Sind die Lichter angezündet

Erstaunlicherweise überrascht mich der Advent jedes Jahr wieder. Er kommt immer zu früh und wird immer zu einer Zerreißprobe zwischen meiner Vorstellung, wie ich mir diese Zeit wünsche (besinnlich, gemütlich, friedlich) und der Realität, wie ich sie erlebe (erschöpft, gehetzt, immer etwas zu spät).

Ganz anders habe ich den Advent als Kind erfahren. Er war eine Zeit mit einer ganz eigenen Stimmung sowie Speisen und Tätigkeiten, die es nur dann gab. Nicht zu vergessen die Düfte und Aromen. Herrnhuter Stern, Schwippbogen und Adventskranz verwandelten die Wohnung. Plätzchen backen mit Mama und Oma – was für eine Freude für mich als Sechsjährige. Und dieser fantastische Duft von Räucherkerzchen… Der Advent war zudem eine Zeit des Wartens und der Ungewissheit. Die Zeit bis Weihnachten zog sich unendlich lang hin und eine Frage wurde immer drängender: Werden meine Wünsche in Erfüllung gehen?

Jedes Jahr wieder nehme ich mir vor, den Advent ein bisschen mehr so zu gestalten, wie ich ihn in meiner Kindheit erlebt habe. Und jedes Jahr bin ich mir dabei selbst das größte Hindernis. Dabei bin ich die Herrin über meinen Kalender und kann jetzt entscheiden, wie viel Raum die Anforderungen von außen an mich erhalten. Ich entscheide, wie viel Zeit ich mir nehme. Für mich. Und für den Zauber des Advents.

von Monika Lesch, Katholische Gemeindereferentin

 

Foto: Lutz Neumeier (fundus-media)

„Montags in Leipzig: Die Rolle der Polizei bei Demonstrationen und Gegendemonstrationen“ – Gesprächsabend der Polizeiseelsorge

Am Freitag, den 25. November 2022, 19.30 bis 21.00 Uhr lädt die Polizeiseelsorgerin Pfarrerin Dr. Barbara Zeitler zu einem Gesprächsabend ins Matthäi-Haus, Dittrichring 12 ein. Das Thema des Abends lautet: „Montags in Leipzig: Die Rolle der Polizei bei Demonstrationen und Gegendemonstrationen“. In einem Impulsreferat und im anschließenden moderierten Gespräch geht es um die montägliche Rolle der Polizei: Aufgaben, Erwartungen, Erfahrungen. Was macht die Polizei abends auf der Straße? Was macht sie nicht? Und warum? Was erwarte, erlebe und tue ich als Teil der Zivilgesellschaft?

Für das Impulsreferat und als Gesprächspartner stellen sich Bedienstete aus der Polizeidirektion Leipzig zur Verfügung. Die Veranstaltung wird von Pfarrerin Dr. Barbara Zeitler und Matthias Jacob, Supervisor und Coach, moderiert.

Interessiert? Dann sind Sie herzlich willkommen. Das öffentliche Gespräch setzt Gesprächskultur voraus: Bereitschaft zuzuhören, Eigenes beizutragen und mitzuteilen und dabei Respekt und Menschenwürde anwesender und abwesender Personen zu achten.

 

Foto: Karsten Klama (fundus-media)

Kirche auf dem Weihnachtsmarkt – sonntags 15 Uhr bis 15.30 Uhr

An den Adventssonntagen lädt der Kirchenbezirk Leipzig jeweils 15 Uhr an die Bühne vor dem Alten Rathaus ein. Leipziger Christen gestalten hier ein 30-minütiges Programm aus Musik und Texten. Besucher sind herzlich zum Zuhören und Mitsingen eingeladen.

Am ersten Advent, dem 27. November 2022, beginnt der Gospelchor „open up wide“ unter Leitung von Eva von der Heyde. Daniel Heinze, Kirchenredakteur bei Radio RSR moderiert an diesem Nachmittag.

Der 11. Dezember 2022, 3. Advent, wird gestaltet durch den Posaunenchor der Thomaskirchgemeinde unter Leitung von Jürgen Hartmann. Maxi Konang, Kirchenredakteurin bei Hitradio RTL, führt durch das Programm.

