Tief durchatmen!

„Sie hat ein tolles Angebot bekommen. In China soll sie arbeiten.“ So erzählt mir die agile Frau um die sechzig Jahre von ihrer Tochter, die aufgebrochen ist in eine unbekannte Welt. „Heute Vormittag ging ihr Flugzeug. Es war schwer, als am Flughafen die Glastür hinter ihr zuging. Wenn nur nichts passiert. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf den Anruf, dass sie da heil angekommen ist.“

In unserer vernetzten Welt sind wir immer erreichbar. Wenn wir an einen lieben Menschen denken, wissen wir Sekunden später, wie es ihm geht. Höchst selten kommt es vor, dass wir uns gedulden müssen, bevor uns eine gute Nachricht erreicht. Die Anspannung wird dennoch jeder kennen. Auch die erlösende Befreiung, wenn die Sorgen und Ängste verfliegen. Dann verflüchtigen sich dunkle Fantasien. Eine Last fällt ab, das Lachen klingt nicht mehr zu laut, der Blick geht in den Himmel und die Brust weitet sich. Tief durchatmen!

Wie bei dem Bibelvers: „Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.“ (2. Brief an Timotheus 1,10). Er ist wie eine gute Nachricht, die uns endlich erreicht hat. Der Autor des Briefes beschreibt, was ihn leicht gemacht hat, ihm neue Kraft schenkt, seinen Blick dankbar in den Himmel zieht. Ich muss mir keine Sorgen machen, ganz gleich was geschieht. Nichts und niemand kann mir nehmen, was Christus durch seine Auferstehung für mich getan hat.

Pfarrer Lüder Laskowski, Pfarrstelle für „Kirchliche Arbeit in neuen Stadtquartieren“

Foto: unsplash

25. September 2020: Churches For Future – Klimagerechtigkeit jetzt!

Aktion zum Mittmachen! Plakate für Klimagerechtigkeit! Auf dem Platz rund um die Nikolaikirche werden am Freitag, 25. September 2020 von 11 bis 17 Uhr im Rahmen des Klimaprotestes Plakate gestaltet und aufgehängt.

Churches For Future ist ein Bündnis aus Studierenden der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, Freiwillige des Leipziger Missionswerkes und der Nikolaigemeinde, welches ein Zeichen für Klimagerechtigkeit setzen wird. Gemeinsam rufen sie auf, klimapolitische Plakate an die Nikolaikirche zu hängen als Appell für ein klimafreundlicheres Deutschland. Es wird auch die Möglichkeit geben, vor Ort Transparente zu gestalten. Zudem laden die Akteure zu Andachten rund ums Thema Klimagerechtigkeit und Versöhnung in die Nikolaikirche um 12 Uhr, 15 Uhr und 17 Uhr ein. Des Weiteren wird im Kirchhof ein Gebetsbaum wachsen, der zur Einkehr anregt und auf dem Gebetsanliegen verschriftlicht werden können.

Begleitet werden die jungen Aktivist*innen dabei von Health-For-Future und Psychologist-For-Future aus dem Gesundheitswesen. Im „Wartezimmer“ gibt es Informationen zu den Zusammenhängen von Gesundheit und Klima. In der „mobilen Klimasprechstunde“ ist Raum für individuelle Ressourcenaktivierung und Umgang mit den vielfältigen Auswirkungen der Klimakrise.

Nikolaikirche Leipzig, Foto: Kirchenbezirk

26. September: Kindersachenflohmarkt

Die Evangel.-Freikirchl. Gemeinde (Baptisten) veranstaltet am Samstag, 26.09.2020 einen Flohmarkt für Kinderbekleidung, Spielzeug, Schuhe, Kinderwagen, Autositze und vieles mehr. Gebrauchte und neuwertige Grundausstattungen für Babys sowie Kindersachen aller Größen aus privaten Beständen können gekauft und verkauft werden. Standanmeldung und alle weiteren Informationen unter flohmarkt@baptisten-leipzig.de

Entspannung und Möglichkeiten zum Austausch gibt es im Flohmarkt Café.

Der Kindersachenflohmarkt findet am Samstag, 26.09.2020, 15.00 – 17.00 Uhr in der Evangel.-Freikirchl. Gemeinde (Baptisten), Bernhard-Göring-Straße 18-20 statt.

Foto: Pixabay

Kulturelle Vielfalt

„Es waren aber in Antiochia in der Gemeinde Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Luzius von Kyrene und Manaën, der mit dem Landesfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus.“ (Apostel 13,1)

Eine transkulturelle und transethnische Gemeinschaft: das ist die junge christliche Bewegung, wie sie sich im 1. Jahrhundert in Antiochia, der heutigen türkischen Stadt Antakya an der Grenze zu Syrien, herausbildet. Zur multikulturellen Gemeindeleitung von „Propheten und Lehrern“ gehören nicht nur Barnabas und Saulus als Christusnachfolger aus der jüdischen Gemeinschaft, sondern mit Manaën auch ein vermutlich griechisch geprägter Jude sowie zwei Afrikaner: Luzius aus der nordafrikanischen Stadt Kyrene, und Simeon, mit dem Beinamen „Schwarzer“, also jemand, der aus noch südlicheren Teilen Afrikas stammt.

