Die Sache mit den Vorsätzen

Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen? Und hat Ihr Neujahrsvorsatz die erste Januarwoche überstanden?

Vielleicht gehören Sie zu der bewundernswerten Gruppe von Menschen, die sich etwas vornehmen und dann so zielstrebig und strukturiert daran arbeiten, bis sie das erwünschte Ergebnis erlangt haben. Zu diesen Menschen gehöre ich nicht. Bei mir scheitert es entweder am inneren Schweinehund oder am Alltag.

Dennoch scheint es Indikatoren zu geben, die bei der Verwirklichung des persönlichen Jahresvorhabens helfen könnten. Setze ich mir ein Ziel, dann sollte es natürlich mit mir zu tun haben. Ein Thema, das mich existentiell angeht, bei dem mir täglich durch den Blick in den Spiegel aufgezeigt wird, was mich stört, kann ich besser angehen, als etwas, was mein Leben kaum berührt. Es sollte realistisch umsetzbar sein und bedarf überprüfbarer (Teil-)Erfolge. Nicht zuletzt hat der Umgang mit mir selbst einen wesentlichen Einfluss auf das Gelingen des Gesamtvorhabens: kann ich mich selbst wertschätzen, wenn sich etwas nicht schnell genug umsetzen lässt? Dabei meint fehlerfreundlich sein nicht, sich mit einem schlechten Ergebnis zufrieden zu geben, sondern weiter dran zu bleiben. Schließlich habe ich 365 mal neu die Möglichkeit mich für die Umsetzung meines Vorsatzes und damit für mich zu entscheiden.

von Monika Lesch, Katholische Gemeindereferentin

 

Grafik: Pfeffer

Friedensgebet der Ökumenischen Flüchtlingshilfe am 17. Januar

Anlässlich des Welttages der Migranten und Flüchtlinge im Januar lädt die Ökumenische Flüchtlingshilfe am Montag, dem 17. Januar 2022, 17 Uhr, zum Friedensgebet in die Nikolaikirche ein.

„Wir wollen besonders an die Menschen denken, die auf ihrer Flucht im Grenzgebiet zwischen Belarus und Polen bzw. Belarus und Litauen gestrandet sind.  Menschen, die keinen Ausweg sehen, weil sie zwischen den Grenzgebieten buchstäblich „feststecken“.
Aus Angst vor Krieg, vor Terror, vor Verfolgung, vor Hunger oder der schieren Aussichtslosigkeit auf eine Zukunft für sich und ihre Kinder haben sie sich auf den Weg gemacht und ihr Zuhause verlassen. Jetzt braucht es unsere Stimme mit dem Ruf nach Mitmenschlichkeit um ihnen wieder Hoffnung zu geben“, heißt es in der Einladung zum Friedensgebet.

Das Friedensgebet findet statt unter Beachtung der 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Erforderlich ist eine persönliche Registrierung vor Ort, das Tragen einer FFP2-Maske sowie der nötige Abstand zu anderen Personen.

www.oekumenische-fluechtlingshilfe-leipzig.de/

 

Nikolaikirche, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Winter­geschichten per Zoom – Diakonin liest für Kinder

Ab 12. Januar liest Diakonin Claudia Weiß, Mitarbeiterin der Kirchgemeinde im Leipziger Süden, Winter­geschichten für Vorschul- und Schulkinder. Jeweils am Mittwoch­abend, ab 19 Uhr, können es sich Kinder zu Hause gemütlich machen und per Zoom die Geschichten verfolgen.

  • Vorschulkinder: 19 – 19.15 Uhr gibt es neue Mini-Kurz­geschichten von ca. 2 bis 3 Minuten Länge.
  • Schulkinder: ab ca. 19.15 Uhr 20 bis 30 Minuten Lesung einer Fort­setzungs­geschichte.