Am vierten Advent, dem 18. Dezember 2022, rundet der Leipziger Bläserchor unter Leitung von Christoph Käßler das Programm ab. Moderiert wird diese halbe Stunde von Friederike Ursprung, Kirchenredakteurin bei Radio PSR.

 

Weihnachtsmarkt 2022, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Erster Advent in Leipziger Kirchen

Mit dem ersten Advent beginnt ein neues Kirchenjahr und die Adventszeit, die Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Mit Gottesdiensten, besonderen Adventsandachten und zahlreichen größeren und kleineren Konzerten und Adventsmusiken laden Leipziger Kirchgemeinden in den Wochen vor Weihnachten zum Innehalten ein.

Im Folgenden eine Auswahl für den ersten Advent am 27. November 2022:

Traditionell beginnt der erste Advent in der Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Selneckerstr. 5, und in der Stephanuskirche Mockau, Kieler Str., jeweils 7 Uhr mit einer Adventsmette im Kerzenschein.

Bereits am Vorabend, dem 26. November, 18 Uhr, singt der Chor der Connewitzer Kirchgemeinde in der Kapelle des St. Elisabeth-Krankenhauses. Von dort wird die musikalische Andacht in die Patientenzimmer übertragen. Dieser musikalische Gruß hat bereits eine langjährige Tradition.

Zum Lichterfest wird ab 13 Uhr an die Apostelkirche Großzschocher, Dieskau-/Huttenstraße, eingeladen. Wie schon am Vortag gibt es süße Leckereien, Bratwurst, Glühwein und einen Weihnachtsbasar. Der Erlös kommt der Innenrenovierung der Apostelkirche, der Jugend- und Musikarbeit der Gemeinden und dem Mehrgenerationenhof zugute.

15 Uhr beginnt in der Kirche Liebertwolkwitz, Kirchstr. 1, ein adventliches Konzert mit dem Orchester des Ortsteiles.

Macht hoch die Tür“ heißt es 16 Uhr in der Bethanienkirche Schleußig, Stieglitzstr. 42. Der

Leipziger Kammerchor unter Leitung von Andreas Reuter und Georg Mogwitz bringt Chormusik zum Advent zu Gehör. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Ebenfalls 16 Uhr beginnt in der Evangelisch Reformierten Kirche am Tröndlinring 7 ein Benefizkonzert zugunsten von Menschen mit Behinderung. Gestaltet wird es vom Chor der Waldschule Grimma, den Palmenspatzen der Lebenshilfe Leipzig und dem Ensemble Cantare e.V. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 4 Euro; Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.

Und auch in die Kirche Hohen Thekla, Neutzscher Straße, wird 16 Uhr zu einer Adventsmusik eingeladen. Es singen und musizieren der Instrumental- und Flötenkreis, der Kinderchor und der Posaunenchor der Gemeinde. Die Leitung hat Manuela Vorwergk.

Festliche Bläsermusik zum Advent bringt 17 Uhr der Leipziger Bläserkreis unter Leitung von Jörg-Michael Schlegel in der Nikolaikirche zu Gehör. An der Orgel musiziert Markus Kaufmann.

Zwei Konzerte erwarten am ersten Advent in der Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Selneckerstr. 5, Besucher. 17 Uhr präsentieren Dorothee Oberlinger (Flöte) und Edin Karamazov (Laute) ihr Programm „Bach Dialoge“. „Gaudete – Freut euch!“ heißt es dann 19.30 Uhr in der Connewitz der Kirche. Das Ensemble Amarcord singt Motetten und internationale Weihnachtslieder. Karten für diese Konzerte zu jeweils 25 Euro, ermäßigt 22 Euro, gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen; an der Abendkasse zu 28 Euro, ermäßigt 25 Euro.

Das Vokalensemble Quintense und der Jazzchor Chornfeld laden 17 Uhr zum Konzert „Christmas time is here“ in die Peterskirche, Gaudigplatz, ein. Karten zu 18 Euro, ermäßigt 15 Euro, Schüler und Studierende 10 Euro, unter: www.eventbrite.com/e/christmas-time-is-here und an der Abendkasse.