Die christliche Gemeinde ist etwas „Drittes“, das sich den üblichen Zuordnungen entzieht und vorher relevante Abgrenzungen überschreitet. In ihr wachsen die Verschiedenen als Verschiedene zu einer Gemeinschaft zusammen. Später heißt es dann: „In Antochia wurden die Jünger zum ersten Mal Christen genannt“.

Mir tut es gut, sich daran zu erinnern, dass kulturelle Vielfalt ein entscheidender Wesenszug der christlichen Gemeinschaft ist. Man kann es leicht vergessen, wenn und weil man sich selbst und seine Bezugsgruppe zum Normalfall, zur bestimmenden Norm macht. Deshalb freue ich mich in den jetzt in Leipzig beginnenden Interkulturellen Wochen auf Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und ihren vielfältigen Traditionen. Die Vielfalt unserer Welt zu erleben: das finde ich unheimlich bereichernd.

Ravinder Salooja, Evangelisch-Lutherisches Missionswerk Leipzig e.V.

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„Orgelherbst“ in der Nikolaikirche

Zum „Orgelherbst“ in der Leipziger Nikolaikirche wird vom 1. August bis zum 31. Oktober 2020 herzlich eingeladen. Jeweils sonnabends 17 Uhr musizieren international bekannte Organisten und Organistinnen an der von Friedrich Ladegast 1862 erbauten größten Orgel Sachsens. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro (bis 18 Jahre Eintritt frei).

Den Programmflyer können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Nikolaikantor Lucas Pohle, der das erste Konzert der Reihe gestalten wird, sagt Folgendes zum Programm des diesjährigen Orgelherbstes: „Das 2004 durch die Orgelbaufirma Hermann Eule restaurierte und erweiterte Instrument eignet sich hervorragend zur Feier der beiden großen musikalischen Jubiläen des Jahres: Ludwig van Beethoven widmet Salvatore Pronestì  zu seinem 250. Geburtstag ein Konzert mit Bearbeitungen für Orgel sowie Improvisationen über Themen des großen Komponisten.  Der blinde Louis Vierne, der 37 Jahre lang als Organist an der Kathedrale Notre-Dame de Paris wirkte, nimmt unter den Komponisten der französischen Orgelsymphonik einen herausragenden Platz ein. In vielen Werken dieser beiden Komponisten werden die schweren Schicksalsschläge, die ihre Leben prägten, spürbar – was wiederum in unsere von Covid-19 geprägte Zeit spricht. Möge die Orgelmusik in St. Nikolai zur „Ehre Gottes und Recreation des Gemüths“ dienen, wie es der hier als „Director musices“ wirkende Johann Sebastian Bach formulierte.“

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17. Möckerner Orgeltage in der Auferstehungskirche

Zu drei besonderen Konzerten laden die 17. Möckerner Orgeltage in die Auferstehungskirche, Georg-Schumann-Str. 184, ein. Am kommenden Sonntag, dem 27. September 2020, eröffnet Lucas Pohle die Orgeltage. Der Leipziger Nikolaikantor lässt auf der Mendelssohn-Schweinefleisch-Orgel Werke von Bach, Mendelssohn und eigene Improvisationen erklingen.

Meisterwerke europäischer Barockmusik stehen beim zweiten Konzert mit Kantor Daniel Vogt am 4. Oktober auf dem Programm. Dabei werden französische, englische, spanische, niederländische und deutsche Orgelwerke des 17. und 18. Jahrhunderts zu hören sein.

Im Abschlusskonzert am 11. Oktober erwartet die Zuhörer mit Maria Wolfsberger an der Mundharmonika und Daniel Vogt an der Orgel eine besondere Klangkombination. Maria Wolfsberger, die auch als Organistin und Chorleiterin aktiv ist, ist eine Virtuosin der chromatischen Mundharmonika und hat mehrfach internationale Wettbewerbe mit ihrem Instrument gewonnen.

Alle Konzerte der Möckerner Orgeltage beginnen um 17 Uhr. Der Eintritt beträgt jeweils 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Die Orgel in der Auferstehungskirche ist ein Werk des Universitätsorgelbaumeisters Johann Christian Immanuel Schweinefleisch. Sie stammt aus dem Jahr 1766 und stand ursprünglich in der alten Reformierten Kirche. Im 19. Jahrhundert wurde sie von Carl Bernecker umgebaut und erweitert. 1901 ist sie von der Auferstehungsgemeinde Möckern erworben worden. Sie gilt als älteste Orgel Leipzigs.

