Ich sehe was

Er stand mit verschränkten Armen bei der Trauerfeier. Sehr weit hinten. Wirkte distanziert. ‘War wohl nicht sein Lieblingskollege, der da gestorben ist. Aber das so demonstrativ zu zeigen? Soll ich nachfragen? Aber ist ja offensichtlich!’

So oder so ähnliche Gedanken können kommen, wenn wir andere Leute beobachten. Wir sehen ihr Äußeres, nehmen ihr Verhalten wahr und ordnen ein. Das ist normal. Macht ja auch Spaß – mir jedenfalls. ‘Schau mal, diese knallroten Fingernägel. Und das in ihrem Alter.’ ‘Oh, wie der tanzt. Sieht ein bisschen ulkig aus, aber er scheint Riesenspaß zu haben.’ Wie schön. Wir Menschen sind so herrlich verschieden.

Und immer wieder wird mir bewusst: Ich seh’ trotzdem nur das, was vor Augen ist. In der Bibel heißt es dazu: “Ein Mensch sieht, was vor Augen ist. Gott aber sieht das Herz an.” Mich macht dieser Satz nachdenklich. Wie schnell kann ich hineinrutschen und jemanden bewerten nach seinem Aussehen, seinen Verhaltensweisen? Und wie wenig weiß ich doch, wie es gerade in seinem Leben aussieht.

Der Mann bei der Trauerfeier war, als er nach dem Urlaub auf Arbeit kam, von dem Hinweis überrascht worden, dass sein Kollege gestorben und gleich die betriebsinterne Trauerfeier sei. Er trug an diesem Tag ein T-Shirt mit einem wirklich witzigen Spruch – der aber eben fürchterlich unpassend war. Und so musste er diesen Spruch verstecken, hinter verschränkten Armen. Wir sehen eben nur, was vor Augen ist.

von Grit Markert, Pfarrerin im evangelisch-lutherischen Alesius-Kirchspiel im Leipziger Osten und Coach

Foto: epd_bild

Lernen in den Ferien – ja klar!

Wie eine Landkarte funktioniert, das habe ich mit ungefähr sieben Jahren am Beispiel unserer Sommerferien-Insel gelernt. Die hatte klare Konturen, eine überschaubare Anzahl von Orten – und so war es ganz leicht, ein Stück Geografie zu verstehen.

Ich bin dankbar, dass meine Eltern uns in den Ferien nie mit Mathe-Übungen oder so was gekommen sind – aber gelernt habe ich viel:

Wie es anderswo aussieht,

wie andere Sprachen klingen,

wie Krabben, Tintenfische und andere Spezialitäten schmecken,

wie eine Windmühle oder eine Fischräucherei funktioniert,

wie sich achtzig Fahrrad-Kilometer an einem Tag anfühlen …

… und ich lerne immer noch dazu.

Manche setzen sich in den Ferien vielleicht ein Lernziel: In soundso vielen Tagen sicher auf dem Surfbrett stehen oder so was – aber manches lernt sich fast von allein:

vom Ferienlager-Team oder in der Familie, aus Urlaubsschmökern und Reiseführern, in Museen, Kirchen – oder einfach: voneinander.

Das können neue Sportarten sein, Wissen über Natur und Kultur, Himmel und Wetter, Erfahrungen als Team unterwegs – und auch: Ideen, wenn was anders kommt als geplant.

Also klar: in den Ferien ist genau die richtige Zeit zum Lernen, Entdecken, Erkunden – ohne Leistungskontrolle und Noten! Viel Spaß dabei!

von Friederike Ursprung, evangelische Kirchenredakteurin bei Radio PSR

 

Foto: Lotz (gemeindebrief.evangelisch.de)

„Danke! Und wie geht’s selbst?“

Wolfgang Menz über seine Erlebnisse mit einem offenen Wort.

