„Kommt! Bringt eure Last.“ – Weltgebetstag in Leipziger Kirchen

„Am Freitag, den 6. März 2026, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria. „Kommt! Bringt eure Last.“ lautet ihr hoffnungsverheißendes Motto, angelehnt an Matthäus 11,28-30.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit gut 100 Jahren für den Weltgebetstag. Rund um den 6. März 2026 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen: Gemeinsam mit Christ*innen auf der ganzen Welt feiern wir diesen besonderen Tag. Wir hören die Stimmen aus Nigeria, lassen uns von ihrer Stärke inspirieren und bringen unsere eigenen Lasten vor Gott. Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Seid willkommen, wie ihr seid.

Kommt! Bringt eure Last.“
Laura Forster, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e. V

Im Folgenden eine Auswahl an Gottesdiensten und Andachten zum Weltgebetstag in Leipziger Kirchen:

Freitag, 6. März 2026

  • 15.30 Uhr Pauluskirche Grünau, Alte Salzstraße 185
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 16.00 Uhr Kirche Baalsdorf, Baalsdorfer Anger
    Gottesdienst zum Weltgebetstag
  • 17.00 Uhr Diakonat Taucha, Rudolf-Winkelmann-Straße 3
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 17.00 Uhr Gedächtniskirche Schönefeld, Ossietzkystr.
    Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag
    anschließend landestypisches Essen in der katholischen Gemeinde, Ossietzkystr. 60
  • 18.00 Uhr Ev. Kindergarten Zwenkau, Illgnerstraße 6
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Gemeindehaus Volkmarsdorf, Juliusstraße 5
    Andacht zum Weltgebetstag
    mit Band OSTLICHT
    Länderreise und Andacht und gemeinsames Essen
  • 18.00 Uhr Gemeindesaal Kirche Sommerfeld, Arnoldplatz 28
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Gustav-Adolf-Kirche Lindenthal, Lindenthaler Hauptstraße 15
    Andacht zum Weltgebetstag
    mit anschließendem landestypischem Essen
  • 18.00 Uhr Heilig-Kreuz-Kirche Leipzig, Krypta, Neustädter Markt 8
    Gottesdienst zum Weltgebetstag
    anschließend gemeinsames Abendessen mit landestypischen Speisen
  • 18.00 Uhr Hoffnungskirche Knauthain, Seumestr. 129
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Kapelle Diakonissenaus Leipzig, Georg-Schwarz-Str. 49
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Kath. Kirche St. Gabriel zu Wiederitzsch, Georg-Herwegh-Straße 22
    Ökumenische Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Kirchheim Holzhausen, Händelstr. 2A
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 19.00 Uhr Dietrich-Bonhoeffer-Haus Gohlis, Hans-Oster-Str. 16
    Andacht zum Weltgebetstag

Sonnabend, 7. März 2026

  • 9.30 Uhr Evangelisch Reformierte Kirche Leipzig, Tröndlinring 7
    Frauenfrühstück zum Weltgebetstag
    Eintritt frei.
  • 15.00 Uhr Kirche Hohenheida, Am Anger 67
    Andacht zum Weltgebetstag

Sonntag, 8. März 2026

  • 10.30 Uhr Paul-Gerhardt-Haus Connewitz, Selneckerstr. 7
    Gottesdienst zum Weltgebetstag

 

Bild: @ 2024-World-Day-of-Prayer-International-Committee-Inc.

NEU: „In Leipziger Kirchen“, Ausgabe März/April 2026

Die Frühlingsausgabe des Veranstaltungskalenders ist da: Auf der Titelseite befindet sich das Kirchgemeindehaus in Böhliz-Ehrenberg am westlichen Stadtrand von Leipzig. Vor 100 Jahren wurde das einzigartige Gebäude vollständig im Stil des Art déco erbaut, innen wie außen. In den kommenden Wochen gibt es einige Gelegenheiten sich auf den Weg dorthin zu machen, zu Lesungen, Konzerten und zu Gottesdiensten.

Am 6. März wird der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. In zahlreichen Veranstaltungen wird in diesem Jahr über Geschichte, Geographie, Politik und Kultur Nigerias informiert. Auch landestypische Speisen können Besucher kennenlernen.