Der Zugang ist zu finden unter: www.kirche-leipzig-sued.de/nachrichten/geschichten-mit-claudia.html

„Schon immer inspi­rieren und begeistern Geschichten alle Genera­tionen von Jung bis Alt. Beson­ders in der Weihnachts- und Winter­zeit lieben wir sie. Sie erzählen von Hoff­­nung und vermitteln Perspek­­tiven. Geschichten machen die kalte Jahres­zeit erst recht zu einer beson­deren Zeit. So wollen wir auf diese Weise am Beginn des Jahres ver­­bunden bleiben und diese Zeit gemein­­sam ge­stalten“, lädt Claudia Weiß zum Zuhören ein.

Wann?
Mittwoch, den 12. Januar 2022, ab 19 Uhr
Mittwoch, den 19. Januar 2022, ab 19 Uhr
Mittwoch, den 26. Januar 2022, ab 19 Uhr
Mittwoch, den 02. Februar 2022, ab 19 Uhr

 

Foto: Pixabay

„Sabbat. Leben nach Gottes Rhythmus“ – Gebetswoche der Evangelischen Allianz

Vom 10. bis 16. Januar 2022 lädt die Evangelische Allianz Leipzig, ein Zusammenschluss von Christen verschiedener Kirchen und Gemeinschaften, anlässlich der Internationalen Gebetswoche zu täglichen Gebetstreffen ein. Die Woche steht unter dem Motto „Sabbat. Leben nach Gottes Rhythmus“.

Um Anmeldung zu den einzelnen Terminen wird gebeten: https://allianzleipzig.church-events.de

Im Friedensgebet am Montag, 10. Januar, um 17 Uhr in der Nikolaikirche wird die Gebetswoche eröffnet. Die Abschlussveranstaltung findet am Sonntag, dem 16. Januar, 17 Uhr, im Pavillon der Hoffnung, Puschstr. 9 (Alte Messe, Halle 14) statt. Sie wird in Gebärdensprache übersetzt. Für Schulkinder gibt es parallel ein besonderes Programm. Eltern mit Kleinkindern steht ein separater Raum zur Verfügung.

Bei allen Treffen dieser Woche werden Spenden für die Arbeit der Deutschen Evangelischen Allianz und für den nächsten Parkgottesdienst der Evangelischen Allianz in Leipzig erbeten.

Den Veranstaltungsflyer können Sie hier als PDF-Datei herunterladen: 2022_Allianzgebetswoche – 10. bis 16.1.2022

… und wir leben!

„Inschallah!“ ruft mir der junge Mann entgegen, als ich durch die Ladentür trete und ihm ein gutes neues Jahr wünsche. Dabei hebt er die Arme und sein Blick geht kurz nach oben. Gut sieht er aus und schick ist er gekleidet am ersten Arbeitstag 2022. Breit lächelnd hört er sich meine Bitte an und zaubert mit großer Geste das von mir gesuchte Ladegerät unter dem Ladentisch hervor. Selbst meine EC-Karte reicht er mir mit einem eleganten Schwung zurück und winkt zum Abschied.

Meine ersten Schritte draußen sind unsicher. Was ich eben erlebt habe, hat mich unerwartet erwischt. Ich hatte mich eigentlich ganz gut eingerichtet in einer miesepetrigen Jahresanfangsstimmung. Die mir selbst sehr einleuchtete. Auch in den nächsten Wochen und Monaten werden wegen der Omikron-Variante Planungen schwierig bleiben. Wer weiß, wie lange die Schulen noch geöffnet sind. Wie sonst üblich um Neujahr das erste Mal über den Sommerurlaub zu sprechen erscheint undenkbar. Von den schwierigen Arbeitsbedingungen gar nicht zu reden.

