Andacht zum 625. Kirchweihjubiläum in der St. Laurentiuskirche Leutzsch

Mit einer Laurentiusandacht gedenkt die Leutzscher Kirchgemeinde am Mittwoch, dem 10. August 2022, 18 Uhr, ihrer Kirchweihe vor 625 Jahren. Dieser Tag ist für die Kirche in der William-Zipperer-Str. 149, urkundlich belegt: Am 10. August 1397 wurde die ehedem als „Tochter“ von Gundorf bestehende Marienkapelle als selbständige Pfarrkirche geweiht. Da der 10. August der Tag des Heiligen Laurentius ist, wurde die Leutzscher Kirche zur St. Laurentiuskirche.

Jedes Jahr am 10. August versammelt sich die Gemeinde im kleinen Kreis (viele sind in den Ferien verreist) und erinnert an ihren Namensgeber. Auf dem linken Flügel des spätgotischen Altars der Leutzscher Kirche ist der Heilige Laurentius abgebildet, erkennbar am Gitterrost.

Die Legende erzählt, dass der römische Kaiser und sein Finanzminister vom Diakon Laurentius die Herausgabe der vermeintlichen Schätze der Kirche verlangten. Nach drei Tagen kam Laurentius mit einer Schar von Armen, Bettlern und Kranken und rief: „Seht her, das sind die Schätze der Kirche!“ Daraufhin soll Laurentius gefoltert und qualvoll auf einem heißen eisernen Gitterrost hingerichtet worden sein.

www.kirchgemeinde-leutzsch.de

 

St. Laurentiuskirche Leutzsch, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Die Vereinigung der Evangelischen Kirchen Ost und West – Christoph Kähler im Gespräch mit Gudrun Lindner

Zur nächsten Veranstaltung der Reihe „ThomasForum – begegnen, bilden, glauben“ lädt die Kirchgemeinde St. Thomas am Mittwoch, dem 10. August 2022, 10 Uhr, in das Matthäi-Haus, Dittrichring 12, ein. In einem Gespräch wird sich Christoph Kähler mit Gudrun Lindner, der ehemaligen Präsidentin der Sächsischen Landessynode, austauschen über: „Die Wiedervereinigung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) – wie habe ich sie erlebt?“

Christoph Kähler, ehemaliger Synodaler der Sächsischen Landessynode, befragt Gudrun Lindner nach den Veränderungen, die durch die Vereinigung der Evangelischen Kirchen Ost und West eintraten: Religionsunterricht in der Schule, Militärseelsorge und staatlich eingenommene Kirchensteuer führten zu heftigen Debatten und schwerwiegenden Entscheidungen. Wie diese Probleme nach 1990 gelöst wurden, aber auch bis heute Fragen aufgeben, wird Thema dieses Forums sein.

 

Foto: epd_Bild

Musikalische Reise durch Europa mit Capella Dulcis in der Friedenskirche Gohlis

Am Freitag, dem 12. August 2022, 19 Uhr, ist das Ensemble „Capella Dulcis“ in der Friedenskirche Gohlis, Kirchplatz, zu erleben.

Die fünf jungen Musikerinnen und Musiker des Ensembles widmen sich in ihrem Schaffen historischen Holzblasinstrumenten und deren vielfältigen Klängen und Charakteren. Mit dem Konzertprogramm unter dem Titel „Gentlemen’s Tour“ nimmt das Ensemble sein Publikum mit auf eine Rundreise durch das Europa zwischen 1500 und 1750. An der Seite von Heinrich Schütz, aber auch in Gesellschaft illustrer Gestalten wie Julie d’Aubigny, wird Europa bereist und die Musik der jeweiligen Epoche und Region erklingt.

In der Musik spiegelt sich die stilistische Vielfalt der Zeit und so wird es zum Klang von Dulcianen, Blockflöte, Barockoboe und Barockfagotten ganz gewiss nicht langweilig.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen.

 

Friedenskirche Gohlis, Foto: Kirchgemeinde

Folklore, Jazz und Bach in der Kirche Großstädteln

Folklore, Jazz und Bach erklingt am Sonnabend, 13. August 2022, im nächsten Sommerkonzert der Kirchgemeinde Großstädteln-Großdeuben. Das Konzert in der Kirche Großstädteln, Altendorffplatz, beginnt 15 Uhr. Zu Gast ist das Trio „Die Meierei“ mit Thomas Prokein (Geige), Georg Spieß (Gitarre) und Jakob Petzl (Kontrabass). „Amerikanische Folkmusik trifft auf Kunstmusik, einfache Schönheit auf virtuose Komplexität“ heißt es in der Einladung. Der Eintritt ist frei.

Noch bis zum 4. September wird regelmäßig sonnabends 15 Uhr in eine der beiden Kirchen der Gemeinde zum Konzert eingeladen.

Flyer_Musiksommer Großstädteln-Großdeuben 2022

Weitere Informationen:

Pfarramt: Tel. 034299/75459; Mail: simone.grosche@evlks.de

Kantor Frank Zimpel: f.zimpel@martin-luther-kirchgemeinde.de

 

Foto: Pixabay

Hauptsache gesund?