Im Kirchenjahr ist dem Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu Christi von Aschermittwoch bis Karfreitag die vierzigtägige Fasten- oder Passionszeit eingeräumt. Neben den vielen Darstellungen der Passion in der bildenden Kunst aller Jahrhunderte wird die Passion Christi auch musikalisch nachempfunden. In Leipziger Kirchen erklingen in den Wochen vor dem Osterfest bewegende Kompositionen von Bach und weiteren Komponisten.

Zu Vorträgen, Lesungen und Gesprächen, Ausstellungen, Konzerten, Gottesdiensten und Andachten laden Leipziger Kirchen Sie wieder herzlich ein.

Zu finden ist das Heft in den Leipziger Kirchen, der Touristinformation, dem Neuen Rathaus und an vielen weiteren öffentlichen Orten in der Stadt. Als PDF-Datei unter: www.kirche-leipzig.de/in-leipziger-kirchen/.

 

Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Machtfragen

oder: Über das, was zählt

Es begann unscheinbar. Menschen trafen sich Zuhause, brachten ihre Sehnsucht und Hoffnung mit, teilten ihren Glauben, halfen einander und anderen. Nach etwa 300 Jahren war die Bewegung so groß, so einflussreich und mächtig geworden, dass sie weder zu ignorieren, noch klein zu kriegen war. Also hoffte Rom, sich diese Bewegung zunutze machen zu können: Das Christentum wird Staatsreligion – um den 28. Februar 380 n.Chr.

Kürzlich nun, sprach ich mit Freunden über die aktuelle Situation in den USA, die Proteste in Minneapolis und die Rolle der Kirchen dabei. Einer kannte die näheren Umstände und sagte: “Die Kirchen vor Ort hatten schon lange tragfähige Netzwerkarbeit geleistet, mit der sie sich für soziale Zwecke einsetzten. Deshalb können sie jetzt eine große Stütze des gesellschaftlichen Widerstandes sein.”

Vielleicht will ich auch ein Plädoyer für die Kirche halten; aber eigentlich zuerst für die unscheinbaren Initiativen, die sich miteinander und füreinander einsetzen, die verbinden und stärken, und die dabei zuerst Türen öffnen. Sie brauchen Zeit. Vielleicht auch viel Zeit. Aber sie wachsen – und sind irgendwann weder zu ignorieren, noch klein zu kriegen. Vielleicht kann das ein Ansporn sein, auch für die sozialen Projekte und Netzwerke in unserer Nachbarschaft; und ein Hinweis, dabei die Rolle der Kirchen nicht zu vergessen und nicht zu unterschätzen.

Sebastian Schirmer ist Evangelischer Pfarrer im Leipziger Südosten
E-Mail an Autor schreiben

 

Foto: Pixabay

Ausstellung „Demokratie im Dialog“

Bis zum 20. März 2026 ist im Pflegeheim Matthäistift, Kommandant-Prendel-Allee 85, 04299 Leipzig, die Ausstellung „Demokratie im Dialog“ zu sehen. Das Projekt der Diakonie Leipzig in Zusammenarbeit mit der Evangelische Landeskirche Sachsens brachte junge Menschen und Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen miteinander ins Gespräch. Entstanden sind ausdrucksstarke Porträts und persönliche Statements, die die Menschen hinter ihren Meinungen sichtbar machen.

Gern kann die Ausstellung im Kirchsaal des Matthäistifts montags bis sonntags von 9.00 bis 18.00 Uhr* besucht werden und ist bis zum 20. März 2026 zu sehen. Der Zugang ist barrierefrei.
*Abweichungen bei internen Veranstaltungen. Informationen hierzu erhalten Sie montags bis freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr unter Tel. 0341 / 27 13 0.

Aktion Gastfreundschaft der Thomasgemeinde

An jedem Donnerstag lädt die Kirchgemeinde St. Thomas von 12.30 bis 13.30 Uhr zu einer warmen Suppe in den Gemeindesaal im Matthäi-Haus, Dittrichring 12, ein. Für einen Euro gibt es dann eine hausgemachte Portion Suppe oder Eintopf, frisch zubereitet von der Sozialarbeiterin der Gemeinde, Romy Graul, und einem Helferteam.

