Terror vor 20 Jahren

Zwanzig Jahre ist er nun her: der 11. September, der die Welt veränderte.

Die Flugzeuge, die islamistische Terroristen damals ins World Trade Center und ins Pentagon steuerten, töteten tausende Menschen – viele weitere starben an den Folgen von giftigem Rauch und Staub.

Und noch viel mehr wurden Opfer von Vergeltung, Krieg, Folter und immer neuer Gewalt: in Afghanistan, im Gefangenenlager von Guantanamo, im Irak, durch den „Islamischen Staat“…

Die Attentäter beriefen sich auf Allah, also auf Gott. Aus ihrem Glauben machten sie eine mörderische Ideologie voll Hass gegen Amerika und die westliche Welt. Aber auch der Kampf gegen den Terror hat oft zu Hass, Gewalt und Unterdrückung geführt, zu Flucht, Vertreibung, Mord und Elend. Dazu, dass viele Menschen Muslime ablehnen und fürchten – auch wenn sie noch so friedlich leben. Und diese Ausgrenzung führt wieder zu neuem Hass…

Wäre das ohne die Attentate vom 11. September 2001 etwa alles ausgeblieben? Oder wären Hass und Terror anderswo ausgebrochen?

„Terror“ ist das lateinische Wort für Angst und Schrecken. Angst verbreiten, die alles beherrscht, dieses Ziel haben die Terroristen in vieler Hinsicht erreicht.

Aber nicht vergessen: Es gab und gibt auch die Muslime, Christen, Juden, die alles tun, um die Welt in eine andere Richtung zu verändern. Weil sie sicher sind: kein Gott will oder fordert irgendwelchen Terror!

Friederike Ursprung, Evangelische Kirchenredakteurin Radio PSR

 

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