Sie plant und leitet unsere Sitzungen. Sachlich. Es läuft ab wie geschmiert. Diesmal aber sagte sie: „Ich habe auch ganz private Herausforderungen: Als Mutter eines Abiturienten. Als Tochter eines kranken Vaters.“ Daran erinnere ich mich jetzt besser, als an die anschließende Tagesordnung. Mir wurde – außerhalb des Protokolls – private Nähe geschenkt. Das tat mir gut. Das verbindet uns.

Wie erleben Sie sich eigentlich in solchen Momenten? Mögen Sie von sich persönlich sprechen?

Ich selber bin eher zurückhaltend – oder sollte ich besser ängstlich sagen? Ich halte verborgen, was mich wirklich bewegt. Wahrscheinlich mag ich es nicht, angreifbar zu sein.

Stattdessen will ich krisenfest auftreten. Man soll sich auf mich verlassen können. Längst habe ich kapiert, dass sich dahinter Vorstellungen von einem `richtigen Mann´ verbergen. Klar, das ist nicht mehr aktuell. Theoretisch. Aber ich bleibe lieber abgesichert.

Obwohl … obwohl ich als Christ ausreichend Zuspruch erhalte: Bei jeder Taufe erlebe ich, dass Gott offensichtlich mit Kleinen ganz gut zurechtkommt. Die können noch gar nichts, haben noch nichts geleistet. Aber sie sind ganz und gar von ihm akzeptiert.

Wahrscheinlich liegt´s an meinem Glauben: Ich (aber-)glaube, dass ich die Sache selber schaukeln müsste. Zeigen, dass alles wie geschmiert abläuft. Oder wie sehen Sie das?

Schreiben Sie mir gern: wolfgangs.glaube@gmail.com

von Wolfgang Menz, Sozialpädagoge, der sonntags in die Kirche geht

 

Foto: Schwerdtle (gemeindebrief.evangelisch.de)

Sommerangebote Leipziger Kirchgemeinden – Freizeiten für Kinder und Jugendliche und Musikalisches

Gemeindepädagogen und Gemeindepädagoginnen im Leipziger Kirchenbezirk haben verschiedene spannende und abwechslungsreiche Ferienprogramme vorbereitet und laden Kinder von 6 bis 12 Jahren ein zu Gemeinschaft und interessanten Erlebnissen. Angebote unter https://kirchemitkindern-leipzig.de/:

18.-22. Juli „Holiday in St. Moritz“ im Diakonat Taucha, Rudolf-Winckelmann-Str. 3
Anmeldung: https://st-moritz-taucha.de/ferienspiele2022

18.-21. Juli Kinderkirchentage der Kirchgemeinde Podelwitz-Wiederitzsch
in Kirche und Pfarrgarten Wiederitzsch, Bahnhofstr. 10
Anmeldung im Pfarramt: Tel.: 0341 5217004

18.-22. Juli „Ferienspaß in Schönefeld“ – Matthäuskirchgemeinde Leipzig-Nordost lädt ein
Anmeldung: Tel. 0341 6014081 oder per Mail: cornelia.gramm@kirche-leipzig-nordost.de

24.– 29. Juli Naturentdeckertage in der Villa Jühling in Halle/Döhlau
Veranstalter: Arbeitsstelle Kinder-Jugend-Bildung gemeinsam mit Kirche für Kinder
für Rückfragen: jeanette.rueger@evlks.de

23.-26. August  „Rut – Mit Gott neu beginnen“ – Kinderbibeltage mit Mini-Musical
Veranstalter: Kirchgemeinden St. Nikolai und St. Thomas
Anmeldung in den Pfarrämtern oder per Mail: n.ziera@web.de oder christiane.heinrich@nikolaikirche.de

 

Für Jugendliche hat das Jugendpfarramt folgende Angebote vorbereitet: Nähere Infos unter: https://jugendpfarramt-leipzig.de – Freizeiten

17.-23. Juli       „Gezeiten“ – Teencamp in Großhansdorf bei Hamburg (für 13 bis 16-Jährige)

