Lernen in den Ferien – ja klar!

Wie eine Landkarte funktioniert, das habe ich mit ungefähr sieben Jahren am Beispiel unserer Sommerferien-Insel gelernt. Die hatte klare Konturen, eine überschaubare Anzahl von Orten – und so war es ganz leicht, ein Stück Geografie zu verstehen.

Ich bin dankbar, dass meine Eltern uns in den Ferien nie mit Mathe-Übungen oder so was gekommen sind – aber gelernt habe ich viel:

Wie es anderswo aussieht,

wie andere Sprachen klingen,

wie Krabben, Tintenfische und andere Spezialitäten schmecken,

wie eine Windmühle oder eine Fischräucherei funktioniert,

wie sich achtzig Fahrrad-Kilometer an einem Tag anfühlen …

… und ich lerne immer noch dazu.

Manche setzen sich in den Ferien vielleicht ein Lernziel: In soundso vielen Tagen sicher auf dem Surfbrett stehen oder so was – aber manches lernt sich fast von allein:

vom Ferienlager-Team oder in der Familie, aus Urlaubsschmökern und Reiseführern, in Museen, Kirchen – oder einfach: voneinander.

Das können neue Sportarten sein, Wissen über Natur und Kultur, Himmel und Wetter, Erfahrungen als Team unterwegs – und auch: Ideen, wenn was anders kommt als geplant.

Also klar: in den Ferien ist genau die richtige Zeit zum Lernen, Entdecken, Erkunden – ohne Leistungskontrolle und Noten! Viel Spaß dabei!

von Friederike Ursprung, evangelische Kirchenredakteurin bei Radio PSR

 

Foto: Lotz (gemeindebrief.evangelisch.de)