Gesegnete Brückendienste!
Von Gregor Heidbrink
Das hier geht raus an alle Brückentagshelden: Falls es heute ruhiger auf der Arbeit ist, dann ist es völlig okay, wenn ihr schon mal euren Spargel schält und hinterher in diese schöne Zeitung einwickelt. Erlaubt ist es außerdem, still und heimlich ein bisschen zufrieden mit sich zu sein. Ich hoffe für Euch, dass Ihr Euch gesehen fühlt! Und mögen Euch die Kollegen mit Sandorn und Bernstein bedenken, nachdem Ihr ihnen das lange Wochenende am Ostseestrand ermöglicht habt. Betrachten wir es als Ausgleich für die vielen Stunden, in denen einen keiner bemerkt und keiner mal nachgefragt hat. Wenn das Telefon schweigt, spürt einmal dem besonderen Segen dieses Tages nach!
Für mich persönlich macht dieser Brückentag deutlich, was Christi Himmelfahrt eigentlich bedeutet. Brückentag, das ist ein Tag, wo nicht Alltag ist und doch nicht frei, irgendwie zwischen Himmel und Erde. Und dennoch ist es wichtig, dass einer da ist, der Wache hält. Das ist systemrelevant!
Christliches Leben findet immer in diesem Zwischenraum statt. Nach Himmelfahrt mussten die Jünger sich sortieren. Er ist vorausgegangen und zugleich auf eine neue Weise gegenwärtig. Sie mussten neu lernen: Gerade im Unfertigen, im Übergang, im „Noch-nicht“ unseres Lebens ist er zu finden. Wir sind aufgebrochen, fragen weiter nach unserem Weg und unserer Berufung – und gehen auf eine Verheißung zu. Habt vielen Dank für Euren Dienst!
Gregor Heidbrink, Missionsdirektor des Diakonischen Werkes Innere Mission Leipzig e.V.
Foto: Stella Berker (fundus-medien)