23.-31. Juli       Fahrt nach Taizé (für junge Erwachsene von 15 bis 29 Jahre)

 

Regelmäßige musikalische Angebote

Eine lange Tradition haben die Leutzscher Sommerkonzerte. Vom 10. Juli bis zum 21. August wird jeden Sonntag, 18 Uhr, in die St. Laurentiuskirche Leutzsch, William-Zipperer-Str. 149, eingeladen. Gestaltet von verschiedenen Ensembles und Solisten erklingt feine Kammer- oder Chormusik. Der Eintritt ist frei. Die Kollekte am Ausgang kommt den Musikerinnen und Musikern zugute. Zum Ausklang sind die Besucher auf ein Glas Wein oder Saft und Gebäck bei Gesprächen am Brunnen eingeladen.

Bereits seit Mai lädt die Kirchgemeinde Großstädteln-Großdeuben regelmäßig zu Konzerten in eine ihrer beiden Kirchen ein. Jeweils sonnabends 15 Uhr bieten Kantor Kai Nestler an der Orgel und verschiedene Ensembles und Markkleeberger Musiker und Musikerinnen musikalische Programme von Klassik bis Folklore oder Jazz, mit Gesang oder instrumental. Bis September (am 6.8. kein Konzert) sind zum Beispiel das Klaviertrio „Julica“, Schüler der Gesangsklasse von Carolin Creutz-Moritz, der Gospelchor „Lovely Voice“, das Duo Unarum Fidium oder das Trio „Die Meierei“ zu erleben. (Infos unter: www.martin-luther-kirchgemeinde.de)

Der Eintritt ist frei. Die Gemeinde bittet um Spenden zur Unterstützung der Veranstaltungsreihe

Noch bis zum 26. Juli musizieren junge Organistinnen und Organisten in der Thomaskirche dienstags 12 Uhr. Die halbstündige Orgelmusik wird durch Moderation begleitet.

Jeweils mittwochs 12 Uhr wird zur „Orgelmusik um 12“ in die Michaeliskirche am Nordplatz eingeladen. Studierende der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und Kantor Veit-Stephan Budig musizieren an der historischen Sauer-Orgel von 1904.
„Orgel-Punkt-Zwölf“ heißt es donnerstags 12 Uhr in der Peterskirche, Gaudigplatz.

Der Eintritt zu diesen kurzen Orgelmusiken ist jeweils kostenlos.

Zu Konzerten am Bachdenkmal lädt die Thomasgemeinde bis zum 29. August immer montags 19 Uhr ein.
Das Bach-Orgel-Festival in der Thomaskirche beginnt am 16. Juli, 15 Uhr, und lädt bis zum 17. August jeweils sonnabends 15 Uhr in die Kirche ein. Eintrittskarten sind im Thomasshop und an der Tageskasse erhältlich.

Zu Musik und Besinnung heißt es mittwochs 17 Uhr in der Nikolaikirche. Der „OrgelHerbst“ beginnt am 30. Juli. Bis zum 29. Oktober musizieren jeden Sonnabend 17 Uhr ausgewählte Orgelkünstler an der Ladgast-Eule-Orgel der Nikolaikirche. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 7 Euro.

 

Foto: Lehmann (gemeindebrief.evangelisch.de)

Perspektivwechsel

Kennen Sie das? Schon fast vorhersehbar kommt der Bus zu spät, wenn Sie es gerade wirklich eilig haben um pünktlich bei einem wichtigen Meeting zu sein. Genau der eine Termin fällt aus, für den Sie extra ein Auto gemietet und einen Babysitter organisiert haben. Das Fahrrad inklusive Anhänger werden allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz aus dem Innenhof gestohlen.

Solche oder ähnliche Erfahrungen bringen mich manchmal der Verzweiflung ein Stück näher und zugegeben: es gelingt mir nicht immer, mich nicht davon runter ziehen zu lassen.