Vertraute Lieder zum Zuhören und Mitsingen gibt es 17.30 Uhr in der Versöhnungskirche Gohlis, Franz-Mehring-Str. 44 / Viertelsweg. Das Adventsliedersingen im Kerzenschein wird vom Chor der Gemeinde begleitet.

 

In Kirchen im Leipziger Umland:

In die Fahrradkirche Markkleeberg-Zöbigker, Dorfstr. 2, wird am Vorabend des ersten Advents, 26. November, 18 Uhr, zum traditionellen Sternaufzug eingeladen. An den vier Adventssonntagen ist die Kirche jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Zu Adventsmusik für Alphorn, Waldhorn und Orgel wird am ersten Advent, 15 Uhr, in die Katharinenkirche Großdeuben, Kirchstr. 14a, eingeladen. Hans-Dieter Frenzel (Alphorn und Waldhorn) und Kai Nestler an der Orgel bringen Werke von Albinoni, Bach und Vivaldi zu Gehör.

In der Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West, Pfarrgasse 27, beginnt 18 Uhr ein Orgelkonzert zum ersten Advent mit Frank Zimpel an der Orgel. Es wird auch Gelegenheit zum Mitsingen geben.

 

Foto: Lutz Neumeier (fundus-media)

Weihnachtsoratorien 2022 in Leipziger Kirchen

Vom 2. Dezember 2022 bis zum Epiphaniasfest am 6. Januar 2023 stehen in Leipziger Kirchen zahlreiche Aufführungen des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach auf dem Programm. Eine Bearbeitung des Bach’schen Oratoriums für Kinder ist am 4. Dezember in der Emmauskirche Sellerhausen und am 23. Dezember in der Lukaskirche Volkmarsdorf zu erleben. In der Michaeliskirche erklingt die Weihnachtsgeschichte am 3. und 4. Dezember traditionell in einer Bearbeitung von Carl Orff.

 

Im Folgenden die Konzerttermine und Kartenpreise:

 

Freitag, 2. Dezember 2022

Thomaskirche: 20 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Anja Zügner, Sopran; Marlen Herzog, Alt; Stephan Scherpe, Tenor; Cornelius Uhle, Bass; Leipziger Vocalensemble und Mitteldeutsches Kammerorchester unter Leitung von Sebastian Reim; Karten von 11 bis 33 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen und eventim.de; Restkarten an der Abendkasse.

 

Sonnabend, 3. Dezember 2022

Michaeliskirche, Nordplatz: 17 Uhr Carl Orff/Gunhild Keetmann, Die Weihnachtsgeschichte von Kindern gesungen und dargestellt, begleitet vom Orff-Orchester unter Leitung und Regie von Gabriela Roth-Budig und Veit-Stephan Budig; Eintritt frei, Spenden für die kirchenmusikalische Arbeit erbeten.

Taborkirche Kleinzschocher, Windorfer Str. 49: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Gabriele Lamotte, Sopran; Constanze Hirsch, Alt; Stephan Scherpe, Tenor; Philipp Goldmann, Bass; Taborkantorei und Mendelssohn-Kammerorchester unter Leitung von Andreas Mitschke; mit Kinderbetreuung; Karten zu 18 Euro, ermäßigt 15 Euro, Leipzig-Pass-Inhaber 5 Euro, in der Musikalienhandlung Oelsner, im Pfarramt (Tel.: 0341/4243075); Restkarten an der Abendkasse.

Thomaskirche: 20 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Anja Zügner, Sopran; Marlen Herzog, Alt; Stephan Scherpe, Tenor; Cornelius Uhle, Bass; Leipziger Vocalensemble und Mitteldeutsches Kammerorchester unter Leitung von Sebastian Reim; Karten von 11 bis 33 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen und eventim.de; Restkarten an der Abendkasse.

 

Sonntag, 4. Dezember 2022

Emmauskirche Sellerhausen, Wurzner Str. 160: 14.30 Uhr Bachs Weihnachtsoratorium erzählt und musiziert für Kinder; mit Peter Kohl, Sprecher; Solisten, Kurrenden, Jugendchor, Kantorei und Orchester der Emmauskirche unter Leitung von Konrad Pippel; Eintritt frei, Kollekte erbeten.

