„Gegen den Strom“ – Ausstellung in der Michaeliskirche

Unter dem Motto „Gegen den Strom“ ist in der Michaeliskirche am Nordplatz eine Ausstellung über Rose Ausländer, Hans Namuth und Hugo Sonnenschein zu sehen. Die Ausstellung der Friedensbibliothek des Antikriegsmuseums der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg berichtet von Achtsamkeit und Achtung vor der Haltung von Menschen. Eine von ihnen ist die jüdische Dichterin Rose Ausländer aus Czernowitz in der Ukraine, die trotz schweren Leids und seelischer Verletzungen wunderschöne Gedichte schuf.
Hans Namuth floh vor den Nazis nach Frankreich und wurde Fotograf. Später lebte er in den USA. In der Ausstellung werden seine Fotos von Nachkommen der Maya gezeigt.
Hugo Sonnenschein, der Dichter, Anarchist, Kommunist und Widerstandskämpfer wurde als Jude nach Auschwitz deportiert. Seine Frau wurde dort ermordet. Er überlebte Auschwitz und starb 1953 in einem tschechoslowakischen Zuchthaus, wo er unter falschen Anschuldigungen (wieder) eingesperrt war.

Bis Ende September ist die Ausstellung täglich von 15 bis 18 Uhr in der Michaeliskirche zu sehen.

 

Michaeliskirche Leipzig, Foto: Kirchgemeinde