Auf einer Geburtstagsfeier zum 65. reihe ich mich als Pastor bei den Gratulierenden ein. Alle sprechen gute Wünsche aus. Alles Gute! Gottes Segen! Hauptsache gesund! – Ich werde hellhörig. Hauptsache gesund?

Für einen kurzen Augenblick bin ich innerlich abwesend. Ich denke zurück an einen Besuch am Krankenbett. Die Krankheit hatte ihn schwer mitgenommen. Und trotzdem strahlte mein Gegenüber eine tiefe Ruhe aus. Ganz anders, als erwartet. Nachdenklich ging ich damals nach Hause.

Ein fröhliches Herz macht den Körper gesund; aber ein trauriges Gemüt macht kraftlos und krank. So steht es in der Bibel im Buch der Sprichwörter. Hauptsache gesund? Ich meine, es gibt Hauptsachen, die wichtiger sind, als rundum gesund zu sein.

Welches also ist die beste Hauptsache, die man einem Menschen wünschen kann? Zwei Dinge fallen mir ein:

Ich wünsche Dir Zufriedenheit – Dankbar sein für das, was mir geschenkt ist. Sagen können: so wie es ist, ist es gut. Nicht mehr brauchen, als ich habe.

Ich wünsche Dir Frieden – Heile Beziehung zu mir selbst, zum Nächsten und zu Gott. In Balance leben können mitten im Alltag. Inneren Frieden, wenn es still wird um mich.

Was meinen Sie? Was ist für Sie die Hauptsache? Welcher ist ihr persönlicher Glückwunsch für ihren Nächsten?

von André Krause, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Leipzig, dem Leben auf der Spur

Foto: Martin Vorländer (fundus-media)

Orgelherbst in der Nikolaikirche bis 29. Oktober 2022

Der Bremer Domorganist Stephan Leuthold gestaltet das nächste Orgelkonzert am Sonnabend, dem 6. August, 17 Uhr, in der Nikolaikirche. Auf dem Programm stehen folgende Werke:

Claude Debussy: Suite Bergamasque
Felix Mendelssohn Bartholdy: Präludium und Fuge e-Moll
Johann Sebastian Bach: Partita über „Sei gegrüßet, Jesu gütig“, BWV 768

Bis zum 29. Oktober wird jeden Samstag, 17 Uhr, zu einem Konzert im Rahmen der Veranstaltungsreihe OrgelHerbst eingeladen. Unter dem Festival-Motto „Farbenreich“ sind neben dem Nikolaikantor Gastorganisten aus ganz Deutschland zu erleben. Mit einem abwechslungsreichen Programm werden sie die besonderen dynamischen Möglichkeiten der Ladegast-Eule-Orgel vorstellen. Das mit über 103 Klangfarben ausgestattete Instrument ist die größte Orgel Sachsens – und einzigartig in ihren Klangfarben.

Der Eintritt zu den Konzerten kostet jeweils 12 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es am Büchertisch in der Nikolaikirche und an der Tageskasse.

Nikolai – Orgelherbst Farbenreich Flyer

 

Foto: Pixabay

Leutzscher Sommerkonzerte – bis 21. August 2022

Bis zum 21. August 2022 wird jeweils sonntags 18 Uhr zum Sommerkonzert in die St. Laurentiuskirche Leutzsch, William-Zipperer-Str. 149, eingeladen.

Die Konzertreihe hat bereits eine lange Tradition. Gestaltet von verschiedenen Ensembles und Solisten erklingt feine Kammer- oder Chormusik. Der Eintritt ist frei. Die Kollekte am Ausgang kommt den Musikerinnen und Musikern zugute.

Zum Ausklang sind die Besucher auf ein Glas Wein oder Saft und Gebäck bei Gesprächen am Brunnen eingeladen.

Die Konzerttermine im August:

7. August, 18 Uhr
Ludwig Franckmar, Berlin – Barockcello
Suite A-Dur von Marais, Fantasien von Telemann, Cellosuite Nr. 5 von Bach

14. August, 18 Uhr
Fünf Jahre Ensemble „voicemade“ Leipzig – a-cappella-Jubiläumskonzert

21. August, 18 Uhr
„Das große Tor von Kiew“ – Orgelimprovisationen
Joachim Thoms, Berlin – Orgel

Die St. Laurentiuskirche Leutzsch hat sich durch die Jahrhunderte hindurch den Charakter einer stattlichen Dorfkirche inmitten eines ehemaligen Friedhofes erhalten. In die Außenmauern der Kirche sind einige Grabmale aus dem 18. Jahrhundert eingelassen und geben Zeugnis von der Geschichte. In der Kirche können Besucher einen wertvollen spätgotischen Flügelaltar betrachten. Im Schrein sind dort die Heiligen Rochus, Sebastian und Antonius, auf den Flügeln Wolfgang und Laurentius sowie Maria und Elisabeth zu sehen.