Michaeliskirche, Nordplatz: 17 Uhr Carl Orff/Gunhild Keetmann, Die Weihnachtsgeschichte von Kindern gesungen und dargestellt, begleitet vom Orff-Orchester unter Leitung und Regie von Gabriela Roth-Budig und Veit-Stephan Budig; Eintritt frei, Spenden für die kirchenmusikalische Arbeit erbeten.

Emmauskirche Sellerhausen, Wurzner Str. 160: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Ulrike Pippel, Sopran; Luise Sitzlack, Alt; Christopher B. Fischer, Tenor; Daniel Blumenschein, Bass; Jugendchor, Kantorei und Orchester der Emmauskirche unter Leitung von Konrad Pippel; Eintritt frei, Kollekte erbeten.

Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Selneckerstr. 5: 17 Uhr Weihnachtsmusik Leipziger Thomaskantoren des 17. und 18. Jahrhunderts: S. Knüpfer, Machet die Tore weit; J. Kuhnau, Magnificat; J. Schelle, Actus Musicus auf Weyh-Nachten; J. S. Bach, Kantate 6 „Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben“ aus dem Weihnachtsoratorium; mit Anaya Hubach, Sopran; Martina Müller, Sopran; Anne-Victoria Ahumada, Alt; Máté Gál, Tenor; Julian Dominique Clement, Bass; Leipziger Oratorienchor und -orchester unter Leitung von Thomas Stadler; Karten zu 12 Euro, ermäßigt 10 Euro, Schüler, Studierende 7 Euro, an den bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.eventim.de; an der Abendkasse: 15/13/9 Euro

 

Montag, 5. Dezember 2022

Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West, Pfarrgasse 27: 19.30 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Malwine Nikolaus, Sopran; Susanne Krumbiegel, Alt; Falk Hoffmann, Tenor; Jörg Reddin, Bass; ein Kammerorchester unter Leitung von Konzertmeister Andreas Hartmann; Karten zu 20/15/10 Euro, ermäßigt 15/10/5 Euro, im Pfarramt, in der Touristinfo Markkleeberg und in der Musikalienhandlung Oelsner; Kinder frei.

 

Freitag, 9. Dezember 2022

Thomaskirche: 19 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 6; mit Christina Landshamer, Sopran; Elvira Bill, Alt; Benedikt Kristjánsson, Tenor; Konstantin Krimmel, Bass; Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Andreas Reize; Karten von 70 bis 121 Euro an der Gewandhauskasse.

 

Sonnabend, 10. Dezember 2022

Gedächtniskirche Schönefeld, Ossietzkystr. 41: 16 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3, in kammermusikalischer Besetzung; mit Paola Kling, Sopran; Cornelia Rosenthal, Alt; Christopher Fischer, Tenor; Thomas Fröb, Bass; KleineKantorei Leipzig und ein Kammerorchester unter Leitung von Christian Otto; Karten zu 12 Euro, ermäßigt 9 Euro, im Pfarramt, Tel. 0341/6014081; Restkarten an der Abendkasse.

Thomaskirche: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 6; mit Christina Landshamer, Sopran; Elvira Bill, Alt; Benedikt Kristjánsson, Tenor; Konstantin Krimmel, Bass; Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Andreas Reize; Karten von 70 bis 121 Euro an der Gewandhauskasse.

Martinskirche Fuchshain: 18.30 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Carolin Creutz-Moritz, Sopran; Konstanze Hirsch, Alt; Ervin Ahmeti, Tenor; Stephan Heinemann, Bass; Kammerchor Böhlen und Leipziger Symphonieorchester unter Leitung von Andreas Moritz; Karten zu 15 Euro im Blumenhof Streller, Hauptstr. 40, Tel. 0152/53774320.

 

Sonntag, 11. Dezember 2022

Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli, Augustusplatz: 16 und 19.30 Uhr; J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3, mit Lisa Rothländer, Sopran; Nora Steuerwald, Alt; Christoph Pfaller, Tenor; Tobias Ay, Bass; Leipziger Universitätschor und Pauliner Barockensemble auf historischen Instrumenten unter Leitung von David Timm; Karten zu 18 Euro, ermäßigt 8 Euro, in der Musikalienhandlung Oelsner und bei Culton Ticket; an der Abendkasse zu 20 Euro, ermäßigt 10 Euro; Restkarten für Studierende 5 Euro.

