Die Zukunft ist keine Selbstverständlichkeit

Die wochenlangen Waldbrände in der sächsischen Schweiz, resultierend aus der monatelangen Trockenheit, machen die Auswirkungen des Klimawandels in unseren Breiten deutlich. Das massenhafte Fischsterben in der Oder zeigt wie sehr die Natur rücksichtlosem menschlichen Handeln ausgesetzt ist.

Dass das Verhältnis von Mensch und Mitwelt viel zu lange aus dem Gleichgewicht geraten ist, ist spätestens seit den 1970ern kein Geheimnis mehr. Die Relevanz dieses Wissens für unser Leben zu übersetzen, gelingt allerdings erst einem schwedischen Mädchen, indem es sich 2018 mit einem Pappschild vor den schwedischen Reichstag stellt. Mit seiner einfachen, beharrlichen, sowie deutlichen Art ließ es Millionen von Menschen aufhorchen. Greta Thunberg konfrontierte die Mächtigen der Welt mit einer unbequemen Wahrheit: wenn ihr so weiter macht, wie bisher, zeigt ihr, dass euch die Zukunft meiner Generation auf der Erde egal ist. Mit dieser Botschaft hat sie nicht nur Jubel geerntet.

Gretas Beispiel macht etwas deutlich: Wenn eine 15-jährige es schafft, Millionen von Menschen auf die Straße zu holen, dann stellen Sie sich vor, welche Auswirkungen es haben könnte, wenn jede*r von uns noch etwas umweltfreundlicher, menschengerechter und nachhaltiger als bisher lebte. Und bitte: wenn Ihnen diese Vision auch gefällt, dann lassen Sie uns nicht bei der Vorstellung stehen bleiben, sondern jetzt mit der Umsetzung beginnen.

von Monika Lesch, katholische Gemeindereferentin im Leipziger Osten

 

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