Die Jehmlichorgel der Kirche, 1900 eingeweiht, ist klanglich ideal auf den kleinen Kirchenraum abgestimmt. In den Jahren 2000-2002 wurde sie generalüberholt. www.kirchgemeinde-leutzsch.de

 

Foto: Pixabay

„Gegen den Strom“ – Ausstellung in der Michaeliskirche

Unter dem Motto „Gegen den Strom“ ist in der Michaeliskirche am Nordplatz eine Ausstellung über Rose Ausländer, Hans Namuth und Hugo Sonnenschein zu sehen. Die Ausstellung der Friedensbibliothek des Antikriegsmuseums der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg berichtet von Achtsamkeit und Achtung vor der Haltung von Menschen. Eine von ihnen ist die jüdische Dichterin Rose Ausländer aus Czernowitz in der Ukraine, die trotz schweren Leids und seelischer Verletzungen wunderschöne Gedichte schuf.
Hans Namuth floh vor den Nazis nach Frankreich und wurde Fotograf. Später lebte er in den USA. In der Ausstellung werden seine Fotos von Nachkommen der Maya gezeigt.
Hugo Sonnenschein, der Dichter, Anarchist, Kommunist und Widerstandskämpfer wurde als Jude nach Auschwitz deportiert. Seine Frau wurde dort ermordet. Er überlebte Auschwitz und starb 1953 in einem tschechoslowakischen Zuchthaus, wo er unter falschen Anschuldigungen (wieder) eingesperrt war.

Bis Ende September ist die Ausstellung täglich von 15 bis 18 Uhr in der Michaeliskirche zu sehen.

 

Michaeliskirche Leipzig, Foto: Kirchgemeinde

Ausstellung: „Zehn Jahre neues Wahrener Geläut“

Dem Geläut der Gnadenkirche Wahren ist die diesjährige Ausstellung des Fördervereins Gemeindeaufbau der Gnadenkirche gewidmet. Mit dieser Ausstellung soll das mehrere Jahre andauernde Bemühen der Gemeindemitglieder um neue Bronzeglocken für die Gnadenkirche gewürdigt werden.

1917, im 1. Weltkrieg, wurden für Rüstungszwecke zwei Bronzeglocken der Wahrener Kirche beschlagnahmt, die dritte Glocke versagte bald darauf ihren Dienst… Bereits 1919 konnten drei Eisenhartgussglocken als Ersatz erworben werden. Nach der großen Kirchenrenovierung 1991-1993 standen dann neue Bronzeglocken ganz oben auf der Wunschliste der Kirchgemeinde. Aber es dauerte noch anderthalb Jahrzehnte bis dieses ehrgeizige Projekt in Angriff genommen werden konnte. Fotos, Dokumente, ein Glockenvideo und mehr präsentieren in der Ausstellung die einzelnen Etappen.

Zur Vernissage wird erstmals das Glockenvideo präsentiert. Kirchenhistoriker Gerhard Graf führt mit seinem Vortrag „Auf dem Weg zu Wahrens vollkommenem Geläut“ in die Ausstellung ein. Der ehemalige Pfarrer der Gemeinde, Gottfried Schleinitz, steuert „Eine Hymne an die Glocke“ mit einem Glockensegen bei. Für die musikalischen Zwischentöne sorgt Kantor Daniel Vogt.

Die Ausstellung ist geöffnet bis 1. Oktober 2022, jeden Sonnabend von 14 bis 16 Uhr, vor und nach Gottesdiensten und Veranstaltungen sowie nach telefonischer Absprache unter 0341-4611850.

In der Ausstellung wird der Weg dokumentiert: vom Beschluss des Kirchenvorstandes über vielfältige Bemühungen der Gemeinde und die aktive Arbeit des Glockenausschusses bis hin zum Glockenguss am 6. Juli 2012 in Sinn/Hessen in der Glockengießerei Rincker.

Weitere Höhepunkte waren dann die Ankunft der neuen Glocken an der Gnadenkirche, der Festgottesdienst zur Glockenweihe und die feierliche Indienstnahme mit dem ersten Läuten am 28. Oktober 2012 – gemeinsam und harmonisch mit den Glocken der katholischen Kirche St. Albert. Fotos, Dokumente und das Glockenvideo repräsentieren in der Ausstellung diese einzelnen Etappen.

Zu sehen sind u.a.:

  • die Flaschenpost der Bauarbeiter von 1919, die beim Öffnen des Turmmauerwerkes wiedergefunden wurde
  • die Glockenakten von 1917-1919 über die Beschlagnahme der Bronzeglocken und den Erwerb der Eisenhartgussglocken
  • ein Klöppel der alten Eisenhartgussglocken
  • Modelle der Glockenzier für die neuen Bronzeglocken und vieles mehr

Eine umfangreiche Spendensammlung über mehrere Jahre, das Vermächtnis eines Gemeindegliedes und die großzügige Beihilfe des Regionalkirchenamtes Leipzig ermöglichten die Finanzierung des Projektes. In vielen Ausgaben der „Glocke“ wurde das Werden der neuen Glocken dokumentiert, die nun seit fast zehn Jahren zum Lobe Gottes und zur Freude der Gemeinde bei Freud und Leid vom Kirchturm rufen.

 

Wahrener Glocke, Foto: Kirchgemeinde