St. Laurentiuskirche Markranstädt, Markt: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Astrid Werner, Sopran; Inga Jäger, Alt; Kim Schrader, Tenor; Anton Haupt, Bass; Kantorei Markranstädt und Laurentiusorchester unter Leitung von Frank Lehmann; Karten zu 18 Euro im Pfarramt (Tel. 034205/83244), im Bürgerbüro Markranstädt, in der Ticketgalerie Leipzig, in der Musikalienhandlung Oelsner und www.eventim.de

Thomaskirche: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 6; mit Christina Landshamer, Sopran; Elvira Bill, Alt; Benedikt Kristjánsson, Tenor; Konstantin Krimmel, Bass; Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Andreas Reize; Karten von 70 bis 121 Euro an der Gewandhauskasse.

Versöhnungskirche Gohlis, Franz-Mehring-Str. 44 / Viertelsweg: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3, in kammermusikalischer Besetzung; mit Paola Kling, Sopran; Anna Michelsen, Alt; Christopher Fischer, Tenor; Thomas Fröb, Bass; KleineKantorei Leipzig und ein Kammerorchester unter Leitung von Christian Otto; Karten zu 12 Euro, ermäßigt 7 Euro (Jugendliche und Leipzig-Pass-Inhaber), im Gemeindebüro, Hans-Oster-Str. 16, Tel. 0341/9014195; Freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre.

 

Donnerstag, 15. Dezember 2022

Heilig-Kreuz-Kirche Neustadt, Neustädter Markt: 20 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1, 5 und 6; mit Carmen Boatella, Sopran; Ella Feldmeier, Alt; Michael Schaffrath, Tenor; Julian Clement, Bass; Vox Humana Leipzig und Capella Fidicinia unter Leitung von Martin Krumbiegel; Karten zu 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, in der Musikalienhandlung Oelsner und im Pfarramt, Tel. 0341/6885162; an der Abendkasse: 20 Euro, ermäßigt 14 Euro.

St. Moritzkirche Taucha, Kirchstraße: 20 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 und 3; A. Vivaldi, Gloria; mit Kantorei Taucha und Gästen; Mitglieder des Mitteldeutschen Kammerorchesters; Andreas Hartmann, Konzertmeister; Leitung: Lukas Förster.

 

Freitag, 16. Dezember 2022

Gnadenkirche Wahren, Opferweg: 20 Uhr J. S. Bach, Kantate 1 aus dem Weihnachtsoratorium; A. Vivaldi, Magnificat; G. A. Homilius, Adventskantate „Auf, auf, ihr Herzen“; mit Gabriele Lamotte, Sopran; Constanze Hirsch, Alt; Matthias Schubotz, Tenor; Christian Härtig, Bass; Instrumentalisten und Sophienkantorei mit Gästen unter Leitung von Sonja Lehmann; Karten zu 16 Euro, ermäßigt 11 Euro, im Pfarramt, Tel. 0341/4611850, und an der Abendkasse.

 

Sonnabend, 17. Dezember 2022

Nikolaikirche: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Taryn Knerr, Sopran; Britta Schwarz, Alt; Christopher Renz, Tenor; Sebastian Richter, Bass; BachChor an der Nikolaikirche, Festivalorchester Leipzig; Leitung: Markus Kaufmann; Karten von 7 bis 42 Euro am Büchertisch, unter www.bachchor-leipzig.de, www.reservix.de und an der Abendkasse.

 

Sonntag, 18. Dezember 2022

Nikolaikirche: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kanteten 1, 4-6; mit Taryn Knerr, Sopran; Bernadette Beckermann, Alt; Christoph Pfaller, Tenor; Sebastian Richter, Bass; BachChor an der Nikolaikirche, Festivalorchester Leipzig; Leitung: Markus Kaufmann; Karten von 7 bis 42 Euro am Büchertisch, unter www.bachchor-leipzig.de, www.reservix.de und an der Abendkasse.

