Ubuntu – Ich bin, weil wir sind

Ubuntu, das ist die afrikanische Lebensphilosophie. Auch im diesjährigen Weltgebetstagsland Simbabwe wird „Ubuntu“ aus tiefstem Herzen gelebt. Die Einzelne kann nur leben und überleben, wenn es auch den anderen gut geht. Ein Gedankengang der uns Mitteleuropäer überlegen lässt. Wie ist das hier bei uns in Deutschland? Geht es den meisten nicht eher darum, „Seine Schäfchen ins trockene zu bekommen“ – steht nicht zuerst das Denken an sich selber und der Blickwinkel wird erst nach einiger Zeit geweitet?

Die Überschrift über dem diesjährigen Weltgebetstag lautet „Steh auf und geh“. – Im Johannesevangelium wird von einem Kranken berichtet, der 38 Jahre lang krank war und immer wieder versuchte, gesund zu werden, es ihm aber nicht gelang. Bis Jesus ihn aufforderte: „Steh auf, nimm Deine Matte und geh.“ Diese Erzählung ist fast so etwas wie eine kleine Auferstehungsgeschichte.

An welchen Punkten in Ihrem Leben gibt es Auferstehungsgeschichten? Sind Sie z.B. gut aus einem Unfall herausgekommen? Oder gab es eine Versöhnung, die lange auf sich hatte warten lassen? Endlich wieder mit beiden Beinen laufen können… In unserem Leben begegnen uns immer wieder solche Auferstehungsgeschichten. Nehmen Sie sie wahr? Für die Menschen in Simbabwe sind das immer wieder gegenseitige Eintreten füreinander, das schauen und fragen wie es der/dem Anderen geht, den Anderen nicht links liegen lassen – kleine Auferstehungsgeschichten. Sie machen Mut für größere, sie machen Mut zum Aufstehen.

Seien Sie eingeladen zum Weltgebetstag in Ihrer Gemeinde!

Peggy Rühle, Referentin im Reisedienst der Kirchlichen Frauenarbeit Sachsen

Motiv: Weltgebetstag der Frauen 2020