Der junge Mann hat mir im Laden mit dem Ruf „Inschallah!“ geantwortet. Es könnte doch gut sein, dass seine entspannte Lebenshaltung auch mit diesen Worten zu tun hat – die mir als Christ ja nicht unbekannt sind. In den Kirchen wird am Neujahrstag ein Bibelvers vorgelesen, der zu einem über Jahrhunderte hierzulande geläufigen Abschiedsgruß wurde: „So Gott will und wir leben!“ Ich werde ihn wieder öfter sagen. Mal sehen, ob sich etwas verändert.

von Lüder Laskowski, evangelischer Pfarrer, Pfarrstelle für „Kirchliche Arbeit in neuen Stadtquartieren“

 

Foto: Lehmann

 

Jetzt bewerben: Leipziger Ökumenepreis 2022

Der Ökumenpreis Leipzig wird jährlich vom Stadtökumenkreis Leipzig vergeben. Bewerben können sich Initiativen, Vereine und Kirchgemeinden, die rund um Leipzig tätig sind, die als gemeinnützig anerkannt sind, und den ökumenischen Gedanken umsetzen.

Dabei kann es sich um ein einzelnes Projekt handeln oder um Dauerprojekte, die mindestens ein Jahr laufen. Der Leipziger Ökumenepreis kann nicht an Einzelpersonen vergeben werden. Sollte der Bewerber zu einem überregionalen Verband gehören, so muss gewährleistet sein, dass der Betrag ausschließlich für die vor Ort durchgeführte Arbeit verwandt wird. Vorschläge können aus den unterschiedlichen Initiativen und Gemeinden oder von Einzelpersonen kommen.

Bewerbungen sind bis zum 31. März 2022 einzureichen. Der Bewerbungsbogen kann www.kirche-leipzig.de/oekumenepreis-leipzig/ heruntergeladen werden.

Alle eingegangenen Bewerbungen werden einer unabhängigen, ökumenisch besetzten ehrenamtlichen Jury zur Beratung vorgelegt. Nach der Entscheidung wird der Preisträger informiert. Alle anderen Vorschläge können im folgenden Jahr neu eingereicht werden.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Verleihung des Leipziger Ökumenepreises 2022 erfolgt voraussichtlich im Rahmen des ökumenischen Stadtfestgottesdienstes am Pfingstmontag, den 6. Juni 2022, auf dem Leipziger Markt am Alten Rathaus.

Bewerbungen zum Ökumenepreis bitte bis 31.03.2022 per Post oder E-Mail an:
Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig/Öffentlichkeitsarbeit | Burgstr. 1-5 | 04109 Leipzig
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit.leipzig@evlks.de | Rückfragen: Tel. 0341 212009570

 

Panorama Leipzig, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Online-Werkstätten zum Weltgebetstag 2022

„Zukunftsplan: Hoffnung“ heißt das Motto des Weltgebetstages der Frauen. Die Liturgie für den Weltgebetstag wurde von Christinnen verschiedener
Konfessionen aus England, Wales, Nordirland erarbeitet und wird weltweit am 4. März 2022 gefeiert.

In Vorbereitung auf diesen Tag bietet die Frauenarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens vier Online-Werkstätten im Januar 2022 an.

Weitere Information finden Sie im Flyer, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können: Januar 2022_Werkstätten Weltgebetstag_online_Flyer

Ausschnitt Motiv: Weltgebetstag der Frauen 2022

NEU: In Leipziger Kirchen – Januar/Februar 2022

Der neue Veranstaltungskalender „In Leipziger Kirchen“ für die Monate Januar und Februar 2022 ist da!
Der Veranstaltungskalender kann unter www.kirche-leipzig.de/in-leipziger-kirchen/ als PDF-Datei heruntergeladen. Gern kann das Heft auch per Post versandt werden, wenden Sie sich dafür bitte an oeffentlichkeitsarbeit.leipzig@evlks.de. Darüber hinaus ist er in Leipziger Kirchen, in der Touristinformation, MDR-Ticketgalerie, dem Neuen Rathaus und an weiteren öffentlich zugänglichen Orten zu finden.
Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Andachtshotline und Digitale Gebetsplattform

