Mission – Werk der Liebe

Als Christ sehe ich die Liebe Gottes in Christus verkörpert, in seinem Leben und Sterben. Aufgewachsen in einer gemischt-religiösen Familie ist diese Liebe in Christus für mich keine Grenzmarke, die mich von anderen Menschen trennt. Sondern sie verbindet mich mit ihnen: Ich suche Wege der Begegnung mit Menschen anderer Religionszugehörigkeit. Ich setze mich ein für Gerechtigkeit und Menschenwürde.

„Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ – das ist das Motto der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen 2022 in Karlsruhe. Aber schon ab Montag treffen sich unter diesem Motto in der Leipziger Peterskirche die Delegierten des Dachverbands Evangelische Mission Weltweit EMW. Das Leipziger Missionswerk mit seiner 185jährigen Geschichte – davon 173 Jahre in Leipzig – ist Gastgeber dieser Mitgliederversammlung.

Mission hat den Geruch des Kolonialismus, leider, auch wenn die konkrete Arbeit der Missionar:innen davon motiviert und geprägt war, die Liebe Gottes in Christus zu bezeugen.  Bei aller (Selbst-)Kritik an unserer kolonialen Verwicklung hören wir deshalb auch die Stimmen aus dem globalen Süden, die uns daran erinnern, wie sie durch das Lebenszeugnis von Missionar:innen Befreiung und Lebensstärkung erfahren haben.

Was würden Sie denn gern als Botschaft hören, wenn jemand von der Liebe Gottes in Christus redet? Erwarten Sie religiöse Innerlichkeit? Oder denken Sie an solidarische Gerechtigkeitsarbeit? Oder wünschen Sie sich Stärkung auf Ihrem Lebensweg? Schreiben Sie mir – ich bin gespannt. Ravinder.Salooja@LMW-Mission.de

von Ravinder Salooja, Direktor des Evangelisch-Lutherischen Missionswerks Leipzig e.V.

 

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