Dankbar sparen

Thanksgiving Day ist in Nordamerika das Familienfest schlechthin und wird groß gefeiert. Fast jeder kennt aus Hollywoodfilmen und Fernsehserien Tischszenen mit dem großen Truthahn in der Mitte. Bei uns ist das Erntedankfest hingegen in den Hintergrund geraten. Auf dem Land gibt es noch die hoch aufgezogenen Erntekronen. In den Kirchen stehen bunte Körbe mit Erntegaben, dazu gibt es den Duft von gerade geernteten Äpfeln und frisch gebackenem Brot. Aber in der Stadt merkt man kaum, dass an diesem Wochenende Erntedank gefeiert wird.

Der Gedenktag tritt in diesem Jahr eher durch die Hintertür ins Bewusstsein. Lange waren sichere Lebensgrundlagen eine Selbstverständlichkeit. Jetzt sind sie wieder im Gespräch. In einem heißen Sommer wurde das Wasser knapp. In manchen Gegenden ging das Trinkwasser aus und musste mit Tankwagen geliefert werden. Die Lebensmittelpreise sind unter anderem deshalb stark gestiegen und ich sehe ältere Menschen im Supermarkt, die zögerlich jede Ausgabe abwägen.

Erntedank könnte darum in diesem Jahr in ganz neuer Form sehr zeitgemäß wiederentdeckt werden. Der Dank für die Lebensgrundlagen würde sich in Verantwortungsgefühl äußern. Weniger Ressourcenverbrauch verstünde sich nicht als Verzicht oder Zwang, sondern als direkter Ausdruck tiefer Dankbarkeit.

von Lüder Laskowski
Pfarrstelle für „Kirchliche Arbeit in neuen Stadtquartieren“ in Leipzig

Erntedankaltar, Foto: epd Bild

„Mit Gott im Musikgeschäft“

Gespräch mit Sänger Samuel Rösch

In der Reihe „Eva Schulze trifft…“ ist am Donnerstag, dem 6. Oktober 2022, der Sänger und Musiker Samuel Rösch zu Gast im Evangelischen Schulzentrum, Schletterstr. 7. Die Veranstaltung in der Schulaula beginnt 18 Uhr.

Rösch war 2018 Gewinner der Casting-Show „The Voice of Germany“. Im Gespräch mit ihm wird es unter anderem um die Frage gehen, wie man mit Gott im Musikgeschäft lebt. Neben dem Interview ist auch ein Liveauftritt angekündigt.

Interessierte sind herzlich eingeladen, den Sänger näher kennenzulernen. Der Eintritt ist frei.

www.schulzentrum.de

Foto: pixabay

Ökumenisches Vernetzungstreffen der Friedensgebetsgruppen

Ökumenisches Vernetzungstreffen der deutschlandweiten Friedensgebetsgruppen vom 7.-9. Oktober 2022 in Leipzig

Im 40. Jahr der regelmäßigen Friedensgebete in der Nikolaikirche Leipzig lädt die dafür zuständige Nikolaigemeinde zum Ökumenischen
Vernetzungstreffen der deutschlandweiten Friedensgebetsgruppen vom 7. bis 9. Oktober 2022 nach Leipzig ein.
Angesichts des furchtbaren Krieges in der Ukraine stellen sich viele Fragen: Macht unser Gebet überhaupt Sinn? Kann man noch Pazifist
sein? Wieviel Geld brauchen wir wirklich zur Verteidigung? Wie kann eine europäische Friedensordnung nach dem Krieg in der Ukraine aussehen? Fragen über Fragen, die viele Menschen umtreiben und diskutiert werden wollen. Das Treffen der Friedensgebetsgruppen soll dazu Gelegenheit geben. Es steht allen Interessierten offen.

Weitere Informationen

Das Programm

Nikolaikirche Leipzig, Foto: Ev.-Luth. Kirchenbezirk

Nacht der Chöre

Zur Nacht der Chöre wird am Freitag, dem 7. Oktober 2022, ab 19 Uhr, in die Taborkirche Kleinzschocher, Windorfer Straße 49, eingeladen. Sieben Chöre verschiedener Genre und Besetzung aus der Region werden sich mit Ausschnitten ihrer Programme vorstellen. Gastgebendes Ensemble ist die Taborkantorei. Der Eintritt ist frei.

Eröffnet wird der Abend von Johannes Krahl an der Eule-Orgel. Im weiteren Verlauf sind folgende Ensembles zu erleben:

Canzonetta-Kammerchor, collegium thomanum, Volkschor Taucha, Lehrerchor Leipzig,
Kantorei der Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West und Ensemble TonArt.

Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Claudia Krenzlin.

Das Publikum ist nicht nur eingeladen, den verschiedenen Chorauftritten des Abends zu lauschen. Es wird auch Stücke zum Mitsingen geben, bei denen Publikum und Ensembles gemeinsam die Kirche zum Klingen bringen.

