Die Sache mit den Vorsätzen

Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen? Und hat Ihr Neujahrsvorsatz die erste Januarwoche überstanden?

Vielleicht gehören Sie zu der bewundernswerten Gruppe von Menschen, die sich etwas vornehmen und dann so zielstrebig und strukturiert daran arbeiten, bis sie das erwünschte Ergebnis erlangt haben. Zu diesen Menschen gehöre ich nicht. Bei mir scheitert es entweder am inneren Schweinehund oder am Alltag.

Dennoch scheint es Indikatoren zu geben, die bei der Verwirklichung des persönlichen Jahresvorhabens helfen könnten. Setze ich mir ein Ziel, dann sollte es natürlich mit mir zu tun haben. Ein Thema, das mich existentiell angeht, bei dem mir täglich durch den Blick in den Spiegel aufgezeigt wird, was mich stört, kann ich besser angehen, als etwas, was mein Leben kaum berührt. Es sollte realistisch umsetzbar sein und bedarf überprüfbarer (Teil-)Erfolge. Nicht zuletzt hat der Umgang mit mir selbst einen wesentlichen Einfluss auf das Gelingen des Gesamtvorhabens: kann ich mich selbst wertschätzen, wenn sich etwas nicht schnell genug umsetzen lässt? Dabei meint fehlerfreundlich sein nicht, sich mit einem schlechten Ergebnis zufrieden zu geben, sondern weiter dran zu bleiben. Schließlich habe ich 365 mal neu die Möglichkeit mich für die Umsetzung meines Vorsatzes und damit für mich zu entscheiden.

von Monika Lesch, Katholische Gemeindereferentin

 

Grafik: Pfeffer