Aber versuchen wir es mal anders: Gegen den verspäteten Bus hilft tatsächlich nur eine ausgefeilte Kenntnis der Abfahrtspläne oder ein günstig geparkter Cityflitzer. Aus dem ausgefallenen Termin wird ein längst überfälliger, entspannter Nachmittag mit den Kindern und lieben Freunden, die sich fürs Babysitten bereitgehalten hatten. Und letztlich können wir dankbar dafür sein, dass Fahrrad und Anhänger durch Diebstahl abhandengekommen sind und nicht durch einen Unfall.

Der Evangelist Matthäus formuliert es in der Bergpredigt treffend: „Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Spanne verlängern?“ (Matthäus, Kapitel 6, Vers 27)

Ich kann es nicht. Und deshalb versuche ich es mit einer neuen Perspektive.

von Monika Lesch, katholische Gemeindereferentin

 

Foto: Pixabay

Offene Kirchen in Leipzig und Umgebung

Neben den Kirchen im Zentrum Leipzigs, Thomas-, Nikolai-, Peters- und Propsteikirche St. Trinitatis, die täglich für Besucher geöffnet sind, laden ab Mai auch in den Leipziger Stadtteilen und über die Stadtgrenzen hinaus offene Kirchen zum Verweilen, Entdecken oder zum Besuch einer Ausstellung ein. Im Folgenden eine Übersicht:

Evangelisch Reformierte Kirche, Tröndlinring 7

  • montags bis samstags 14.00 – 17.00 Uhr (10. Mai bis September)
    Bitte telefonisch im Pfarramt nachfragen: Tel.: 0341 9800512

Michaeliskirche, Nordplatz

  • täglich 15.00 – 18.00 Uhr (Mai bis September)
  • Ausstellung:    „Gegen den Strom“ – Ausstellung zu Rose Ausländer, Hans Namuth und Hugo Sonnenschein

Nikolaikirche, Nikolaikirchhof

  • täglich 12.00 – 18.00 Uhr (Aufgrund von Veranstaltungen kann die Besichtigungszeit eingeschränkt sein)
  • montags 17.00 Uhr Friedensgebet
  • mittwochs 17.00 Uhr Musik und Besinnung
  • freitags 16.30 Uhr Orgelführung (30 min, 5 Euro)
  • dienstags, donnerstags, freitags 18.00 Uhr Kirchenführung (ab Juli 2022 17.00 Uhr)

Peterskirche, Gaudigplatz

  • montags – freitags 9.00 – 16.00 Uhr
  • donnerstags  12.00 Uhr Orgel-Punkt-Zwölf
  • sonntags 12.00 Uhr – ca. 14.00 Uhr (vor und nach dem Gottesdienst)

Propsteikirche St. Trinitatis, Nonnenmühlgasse 2

  • täglich 9.00 – 18.00 Uhr

Thomaskirche, Thomaskirchhof

  • täglich 10.00 – 18.00 Uhr
  • freitags 18.00 Uhr Motette
  • sonnabends 15.00 Uhr  Motette

Bethanienkirche Schleußig, Stieglitzstr. 42

  • montags und mittwochs 14.00 – 18.00 Uhr
  • freitags 9.00 – 12.00 Uhr

Friedenskirche Gohlis, Kirchplatz

  • täglich 15.00-18.00 Uhr (18.7. bis 26.8.)

Gethsemanekirche Lößnig, Raschwitzer Str. 10 (1.5. bis 3.10.)