Die Kirchgemeinde lädt ein, gemeinsam eine Stunde zu verbringen, neue Leute kennenzulernen und neben der Suppe auch die Gemeinschaft mit anderen Menschen zu genießen.

Link für mehr Informationen zur Aktion Gastfreundschaft öffnen

 

Foto: Tobias Frick (fundus-medien)

Taborkirche: Fotoausstellung „Zerstörte Zukunft“

Bis 31. März 2026 zeigt die Ev.-Luth. Taborkirche Leipzig-Kleinzschocher (Windorfer Straße 49, 04229 Leipzig) die eindrückliche Fotoausstellung „Zerstörte Zukunft“.

Die Ausstellung dokumentiert den Verlust von Landschaften, Lebensräumen und ganzen Dörfern durch den Braunkohletagebau in der Region. Ursprünglich entstand die Bilddokumentation 1989 im Rahmen der Arbeitsgruppe „Umweltschutz“ zum Statt-Kirchentag. Der Eine Welt e. V. Leipzig hat das historische Material neu aufbereitet und präsentiert es nun gemeinsam mit der Taborkirchgemeinde.
„Zerstörte Zukunft“ erinnert an verschwundene Orte wie Eythra, Breunsdorf und Bösdorf und mahnt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Ressourcen.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Eine Welt e. V. Leipzig in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Umweltschutz und der Ev.-Luth. Taborkirchgemeinde. Unterstützt wird sie von der Stiftung Friedliche Revolution und gefördert durch den Freistaat Sachsen im Programm Revolution Demokratie.

Ort: Ev.-Luth. Taborkirche Leipzig-Kleinzschocher, Windorfer Str. 49, 04229 Leipzig
Ausstellungszeitraum: 19. Oktober 2025 – 31. März 2026

Wohin wir wachsen könnten

Michael Brugger über Kälte

Ein eisiger Winter liegt in den letzten Zügen. Der Teich im Park nebenan ist seit Wochen gefroren. Die Straßen sind schneebedeckt, vereist oder matschig. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – an mir nagt die Kälte mit der Zeit. Als Wintersportler trotze ich dem Frost mit viel Bewegung, aber früher oder später hilft nur eine heiße Tasse und ein warmes Sofa. Auf Dauer halten wir Menschen es in der Kälte nicht aus.

Die Tyrannen dieser Welt haben die Kälte schon lange für sich entdeckt. Trumps vermummte Kommandos wüten unter der Abkürzung ICE, englisch für Eis. Das russische Militär beschießt gezielt die ukrainische Heizungsinfrastruktur – bei bis zu Minus 24 Grad. Kein warmes Sofa, kein gemütlicher Tee, keine sicheren vier Wände. Nicht nur kaltes Wetter, auch menschliche Kälte nagt an den Nerven und am Leben der Menschen. Weit weg und ganz nah.

Egal ob draußen oder im Zusammenleben, je kälter es ist, umso mehr müssen wir uns anstrengen, um warm zu bleiben. Umso mehr Energie kostet uns das Überleben. Umso mehr sind wir mit uns selbst beschäftigt. Ich sehne mich deshalb nach dem ersten Grün am Boden und in den Bäumen. Wohin es diesen Sommer wieder wachsen wird! Und – ich bin dankbar für jeden Funken Wärme in unserem menschlichen Miteinander. Wohin wir wachsen könnten, wenn wir noch mehr davon hätten.

Michael Brugger ist Krankenhausseelsorger im Klinikum Sankt Georg Leipzig

Kontakt: E-Mail an Autor schreiben

 

Foto: AI

Benefiz-Buchlesung mit Bernd-Lutz Lange

Am Donnerstag, dem 5. März 2026, begrüßt die Nikolaigemeinde um 17 Uhr den Leipziger Kabarettisten und Buchautor Bernd-Lutz-Lange im großen Gemeindesaal in der Ritterstraße 5. Er liest aus seinen Büchern „Freie Spitzen“ und „Café Continental“.