 

Freitag, 23. Dezember 2022

Lukaskirche Volkmarsdorf, Lukasstr. 1: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium für Kinder; mit Axel Thielmann, Sprecher; Friederike Urban, Sopran; Susanne Krumbiegel, Alt; Tobias Hunger, Tenor; N.N., Bass; Grundschule forum thomanum, ThomasSchulChor, Concerto Vocale Leipzig und Sächsisches Barockorchester unter Leitung von Gotthold Schwarz; Karten zu 15 Euro, 5 Euro für Kinder, in der Musikalienhandlung Oelsner; Restkarten an der Abendkasse.

Lukaskirche Volkmarsdorf, Lukasstr. 1: 20 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Friederike Urban, Sopran; Susanne Krumbiegel, Alt; Tobias Hunger, Tenor; N.N., Bass; Concerto Vocale Leipzig und Sächsisches Barockorchester unter Leitung von Gotthold Schwarz; Karten zu 28/23/18 Euro, 5 Euro für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, in der Musikalienhandlung Oelsner; Restkarten an der Abendkasse.

Michaeliskirche, Nordplatz: 20 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1, 5 und 6; mit Teresa Suschke, Sopran; Alexandra Röseler, Alt; Yonkeun Kim, Tenor; Tobias Ay, Bass; Friedenskantorei Leipzig, Gohliser Kammerorchester; Leitung: Veit-Stephan Budig; Karten zu 25/20 Euro, ermäßigt 20/15 Euro, an den bekannten Vorverkaufsstellen. 17.30 Uhr   Öffentliche Generalprobe

 

Sonntag, 25. Dezember 2022    1. Weihnachtsfeiertag

Thomaskirche: im Gottesdienst 9.30 Uhr „Jauchzet, frohlocket“ – Kantate 1 aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach; mit Julia Böhme, Alt; Erik Stokloßa, Tenor; Philipp Goldmann, Bass; Johannes Lang, Orgel; Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Andreas Reize.

 

Montag, 26. Dezember 2022                 2. Weihnachtsfeiertag

Thomaskirche: im Gottesdienst 9.30 Uhr „Und es waren Hirten in derselben Gegend“ – Kantate 2 aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach; mit amici musicae, Chor & Orchester, Leipzig, unter Leitung von Ron-Dirk Entleutner.

Kirche Panitzsch: 11 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Anja Binkenstein, Sopran; Klaudia Zeiner, Alt; Patrick Gral, Tenor (Evangelist/Arien); Gotthold Schwarz, Bass; Concerto Vocale und Sächsisches Barockorchester unter Leitung von Gotthold Schwarz; Eintrittskarten zu 25 Euro, ermäßigt 15 Euro, in der Musikalienhandlung Oelsner, Buchhandlung Leselaune Taucha, Bäckerei Hofmann Panitzsch und im Pfarramt Panitzsch, Tel.: 034291/86547, E-Mail: reinhard.freier@gmx.de.

Peterskirche, Gaudigplatz: 19.30 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3; mit Johanna Ihrig, Sopran; Ina Jäger, Alt; Robert Pohlers, Tenor; Diogo Mendes, Bass; amici musicae, Chor & Orchester, Leipzig unter Leitung von Ron-Dirk Entleutner; Karten unter https://tickets.amici-musicae.de

 

Sonnabend, 31. Dezember 2022                       Silvester

 Thomaskirche: Silvestermotette 13.30 Uhr J. S. Bach, Kantate 4 „Fallt mit Danken, fallt mit Loben“ aus dem Weihnachtsoratorium; „Dona nobis pacem“ aus der Messe h-Moll; mit Julia Sophie Wagner, Sopran; Robert Pohlers, Tenor; Florian Götz, Bass; Johannes Lang, Orgel; Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Andreas Reize; Eintrittsprogramm: 2 Euro.

 

Sonntag, 1. Januar 2023                       Neujahr

Thomaskirche: 17 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 4 bis 6; mit Anja Binkenstein, Sopran; Susanne Krumbiegel, Alt; Patrick Grahl, Tenor; Bach Consort Leipzig, vokal und instrumental unter Leitung von Gotthold Schwarz, Bass; Karten zu 19 Euro, ermäßigt 14 Euro, im Thomasshop und Musikalienhandlung Oelsner; Restkarten an der Abendkasse: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro.