Zwischen den einzelnen Chorauftritten besteht die Möglichkeit, die Konzertnacht zu verlassen.
Mit einem gemütlichen Beisammensein wird die Chornacht ausklingen.

Taborkirche Kleinzschocher, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

„Ester“ – Musical für Kinder

Das Musical „Ester“ ist am Sonnabend, dem 8. Oktober 2022, 16 Uhr, im Pavillon der Hoffnung, Puschstr. 9, zu erleben. Das Stück von Claudia Maria Laule wird von dem Kinder- und Jugendchor des Pavillons der Hoffnung, dem Kinderchor der AHF-Grundschule und dem Kinderchor der Kirchgemeinde Markkleeberg-Ost gesungen und gespielt.

Ester ist eine Jüdische Frau, die selbstbewusst und mutig für ihr Volk einsteht. Die dafür benötigte Kraft bezieht sie aus ihrem Glauben an Gott. Diese aktive politische und persönliche Haltung rettet ihrem ganzen Volk das Leben, denn der geplante Genozid durch den Perserkönig Ahasveros (Xerxes) findet nicht statt. Damit ist Ester in jeder Hinsicht ein Vorbild für die Jugend von heute.

Die musikalische Leitung der Aufführung haben Claudia Maria Laule und Susanne Blache. Die Regie des Schauspiels liegt bei David Leubner.
Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Kollekte gebeten.

Pavillon der Hoffnung, Foto: Björn Kowalewsky

Leipziger Kanzelreden in der Michaeliskirche

Mit einer neuen Ausgabe der „Leipziger Kanzelreden“ möchte die Leipziger Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde die erfolgreichen Reihen aus den Jahren 2017 und 2019 fortsetzen. Das Motto der Reden diesmal: „I have a dream – Menschen, die ihren Traum leben“.

Hoffnungen und Träume: Das sind starke Kräfte. Sie zerplatzen nicht zwangsläufig an der Wirklichkeit. Vielmehr sind sie Kräfte, die Menschen bewegen, ihnen Orientierung und Energie für ihre Aufgaben und ihr Engagement geben. Wir haben Personen aus dem öffentlichen Leben um eine Kanzelrede über ihren Traum gebeten. Welche Hoffnung brennt in ihrem Herzen? Welcher Traum gibt ihnen Ziel und Kraft? Welcher Text aus der Bibel ist ihnen dafür eine Quelle?

Die Reihe beginnt am Sonntag, dem 9. Oktober 2022, 10 Uhr, in der Michaeliskirche am Nordplatz. Zu Gast ist Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer (Fridays for Future). Sie spricht zum Thema: „Mein Traum vom gemeinsamen Handeln – gegen die Ohnmacht“.

Die Spenden am Ende des Gottesdienstes mit Kanzelrede werden für Projekte nach dem Vorschlag der jeweiligen Kanzelredner*innen gesammelt.
Die Ev.-Luth. Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde lädt alle Interessierten herzlich zu den Kanzelreden in ihre Gottesdienste mit anschließendem Nachgespräch sonntags 10 Uhr, wenn nicht anders angegeben, in die Michaeliskirche am Nordplatz ein.

Flyer_Kanzelreden_2022/23

Michaeliskirche Leipzig, Foto: Kirchgemeinde

Ist das wirklich so?

Mittagspause. Ich sitze mit meiner Suppe vor dem kleinen Restaurant und beobachte die Menschen. Ein buntes Treiben. Drei Männer gehen laut diskutierend an mir vorbei. Einer von ihnen ruft: „Wer viel hat, der kann auch viel verlieren!“ „Wer viel hat, kann auch viel geben!“ rutscht es mir heraus. Er schaut mich verdutzt an, entgegnet mir: „Ist doch dasselbe!“ und geht weiter.

Nachdenklich löffele ich meine Suppe. Ärger kriecht in mir hoch. Mich ärgert, dass Geben dasselbe sein soll, wie etwas verlieren. Ist das wirklich so? Mich ärgert die Verlustangst, die klammert und alles kontrollieren will.

Dabei kenne ich die Angst sehr gut. Am Ende als Verlierer dazustehen. Draufzahlen zu müssen. Wer will das schon? Da hilft Absichern und Bewahren. In diesen unsicheren Zeiten noch viel mehr. Der Ärger verfliegt. Sorgenfalten zerknittern mein Gesicht. Wie mit der Angst umgehen?