Orgel Auferstehungskirche Möckern, Foto: Kirchgemeinde

„Sein wie die Träumenden. Erzählen und Handeln“ – Forumstag in der Peterskirche

„Sein wie die Träumenden. Erzählen und Handeln“ – Forumstag am 26. September 2020, 10-17 Uhr in der Peterskirche Leipzig, Schletterstraße 5, 04107 Leipzig

Inspiriert von Psalm 126 lädt das Forum für Gemeinschaft und Theologie in die Peterskirche in Leipzig ein. In diesem Jahr eröffnet eine Performance unterschiedliche Träumen und erzählte, lebendige Zukunft. Die Performance führt in Themen und Träume ein, wird aufgenommen im eigenen Hören auf Psalm 126 und im Erzählen und Gestalten der geweckten Bilder.

Der Tag hat eine gottesdienstliche Struktur und wird viel Raum zum Gespräch bieten. Folgende Workshops stehen am Nachmittag zur Wahl:

  1. Freiheit, die ich meine
    Was bedeutet Freiheit aus christlicher Perspektive für unsere Gesellschaft heute?
  1. anders wachsen e.V.
    Wie handeln & vernetzen?
  1. Kirche in Bewegung bringen
    Ökumenischer Prozess „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“
  1. Suffizienz
    Visionen einer Ethik des „Genug“
  2. Aufstellung
    „Was bringt uns ins Handeln?“

Der Tag endet mit Abendmahl und Segen.

Aufgrund des Hygienekonzeptes der Kirchgemeinde wird in diesem Jahr freundlich für die Pausenzeiten um Selbstversorgung gebeten – auch im Umfeld der Peterskirche gibt es ausreichend Möglichkeiten. Für die Gestaltung der Bilder bitten wir, wenn möglich Stifte oder Farben zum Gestalten mit zu bringen. Der Raum ist groß. Trotzdem sind alle Teilnehmenden gebeten, Mund-Nasen-Bedeckungen mit zu bringen um sich und andere bei Bedarf zu schützen.

Information und Anmeldung:

Initiativkreis „Forum für Gemeinschaft und Theologie“
E-Mail: info@frei-und-fromm.de
Internet: www.frei-und-fromm.de

 

Serenade mit dem Canella-Trio in der Emmauskirche Sellerhausen

Zur Serenade mit dem Canella-Trio wird am kommenden Sonntag, dem 27. September 2020, 19.30 Uhr, in die Emmauskriche Sellerhausen, Wurzner Str. 160, eingeladen.

Heiter und vergnüglich präsentiert sich das Konzertprogramm mit Werken aus Barock, Romantik und Klassik. Mit Anekdoten und Geschichten aus der Zeit führen die drei jungen Musikerinnen in die Musik von J. S. Bach, W. A. Mozart, J. Haydn und Telemann ein. Neben klassischen Werken erklingt auch zeitgenössische Musik von Keane Southard, Erwin Schulhoff und Henri Tomasi.

Es musizieren Magdalene Steinberg (Cello), Anna-Katharina Reuter (Querflöte) und Felicitas Ressel (Klarinette). Die reiche Klangvielfalt dieser Besetzung und die Liebe zum musikalischen Detail machen ein Konzert des Canella-Trios zu einem inspirierenden Erlebnis.

Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Das Konzert wird unterstützt durch den Förderverein Denkmal Emmauskirche Leipzig e.V.

Aufgrund der Hygienebestimmungen steht nur eine begrenzte Platzzahl zur Verfügung. Mund-Nasen-Bedeckungen sind mitzubringen.

Pressefoto: Canella-Trio

Kostbarkeiten der Wiener Klassik in der Kirche Panitzsch

Sonaten für Violine und Klavier von Mozart, Beethoven und Schubert erklingen am kommenden Sonntag, dem 27. September 2020, 17 Uhr, in der Kirche Pantizsch. Christian Funke (Violine) und Stefan Altner (Klavier) spielen zum Beethovenjahr ausgewählte Kostbarkeiten der Wiener Klassik. Auf dem Programm stehen: Wolfgang Amadeus Mozart „Sonate G-Dur“, KV 301, Franz Schubert „Sonate (Sonatina) in g-moll” und Ludwig van Beethoven die Sonaten Nr. 8 in G-Dur und Nr. 7 in c-Moll.

Der Kirchenvorstand bittet um eine angemessene Spende zur Finanzierung des Konzertlebens in der Kirche Panitzsch.

Kirche Panitzsch, Foto: Kirchgemeinde

Sonntagskonzert in der Versöhnungskirche Gohlis

Am Sonntag, 27. September 2020, 17 Uhr sind in der Versöhnungskirche Gohlis, Franz-Mehring-Str. 44 / Viertelsweg zum Sonntagskonzert virtuose Flötensonaten von J.S. Bach, Jean-Marie Leclair und anderen zu hören. Gestaltet wird der Nachmittag von Ulrike Wolf auf der Traversflöte und Christian Otto auf dem Cembalo.

Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist die Ev.-Luth. Versöhnungskirchgemeinde Leipzig-Gohlis.

Foto: Pixabay