Offene Herzen

Der Wochenspruch der am morgigen Sonntag Sexagesimae beginnenden Woche aus dem Hebräerbrief im 3. Kapitel lautet: „Heute wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht“ (Vers 15).

Das Herz ist das zentrale Organ des menschlichen Körpers, welches den Blutkreislauf und damit das Leben in Gang hält. In biblischen Zusammenhängen gilt das Herz auch als ein Ort der Gefühle und der Empfänglichkeit für Gedanken des Glaubens und Verstehens. Der Verfasser des Hebräerbriefes warb dafür, dass sich seine Leser der Botschaft Gottes und Jesu Christi öffnen mögen. Dieses Werben für einen emanzipierten, offenen Glauben ist auch heute wichtig. Es kommt darauf an, dass die christlichen Gemeinschaften die Botschaft von dem dreieinigen in der pluralen Gesellschaft lebendig halten und zwar in allen Gesichtspunkten.

Dabei kommt es darauf an sowohl die von Jesus inspirierte Nächstenliebe wie auch die Botschaft von der Auferstehung und der Hoffnung auf das ewige Leben zum Ausdruck zu bringen. Der himmlische Vater schenkt durch seinen Heiligen Geist Menschen neu den Glauben. Sie sollen in den Kirchen dann auch eine Heimat finden, in der sie ihren Glauben leben können, wie auch alle eine Beheimatung behalten mögen, die sich in den Gemeinden im Gottesdienst versammeln um die Botschaft des Evangeliums zu hören und miteinander Abendmahl zu feiern.

Diejenigen, welche ihre Herzen der Sache Jesu öffnen, haben immer einen Rückhalt in ihrem Leben und empfangen Kraft und Inspiration um sich hilfebedürftigen Menschen zuzuwenden. So möge der Weg der Gemeinden und der Kirchen in der Zukunft geprägt sein von der Ausrichtung an den ethischen Weisungen Jesu und Orientierung an den zentralen Aussagen des Glaubens.

Pfarrer Dr. Peter Amberg, Christuskirche Eutritzsch

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