Die drei von der Schwarz-Straße …

…sie stehen auf einem Steinquader. Einer liegt, krank oder hat jemand ihm Gewalt angetan? Die anderen zwei helfen, stützen, legen ihm die Hand auf die Stirn. Eine Frau ist es – Sinnbild für die Frauen, die als Krankenschwestern am 24. Oktober 1900 in der Georg-Schwarz-Straße das Krankenhaus eröffnet haben. Und ein Mann – Sinnbild für Jesus Christus, den großen Helfer der Kranken und Geschlagenen. Weil er will, dass niemand ohne Hilfe sein soll, haben die Krankenschwestern damals das Haus für Kranke gebaut. Sie heißen Diakonissen, sie waren für die Kranken da. Dasein für andere – das war ihr Dienst.

Unter die Figurengruppe haben sie geschrieben: Jesus Christus ist dein Arzt. Sie wollen uns sagen: Immer wenn ein Mensch Hilfe findet, dann ist verborgen-geheimnisvoll Jesus Christus in Aktion. Dasein für seine Zuwendung zu den Menschen – das war ihr Dienst.

Die Diakonissen sind im Ruhestand. Mehr als 700 Mitarbeitende führen ihre 120jährige Arbeit weiter: Dasein für andere, Zuwendung zu den Menschen, weil Jesus Christus den Menschen Hilfe und Frieden geben will.

Die drei von der Schwarz-Straße. Ein Denkmal. Denk mal an die 300 Diakonissen und die unzähligen anderen, die für hilfebedürftige Menschen da sind. Denk mal an Menschen, die deine Hilfe brauchen. Denk mal an Jesus Christus, der will, dass allen geholfen wird. Und schau dir das Denkmal an; vielleicht bei einem Familienspaziergang in den Ferien. Wer von den Kindern und Jugendlichen möchte ein Bild davon malen oder beschreiben, was du siehst? Wir antworten auf jede Einsendung (Georg-Schwarz-Straße 49, 04177 Leipzig).

Einen gesegneten Sonntag den Leipzigern, Wahl-Leipzigern und Gästen wünschen wir vom 120jährigen Diakonissenkrankenhaus.

Dr. Michael Kühne
Pfarrer
Theologischer Geschäftsführer Diakonissenkrankenhaus Leipzig, Rektor DH-Leipzig

Foto: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig