Gehen und stehen
Von Daniel Heinze
“Wie geht’s, wie steht’s?” Mit dieser Doppelfrage beginnen recht viele Smalltalks. Für mich ist sie mehr als nur ein netter Einstieg in eine Plauderei. “Wie geht’s, wie steht’s?” fasst nämlich super zusammen, welcher Mix für mein Leben der richtige ist.
Gehen und Stehen, diese beiden Sachen müssen wir alle im Alltag ständig in Einklang bringen. Jeder Mensch ist unterwegs, bewegt sich, geht auf seinem Lebensweg und gestaltet ihn. Doch ich kann nicht ständig in Bewegung sein, irgendwann geht mir die Puste aus. Dann brauche ich eine Pause, sehne mich nach Halt und muss auftanken.
Da kommt dann der zweite Teil der Frage ins Spiel: “Wie steht’s?” So ein sicherer Stand und ein Fundament für das, was ich tue, sind im Leben genauso wichtig. Dinge und Menschen, die mir am Herzen liegen. Auf die ich bauen kann, die mir Stabilität geben. Das können zum Beispiel meine Familie und Freunde sein. Als Christ gehört für mich da unbedingt mein Glaube an Gott dazu – das Vertrauen in ihn bildet für mich so ein Lebensfundament. Mit diesem verlässlichen Halt im Leben kann ich mich immer wieder neu auf meinen Weg machen, bestärkt und ohne Angst.
Ich kann nicht immer nur gehen oder immer nur stehen. Die Mischung macht’s. Und was für ein Segen ist es dann, wenn ich auf die Frage “Wie geht’s, wie steht’s?” ehrlich und dankbar antworten kann: “Danke, gut!”
Daniel Heinze, katholischer Kirchenredakteur bei Radio PSR
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