  • täglich 16.00 – 18.00 Uhr und nach Gottesdiensten
  • Ausstellung (1.5. bis 30.9.): Gemälde und Grafiken von Dagmar Irene Noack

Gnadenkirche Wahren, Opferweg

  • sonnabends 14.00 – 16.00 Uhr (1.5. bis 2.10.)
  • Ausstellung: 10 Jahre Neues Wahrener Geläut

Marienkirche Stötteritz, Lochmannstr. 1

  • dienstags 16.00 – 17.30 Uhr

Nathanaelkirche Lindenau, Rietschel-/Roßmarktstraße

  • dienstags 9.30 – 11.00 Uhr
  • mittwochs 16.00 – 18.00 Uhr

Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Selneckerstr. 5 (1.5. bis 3.10)

  • mittwochs bis sonntags 16.00 – 18.00 Uhr

Pauluskirche Grünau, Alte Salzstr. 185

  • montags 9.00 – 12.00 Uhr
  • mittwochs 15.00 – 18.00 Uhr
  • Ausstellung (8. April bis 10. Oktober 2022): „Zwischen Himmel und Erde“ – Tryptichon Weltenwandel und Landschaftsbilder von Diplom-Bildhauerin Kerstin Becker

Philippus Lindenau, Aurelienstr. 54 (12.6.-11.9.)

  • sonntags 15.30 – 17.00 Uhr

St. Bonifatiuskirche Connewitz, Biedermannstr. 86

  • samstags 17.00 – 18.00 Uhr
  • sonntags 15.00 – 17.00 Uhr

St. Martinskirche Plaußig, Grundstr. 17

  • sonntags 14.00 – 16.00 Uhr
  • Ausstellung: „Wo die Ostseewellen rauschen“ – Bilder von Bernd Hoffmann

Versöhnungskirche Gohlis, Franz-Mehring-Str. 44 / Viertelsweg

  • sonntags 14.00 – 16.00 Uhr (17.4. bis 2.10.)

Fahrradkirche Markkleeberg-Zöbigker (Ostermontag bis 31.10.)

  • täglich 10.00 – 18.00 Uhr

Katharinenkirche Großdeuben, Kirchstr. 14a (Mai bis September)

  • 1. und 3. Sonnabend im Monat 15.00 – 17.00 Uhr

Kirche Großstädteln, Altendorffplatz (Mai bis September)

  • dienstags 16.00 – 17.00 Uhr
  • sonnabends 15.00 – 17.00 Uhr

Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West, Pfarrgasse 27

  • sonnabends/sonntags 16.00 – 18.00 Uhr (14.5. bis 2.10.)
  • Ausstellung: „Die Morgenröte“ – Bilder von Jens Scholz

 

Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Zwischen Ideal und Wirklichkeit

So haben sich Robert Habeck oder Annalena Baerbock das wohl nicht vorgestellt, als sie Wirtschaftsminister und Außenministerin wurden. Modern wollten sie regieren, mit Fokus auf Klimaschutz und Frieden. Jetzt, ein halbes Jahr später? Bestimmt der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine ihre Arbeit. Geht’s um Verteidigung, Waffen, Sanktionen und länger laufende Kohlekraftwerke.

Da könnte man spitzzüngig fragen: wo ist er denn, Euer Frieden? Euer Klimaschutz? Besonders die Grünen müssen gerade ständig die eigenen Ideale über Bord werfen. Mehr noch: mit manchem, was sie aktuell beschließen, beschädigen sie sogar das, was sie eigentlich als notwendig und richtig erachten. Ein echtes Dilemma!

Politiker müssen auf die aktuelle Weltlage reagieren. Manchmal steht deshalb das Wohl aller über den eigenen Glaubenssätzen und Prinzipien. Das klingt leichter, als es wohl ist. Ich wünsche mir von Regierenden das, was ich mir auch von meinen Mitmenschen im Alltag erhoffe: dass sie bei Problemen mit mir nach Lösungen suchen, statt untätig auf unverrückbaren Standpunkten zu beharren.

Wirklich funktionieren kann eine Gesellschaft aber nur, wenn ich auch selbst bereit bin, so zu denken und zu handeln – und das nicht von “denen da oben” einfordere.

Daniel Heinze, kath. Kirchenredakteur Radio PSR

 

Foto: Lutz Neumeier (fundus-media)