Im Blick

Ich mag Checklisten. In aller Ruhe zu planen. Eins nach dem anderen. Gut vorbereitet zu sein. Zugegeben: Die vergangenen Jahre eigneten sich nicht so gut dafür. Sie waren zu unübersichtlich. Unvorhersehbares wirbelte manches durcheinander.

Im neuen Jahr bleibt mir sicherlich meine Art, vorausschauen, abwägen, sichern zu wollen. Allerdings ergänzt mit der Erfahrung, dass vieles dennoch ganz anders kommen kann. Die Hoffnung auf Normalität erscheint inzwischen als naiv. Es wird wohl unübersichtlich bleiben.

Meine Hoffnung? Ich halte mich daran fest, dass Gott mitten im Trubel unsere Nähe sucht. Ansprechbar bleibt. Durch dick und dünn mitgehen will. Trotz meiner Neigung, alles allein schaffen zu wollen. Aber – ich glaube darauf kommt´s an – nicht ohne oder gar gegen ihn.

Für 2023 ist übrigens ein Bibelwort ausgewählt worden, auf dass sich diese Zuversicht beziehen kann: „Du bist ein Gott, der mich sieht“. (1. Mo. 16,13)

von Wolfgang Menz

 

Foto: Lotz (gemeindebrief.evangelisch.de)