 

Freitag, 6. Januar 2023

Thomaskirche: im Gottesdienst 9.30 Uhr J. S. Bach, Kantate 6 aus den Weihnachtsoratorium; mit Christina Roterberg, Sopran; Susanne Langner, Alt; Tobias Hunger, Tenor; Daniel Blumenschein, Bass; Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Andreas Reize.

Evangelisch Reformierte Kirche, Tröndlinring 7: 19.30 Uhr J. S. Bach, Weihnachtsoratorium, Kantaten 4 bis 6; mit amici musicae, Chor & Orchester, Leipzig, unter Leitung von Ron-Dirk Entleutner; Kostenpflichtig; https://amici-musicae.reservix.de/events.

 

Bach-Denkmal Leipzig, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Klang, Impuls, Schweigen – Bethlehemgemeinde lädt zu Ruhepause im Advent

Am 30. November, 7. und 14. Dezember 2022, lädt die Bethlehemgemeinde zu „Klang, Impuls, Schweigen“ ein. Die Andacht im Kirchsaal, Kurt-Eisner-Str. 22, beginnt jeweils 18 Uhr. Für etwa 45 Minuten soll Raum sein, zur Ruhe zu kommen, einem Impuls, den Klangschalen und dem Schweigen zu lauschen – Gebet und Segen inklusive.

Interessierte sollten warme Socken und eine Wolldecke mitbringen.

 

Motiv Plakat Klang Impuls Schweigen 2022

 

„Was uns heute umtreibt…“ – Gesprächsabende in der Peterskirche

Zu vier Gesprächsabenden zum Thema „Was uns heute umtreibt und worüber wir streiten (müssen)“ lädt die Kirchgemeinde im Leipziger Süden ab 2. November ein. Die Gesprächsrunden finden jeweils mittwochs 19.30 Uhr in der Christenlehrekapelle der Peterskirche statt und wollen Gelegenheit zum Meinungsaustausch bieten. Willkommen ist jedoch auch, wer nur zuhören möchte.

Folgende Themen sind für die einzelnen Abende vorgesehen:

Mittwoch, 2.11.:             Kirche auf dem Prüfstand – Zwischen Rückzugsort und Avantgarde

Mittwoch, 9.11.:             Mit oder ohne Waffen – Riskante Wege zum Frieden

Mittwoch, 23.11.:          Richtig leben – Lebensstile kontrovers

Mittwoch, 30.11.:          Korrekt sprechen – Sprache finden, die nicht verletzt

„Was nun?“ lautet der Titel eines Buches von Altbischof Bohl über unsere „Kirche im Wandel“. Ja, was nun? Viele von uns spüren bis in die eigenen Lebensverhältnisse hinein, wie fast alles im Fluss ist. Der Wandel berührt auch die Werteinstellungen, die nicht nur für uns als Christen in dieser Welt zentral sind. Die Debatten werden härter, mitunter unversöhnlicher.
In unseren Gemeinden können und dürfen wir ihnen nicht ausweichen und möchten doch zugleich lernen, sie respektvoll und aufbauend zu führen. Deshalb lädt die Kirchgemeinde im Leipziger Süden wieder zu Gesprächsabenden ein unter dem Hauptthema:

„Was uns heute umtreibt und worüber wir streiten (müssen)
Hören lernen und Spannungen aushalten“

 

Foto: pixabay

Meeting mit US-Generalkonsul Ken Toko zur Partnerschaft mit Minneapolis

Im Oktober 2022 flog eine Delegation des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirks Leipzig zu den Partnergemeinden der Synode des Gebiets von Minneapolis in die USA. Dort wurde am 23. Oktober 2022 eine neue Partnerschaftsvereinbarung zwischen den beiden Kirchenorganisationen unterzeichnet. Gefördert wurde die Reise durch das US-Generalkonsulat in Leipzig.

Am 21. November fand ein Meeting zwischen den Mitgliedern des Kirchenbezirkes Leipzig und dem US-Generalkonsul Ken Toko in Leipzig statt, um sich über die Eindrücke und Gespräche der Reise auszutauschen.

