Monopoly

Heute vor 85 Jahren wurde das bekannte Brettspiel MONOPOLY auf den Markt gebracht. Der arbeitslose Heizungsmonteur Charles Darrow hat es erfunden, mitten in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. Er wurde zum Millionär.
„MONOPOLY…und die Herrn der Schlossallee, verlangen viel zu viel…“. Dieser Schlager klang mir in den Ohren als ich von diesem Jubiläum heute las. Und: „Was würde Jesus dazu sagen?“, schießt es mir dann noch durch den Kopf. „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon“ (Lk 16,9)? Oder „Seid klug wie die Schlangen“ (Mt 10,16)?

Ich weiß es nicht. Jedenfalls glaube ich nicht, dass dieses Spiel „vom Teufel“ ist, wie ich das mal in einer Zeitschrift gelesen habe. Eher wird ein teuflisches Spiel vor Augen geführt, das Spiel um Geld. Und dabei kann man ein teuflisches Vergnügen entwickeln – zumindest einige oder ein Spieler.
Man kommt nun bei diesem Spiel mit Spielfiguren auf verschiedene Felder. Da hat man mal Glück und dann mal Pech. Und wenn ein Spieler viel Glück hat, häuft er sehr viel Geld an und kann dann sogar sein Glück „machen“. Das Problem dabei ist nur, dass der Glücks-Macher anderen viel Unglück bringt. Und zum Schluss gibt es den großen Gewinner und es gibt den großen Verlierer.

Also: Das hat dann Jesus mit Sicherheit nicht gewollt. Denn beim Blick auf die großen Verlierer um ihn herum sagte er damals:

„Selig, die arm sind vor Gott.
Selig, die rein sind im Herzen.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit.
Selig seid ihr, wenn man euch schmäht.“ (vgl. Mt 5, 3-11)

Aber mit diesen Eigenschaften gewinnt man bei MONOPOLY nicht. Das Spiel zeigt, wie die Kreisläufe in dieser Welt vielfach gehen. Und danach könnte man vielleicht darüber nachdenken, wie dieser Jesus aus Nazareth die Kreisläufe der Welt durchbrochen hat.

Pfarrer Thomas Bohne, Katholische Pfarrei St. Philipp Neri Leipzig-West

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