In die Schultüte kommt …

Heute ist es wieder soweit. Überall in der Stadt sind sie zu sehen: aufgeregte Kinder fast versteckt hinter ihrer großen Schultüte, die sie stolz tragen. So ein Bild findet sich auch in vielen Fotoalben. Wichtig ist für alle Kinder, was in der Schultüte steckt: Dinge, die für den Schulanfang gebraucht werden oder ihnen Freude bereiten.

Auch ich habe gerade wieder eine Schultüte gepackt – eine kleine für mein Nachbarskind – allerdings will ich ein paar besondere Dinge hineinlegen: einen Ball – auch Spielen muss sein; Garn für Freundschaftsbänder – Freundinnen und Freunde sind wichtig; noch etwas zum Kuscheln und Trösten, ein paar Bonbons und oben an die Schleife kommt ein Reflektorengel.

Der Engel sieht nicht nur schön am Schulranzen aus, sondern leuchtet in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Und der Engel ist ein Bote Gottes und damit ein sichtbares Zeichen für Gott.

Für einen neuen Lebensabschnitt wie den Schulanfang – ja eigentlich für jeden Tag – brauchen wir die Begleitung durch Gott. Dafür gibt es den Segen. Der Segen ist mehr als ein Wunsch. Er ist die Kraft von Gott, die uns Mut macht. Den Segen brauchen unsere Schulanfänger für alles Neue, was sie nun erleben.

Der Engel am Schulranzen soll eine Erinnerung an den Segen sein. Der Segen wird in den Gottesdiensten zum Schulanfang persönlich zugesprochen. Segnen kann nicht nur die Pfarrerin, sondern jeder kann dies machen. Liebe Eltern – versuchen Sie es doch mal:
Gott ist immer bei dir. Gott schützt dich und hilft dir. Gott segnet dich.

Allen Schulanfängern und denen, die etwas Neues wagen, Gottes Segen!

Pfarrerin Angela Langner-Stephan, Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz mit Schwesterkirchgemeinden Schleußig und Kleinzschocher

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