Besinnung auf das Wesentliche

In der Evangelischen Kirche ist das Kirchenjahr in diesen Wochen gekennzeichnet durch eine Zeit zwischen dem Epiphaniasfest am 6. Januar und dem Tag der Darstellung Jesu im Tempel bzw. Lichtmess am 2. Februar. Dabei handelt es sich um einen Teil des Weihnachtsfestkreises.

Zum Epiphaniasfest wurde daran erinnert, dass der Stern über dem Stall in Bethlehem den Weisen aus dem Morgenland den Weg zu dem neugeborenen Jesuskind wies, dem Heiland der Welt. Am 2. Februar wird daran gedacht, dass Jesus von Maria und Josef das erste Mal in den Tempel gebracht wurde. Diese Zeit ist noch geprägt von den Lichtern und den erleuchteten Sternen in den Kirchen und Häusern. Bis zum 2. Februar sind sie zu sehen und die Helligkeit, welche sie vermitteln, weist hin auf die Besinnung, die möglich ist.

Weil Gott Mensch wurde ist keine Situation ohne Hoffnung. Gott steht hinter unserem Leben und will es tragen und erhalten. Er hat sich in einem kleinen Kind in unsere Zusammenhänge hineinbegeben und macht durch den Weg Jesu unser Leben zukunftsfähig über die irdischen Zusammenhänge hinaus. Das Licht des Sterns von Bethlehem macht aufmerksam auf die Konzentration auf das Wesentliche im Leben: Die Lebenszeit gut zu nutzen in der Gemeinschaft der Familie und im Freundeskreis sowie im Einsatz für Menschen, denen es nicht gut geht.

Auch in diesem Jahr ist es sinnvoll, sich Zeit zu nehmen für das Lesen gehaltvoller Texte und das Hören geistlicher Musik. Denn nur wenn immer wieder neu Quellen gesucht werden, welche Kraft schenken, kann das bewältigt werden, was uns in den jeweiligen Zusammenhängen aufgetragen ist.

Pfarrer Dr. Peter Amberg, Christuskirche Eutritzsch

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