Machen wir uns gegenseitig Mut!

„In dieser Zeit werden wir um viel gebracht, an das wir gewöhnt waren,“ schrieb im Oktober der Synodalrat der Ev. Kirche der Böhmischen Brüder (EKBB) aus Tschechien in einem Hirtenbrief. Die Zahl der an Coronaneuinfizierten stieg und steigt dramatisch. Das Gesundheitssystem ist an seinen Grenzen. Tschechische Ärzte und Pflegekräfte, die u.a. in Sachsen arbeiten, werden gebeten, zurückzukehren. Der Präsident appelliert zu Disziplin und zum Einhalten der wichtigen AHA-Regeln. Zu sorglos ist man in Tschechien im Sommer mit der Coronakrise umgegangen. Am Beginn lief vieles richtig gut. Inzwischen ist man in vielen Ländern erneut in einem Krisenmodus. Auch in Deutschland.

Unsere Kanzlerin appelliert, die Gefahr des Virus ernst zu nehmen, sich zu beschränken, durchzuhalten – auch wenn es schwerfällt. In dem Hirtenbrief unserer tschechischen Nachbarn heißt es: „Wir unterstützen das Bemühen aller, die in dieser Zeit der Einschränkungen und Verbote Hoffnung geben gegen die sich verbreitende Krankheit. Machen wir uns gegenseitig Mut mit einem hoffnungsvollen Wort darüber, dass mit dem Verlassen von gegenwärtigen Gewohnheiten das Wunder des Lebens nicht endet!

Und vor allem beten wir für die Kranken, die Sterbenden, für die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, für die Mitarbeitenden der Kirchen, die die Hoffnung des Evangeliums an Orte bringen, wo Hoffnung fehlt. Dies alles in dem Glauben, dass Christus über den Tod siegt. Ob wir leben oder sterben: auch eine böse Krankheit trennt uns nicht von Christus, der uns miteinander verbindet!“

Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werkes

Foto: Pixabay