Foto: US-Generalkonsulat Leipzig, v.l.n.r. Frank Schmidt, Pfarrer Christoph Reichl, Anke Voigt, US-Generalkonsul Ken Toko, Superintendent Sebastian Feydt, Pfarrer Johannes Markert

 

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„Das Leben ist wie ein Jahr.“ Die alte Dame, die mir diesen Satz hinwarf lächelte freundlich, war adrett frisiert und ihre Augen blinzelten vergnügt. Offenbar bereitete es ihr sichtlich Vergnügen, meine Verwirrung zu sehen. Sie wird geahnt haben, dass mir zuerst der Gedanke durch den Kopf schoss: „Was, so kurz?“

„Jaja“, so sagte sie weiter, „Kindheit und Jugend sind wie der Frühling, aufblühend. Und der Sommer dann wie als Erwachsener, in vollem Saft. Der Herbst ist auch schön, mit seinen milden Farben und dem freundlichen Licht. Man kann zurücksehen und innerlich die Ernte einfahren. Der Winter dann wird still. Nebel steigen. Die Landschaft ruht. Ich glaube, ich bin gerade Ende November.“

Aus diesem Gespräch bin ich trotz des mitschwingenden Ernstes froh gegangen. Ihr milder Blick auf das Leben tat mir gut. Zu der Zeit zwischen Herbst und Winter wäre mir auch anderes eingefallen. Ich hätte an Stürme gedacht, die selbst große Bäume entwurzeln und nasse Kälte, die in die Glieder zieht. Im Winter dann lässt der Frost alles erstarren und bindet ans Haus. Sie hat in Herbst und Winter auch Schönheit gesehen, bei allem was bedrängend ist. Ich spürte darin eine innere Weite, die sie versöhnlich urteilen ließ. Ganz ähnlich der Weite, in die übermorgen der Ewigkeitssonntag in den Kirchen führen will.

von Lüder Laskowski, Pfarrstelle für „Kirchliche Arbeit in neuen Stadtquartieren“

 

Foto: Karsten Packeiser (fundus-media)

Nie wieder!

Waren Sie auch von der jüngsten Evakuierung betroffen? Opa Horst übernachtete in unserer Kirche. Er musste wegen des Blindgängers seine Wohnung verlassen. Genau wie in den unzähligen Nächten vor über 80 Jahren, als Bomben vom Himmel regneten. Die Angst, die er als Kind empfand, der Schrecken vor all der Zerstörung – alles wurde wieder wach gerufen.

Seine Erinnerungen sind ganz lebendig. Opa Horst beschreibt mir das Kaufhaus Ury, das 1943 getroffen worden war. Dort wurde der Blindgänger gefunden. Er erzählt von den Nächten in stickigen Luftschutzkellern und von den zerstörten Gebäuden in der Innenstadt, dem Brandgeruch. Er erzählt, wie sie an einem Morgen vergeblich auf den Vater warteten. Er war im Bombenhagel verbrannt. Unfassbar für ein Kind.

Er beschreibt die gespenstischen Szenen am 9. November 1938. Als die jüdischen Kaufhäuser in Leipzig, auch das Kaufhaus Ury, zerstört und geplündert worden waren. Er fragte sich: Wer tut so etwas? Nachbarn? Kollegen? Leipziger?

Ich bin froh, dass es noch Augenzeugen, wie Opa Horst gibt. Die Reichsprogromnacht, an die wir diese Woche auch in Leipzig erinnern, die Bombennächte, von denen bis heute Blindgänger gefunden werden, sie liegen über 80 Jahre zurück. Die Schrecken der Vergangenheit reichen bis in die Gegenwart.

Wir dürfen nicht vergessen, was der Mensch dem Menschen antun kann. Der kommende Buß- und Bettag mahnt uns, unser Denken und Handeln auszurichten auf den Weg des Friedens.
Opa Horst sagt: So etwas darf nie wieder geschehen! Es liegt an Dir und an mir.

von André Krause, Pastor der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Leipzig

 

Gedächtniskirche Berlin, Foto: Hans-Georg Vorndran (fundus-media)