Auf beten.digital (https://beten.digital) gibt es die erste digitale Gebetspinnwand. Dort können Menschen Ihre Gebete und Gebetswünsche veröffentlichen, Mitbetende suchen und selbst auch zeigen, wenn ein Anliegen mit ihrem Gebet unterstützen. „Gerade jetzt, wo viele Menschen mit großen Ängsten, Sorgen und Nöten zu Hause sitzen und sich nicht versammeln können ist es wichtig, dass wir dennoch Wege finden, füreinander da zu sein.“, so Pfarrer Sebastian Keller. „Füreinander zu beten ist ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung. Wir wollen als Kirche füreinander und für andere da sein. Deshalb laden wir bewusst auch Menschen auf unsere Seite ein, die mit dem Beten bisher wenig Erfahrung haben. Sie können auch einfach ihre Gebetsanliegen schreiben und andere bitten für sie zu beten.“

„Beten stärkt, Beten verbindet, Beten wirkt.“ heißt es auf der Plattform. „Das Wissen, dass wir mit unseren Nöten nicht allein sind, dass Gott zuhört und auch andere für uns beten kann uns viel Kraft geben! Wir können andere Menschen stärken indem wir für sie beten!“

Unter der Hotline 0341/ 999 999 0 (in Worten: Sechs Mal die Neun und die Null) gibt es jede Woche eine Andacht zu hören. „Wir wollen damit vor allem ältere Menschen erreichen, die keinen Internetanschluss haben“, so Pfarrer Sebastian Keller. „Ich habe bereits Senioren und Seniorinnen angerufen und über das Angebot informiert und kann nach ersten Rückmeldungen schon jetzt berichten, dass die Idee gut ankommt.“

Ev.-Luth. Erlöserkirchgemeinde Leipzig-Thonberg
Pfarrer Sebastian Keller

 

Foto: Kirchgemeinde

Telefonseelsorge in Deutschland – Wenn Sie sich etwas von der Seele reden wollen.

Telefon: 0800 1110 111 oder 0800 1110 222

E-Mail- und Chatberatung: www.telefonseelsorge.de

Die Telefonseelsorge ist ein Netzwerk von 104 Stellen in Deutschland. In diesen Stellen arbeiten fast 300 festangestellte Mitarbeitende und über 7.700 ausgebildete Ehrenamtliche mit ganz unterschiedlichen Lebens- und Berufskompetenzen.

Anonym und verschwiegen

Jeder Anruf, jede E-Mail oder Chat bleiben anonym. Namen müssen nicht genannt werden und die Rufnummer erscheint nicht im Display. Sorgen und Probleme werden diskret und vertraulich behandelt. Alle Mitarbeitenden der Telefonseelsorge unterliegen der Schweigepflicht.

Kompetent und kostenfrei

Die ehrenamtlich Mitarbeitenden der Telefonseelsorge werden sorgfältig ausgewählt, mindestens 120 Stunden ausgebildet und durch regelmäßige Supervision begleitet. Auch im Spätsommer 2021 werden wieder in vielen Dienststellen Ausbildungsgruppen beginnen. Telefonseelsorge stellt so sicher, dass die 24/7-Erreichbarkeit der deutschlandweit bekanntesten Krisen-Notrufnummer gewährleistet bleibt.

Die anfallenden Gesprächsgebühren aus dem Festnetz übernimmt die Deutsche Telekom AG. Bei Handyanrufen können, abhängig vom Vertrag oder ob man sich im Ausland aufhält, Gebühren anfallen.

Rund um die Uhr erreichbar

Die Telefonseelsorge ist Tag und Nacht erreichbar, auch an Wochenenden und Feiertagen. Das Angebot gilt für alle, egal ob alt oder jung, ob Berufstätiger, Hausfrau, Auszubildende oder Rentner, ob evangelisch, katholisch, Angehörige einer anderen Glaubensgemeinschaft oder ohne Kirchenzugehörigkeit.

Die Telefonseelsorge ist für alle Problembereiche und für alle Anrufenden in ihrer jeweiligen Situation da. Wenn Gespräche allerdings missbräuchlich, rassistisch, diskriminierend oder gewaltverherrlichend sind, wird das Gespräch abgebrochen.

Quelle: www.telefonseelsorge.de

 

Foto: Pixabay