Mir kommt ein Wort von Jesus in den Sinn: Schenkt, dann wird Gott euch schenken; ja, er wird euch so überreich beschenken, dass ihr gar nicht alles fassen könnt. Darum gebraucht anderen gegenüber ein reichliches Maß; denn Gott wird bei euch dasselbe Maß verwenden. (Lukas 6,38)

Das klingt so leicht und gleichzeitig so fremd. Jesus lädt die Menschen ein, neu zu denken. Vertrauen überwindet die Angst. Wer loslässt, wird empfangen. Wenn man es wagt, daran zu glauben, dann werden Dinge geschehen. Ärger und Angst wandeln sich in Mut und Großzügigkeit. So will ich leben.

von Pastor André Krause, dem Leben auf der Spur
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Leipzig

Foto: pixabay

Konzert mit Liedermacher Gerhard Schöne

Am Sonntag, dem 9. Oktober 2022, 17 Uhr, ist Liedermacher Gerhard Schöne in der Emmauskirche Sellerhausen, Wurzner Str. 160, zu Gast. Besucher erwartet ein Konzertabend bekannter und ganz neuer Schöne-Lieder zwischen Würde, Freude und heiterer Ausgelassenheit, in dem die Musikanten unterschiedliche Musizierweisen zu einem außergewöhnlich eindringlichen Konzerterlebnis vereinigen. Begleitet wird der Liedermacher von Kirchenmusikdirektor und Organist Jens Goldhardt und dem Saxophonisten Ralf Benschu.

Unter dem Programmtitel „Komm herein in das Haus!“ erklingen neue wie populäre Lieder von Schöne im neuen Gewand. Bearbeitete Choräle gelangen in die Jetztzeit, Instrumentalstücke für Orgel und Saxophon von zeitgenössischen Autoren wie Hugo Diaz und Astor Piazolla haben Platz und Raum. Weltliche und geistliche Musik harmonieren so erneut in einer bis dahin selten erlebten Art und Weise.

Konzertkarten zu 20 Euro, ermäßigt 18 Euro, gibt es am Veranstaltungstag ab 15.30 Uhr an der Tageskasse. Reservierungen sind vorab unter www.foerderverein-emmauskirche.de oder per Mail an foerderverein@emmauskirche-leipzig.de.

Emmauskirche Sellerhausen_Foto_Kirchgemeinde

Konzert mit dem Gambenconsort Les Escapades

Träume und Visionen

Eine musikalisch-poetische Reise erwartet Besucher des Konzertes am Sonntag, dem 9. Oktober 2022, 16 Uhr, in der Kirche Panitzsch. Mit seinem Programm „Träume & Visionen“ führt das Gambenconsort Les Escapades durch die verschiedensten Träume der Menschheit:

„Traumwesen von Henry Purcell, Feen und nächtliches Gefolge aus dem Sommernachtstraum der „Fairy Queen“ oder „Fantastick Spirits“ von Matthew Locke bevölkern unsere musikalischen Träume. Wir reisen durch „La Notte“ von Antonio Vivaldi und wir geben uns klassischen und impressionistischen Träumereien von Joseph Haydn, Claude Debussy und Gabriel Fauré hin…“, heißt es in der Konzertankündigung des Karlsruher Ensembles.

Zwei zeitgenössische Werke wurden speziell für das Gambenconsort und dieses Programm komponiert.

Musik von Claude Debussy, Gabriel Fauré, John Dowlnad, Henry Purcell, Matthew Locke, Joseph Haydn, Antonio Vivaldi, Fritz Keil, Slobodan Jovanović u.a. und Texte von William Shakespeare, Michael Ende, Bertolt Brecht, Joseph v. Eichendorff, Eduard Mörike, Romain Bussine u.a. sind zu hören. Die Arrangements und Programmkonzeption erarbeitete Sabine Kreutzberger.

Die Texte werden von Sebastian Kreutz vorgetragen.

Kirche Panitzsch, Foto: Kirchgemeinde

Feier der Lebenswende – Infoabend

Infoabend am 10. Oktober in der PAX Jugendkirche

Mit dem Angebot einer Feier der Lebenswende möchte die PAX Jugendkirche Leipzig Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren ansprechen. Die Konfession spielt dabei keine Rolle. Es soll der Übergang zum Erwachsensein gefeiert werden.

„Mit 13, 14 Jahren geht die Kindheit langsam zu Ende. Das Leben wendet sich einem neuen Abschnitt zu. Möglicherweise weckt dieser in Dir Fragen, auf die Du Antworten suchst? Vielleicht möchtest Du mit Deiner Familie und Deinen Freunden ein Fest feiern, um Deinen neuen Lebensabschnitt zu begrüßen? Dann könnte Dich unser Angebot neugierig machen!“, lädt Gemeindepädagogin Julia Bärmann, Verantwortliche für die Gestaltung und Durchführung dieser Feier im Team der Jugendkirche, herzlich ein.

Zum Informationsabend am Montag, dem 10. Oktober 2022, 19 Uhr, sind Interessierte und Neugierige in der PAX Jugendkirche, Kirchplatz 1, willkommen.

PAX Jugendkirche, Foto: Maik Kohlsdorf