Bernd-Lutz Lange ist ein Urgestein der Leipziger Kabarettszene. Gewohnt scharfzüngig, witzig und klug beschreibt er sein Leipzig wie es war und ist, zeigt sein Herz für die Menschen seiner Heimatstadt, aber legt der Gesellschaft auch den Finger in die Wunde. Bernd-Lutz Lange wuchs in Zwickau auf. Er studierte an der Fachschule für Buchhändler in Leipzig und war 1966 Gründungsmitglied des Kabaretts „academixer“. Am 9. Oktober 1989 schrieb er am Aufruf für Besonnenheit und Dialog der „Leipziger Sechs“ mit. Sein großes Engagement für die Stadt, die Menschen und ihre Geschichte zeigt Bernd-Lutz Lange auch mit dieser Buchlesung, die er als Benefizveranstaltung für die Sanierung der Nikolaikirche anbietet.

Alle Einnahmen kommen der Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai zugute, die neben der Sanierung des Sockels auch ein neues Dach auf der Nordseite erhalten soll. Die Kirchgemeinde freut sich über viele Gäste. Karten zu 20 Euro und 15 Euro (ermäßigt) gibt es am Büchertisch der Nikolaikirche, auf der Internetseite der Gemeinde (Tickets für die Veranstaltung über diesen Link bestellen) und dann am Veranstaltungsort.

 

Nikolaikirche Leipzig, Foto: Kirchenbezirk

Kanzelrede mit Dr. Michael Triegel

Am 8. März um 10 Uhr spricht der Leipziger Maler Dr. h.c. Michael Triegel als Kanzelredner in der Michaeliskirche. Titel seiner Rede ist „Zwischen Sichtbarem und Unsichtbaren. Gestalten, was sich nicht begreifen lässt.“ Dieser Gedanke begleitet ihn schon lange bei seiner Arbeit, die von biblischen und religiösen Motiven geprägt ist. Er wird in seiner Rede reflektieren, was ihn beim Malen religiöser Themen bewegt. Aktuell ist im Kino ein Dokumentarfilm zu sehen, der die Gestaltung des Cranach’schen Marienaltars im Naumburger Dom dokumentiert. 2025 wurde Michael Triegel für sein Werk die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Leipzig verliehen.

Seine Rede am 8. März ist Teil der Kanzelredenreihe in der Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde mit dem Titel „Zwischen Schwarz und Weiß – Orientierung in unübersichtlichen Zeiten“ ein. Die Gemeinde möchte mit der Organisation der Reihe einen Beitrag dazu leisten, Zwischentöne zu entdecken und Polarisierungen aufzubrechen.

 

Michaeliskirche Leipzig, Foto: Kirchgemeinde

Radio-Gottesdienst aus der Nikolaikirche

Am Sonntag Okuli, der in diesem Jahr mit dem Internationalen Frauentag am 8. März 2026 zusammenfällt, überträgt der mdr kultur ab 10 Uhr einen Gottesdienst aus der Leipziger Nikolaikirche. Er steht unter dem Thema „Frauen, die nach vorn schauen“.

In seiner Predigt zu Lukas 9,57–62 tritt Pfarrer Bernhard Stief in einen lebendigen Dialog mit Leipziger Frauen, die heute in Kirche und Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Zugleich erinnert der Gottesdienst an die Leipziger Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters sowie an die Komponistin Clara Schumann, die in der Nikolaikirche getauft wurde. Ihre Musik erklingt im Gottesdienst in mehreren Klavierstücken. Markus Kaufmann ist an Klavier und Orgel zu hören. Die Gemeinde singt Lieder und Psalmen aus dem Erprobungsgesangbuch der EKD sowie vertraute Choräle.

Die Nikolaikirche, älteste und größte Kirche Leipzigs, ist ein Ort mit reicher geistlicher und gesellschaftlicher Geschichte: Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs, Ausgangspunkt der Friedensgebete von 1989 und Taufkirche Clara Schumanns. In diesem Raum verbinden sich Musik, Glauben und gesellschaftliche Verantwortung auf besondere Weise.

Der Radio-Gottesdienst lädt dazu ein, Frauenstimmen zu hören, die aus ihrem Glauben heraus handeln, und sich selbst von der biblischen Ermutigung leiten zu lassen: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn“ (Psalm 25).

Für weitere Informationen die Internet-Seite des mdr öffnen

 

Nikolaikirche innen, Foto: Kirchenbezirk Leipzig