorfkirche und Neuigkeiten zum Projekt. Bei einer historischen Führung können Besucher die Fahrradkirche erleben. Um 17.00 Uhr findet im Rahmen des Tages eine Lesung statt.

Altarraum Kirche Großstädteln, Foto: Kirchgemeinde

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten 2020: zwischen Gottvertrauen und Mut zur Veränderung

Als Kind kamen mir das schier unendlich vor: von Aschermittwoch bis Ostern? 40 Tage Fastenzeit! Von Ostern bis Christi Himmelfahrt? Noch einmal genau so lang, 40 Tage! Und am Pfingstsonntag ist Ostern fette 50 Tage her – unendlich viel Zeit … Sicher, als Erwachsener vergeht die Zeit gefühlt schneller. In diesem Jahr kommt es mir dank Corona aber so vor, als rase die Zeit erst recht! War nicht eben erst Anfang März?

Mitten in diese Zeitwahrnehmung fallen jetzt Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Das eine Fest ist gerade vorbei, das andere steht in einer Woche an. Beide fühlen sich für mich in diesem Jahr besonders an. Da ist das Versprechen von Jesus, an das ich mich an Himmelfahrt erinnere: “Ihr seht mich vielleicht nicht, doch seid Euch sicher, ich bin immer bei Euch.” Pfingsten wiederum ist das Fest mit dem Heiligen Geist, der mich befähigt, “hinaus in die Welt” zu gehen, sie zum Guten hin zu verändern.

Zwei Stützen, die mir helfen, diese Corona-Zeit zu meistern. Diese unglaublich schnell fortschreitende Zeit, in der sich Nachrichten überschlagen, man genau prüfen muss, welcher Geist hinter welcher Botschaft steckt, man sich in Acht nehmen muss vor falschen Verführern und allzu einfachen Erklärungen.

Ich wünsche auch Ihnen diese zwei Stützen: die Himmelfahrts-Gewissheit, nicht allein durchs Leben zu gehen und alles immer alleine schultern zu müssen. Und das Pfingst-Geschenk des Heiligen Geistes: der mich befähigt, aktiv zu werden, die Welt zu verändern – mit klarem Verstand und in festem Glauben.

Daniel Heinze, katholischer Kirchenredakteur bei Radio PSR

Foto: unsplash

Vortrag auf Youtube zur St. Laurentiuskirche Markranstädt

Die Gemeinde der St. Laurentiuskirche Markranstädt feiert in diesem Jahr das 500. Jubiläum ihrer Kirche. Die Jahreszahl 1520 ist auf einem der beiden Schlusssteine im spätgotischen Chor der Kirche zu lesen. Die Laurentiuskirche wurde 1518-25 auf den Mauern eines romanischen Vorgängerbaues errichtet.
Im Rahmen dieses Jübiläums hat die Gemeinde eine Reihe von Veranstaltungen vorgesehen, die wegen der Maßnahmen gegen das Corona-Virus nicht oder in anderer Form stattfinden. So ist der Vortrag „Kriegsschäden und deren Folgen an unserer Kirche“ nun auf Youtube zu verfolgen. Referentin ist Hanna Kämmer vom stadtgeschichtlichen Büro.

Zum Vortrag

Foto: Sandra Grube