Vor Viren schützen und keiner Verschwörungstheorie nachgeben

Mitten der Coronakrise ermutigte ein tschechischer evangelischer Bischof seine Gläubigen mit den Worten: „Víru si chraň, viru se braň!“/„Bewahre dir den Glauben und vor dem Virus schütze dich!“ Im Tschechischen liegen das Wort Glaube (víra) und das Wort Virus nah beieinander. Das Gute bewahren und was schadet, abwehren – das ist Aufgabe für uns alle. Seit Ausbruch der Coronakrise wissen wir, was hilft, um uns gegen das Virus zu schützen – Distanz halten, Hände waschen und Mundschutz sind die einfachen Mittel.

Das ist Aufgabe aller. So kann man verantwortungsvoll handeln zum Schutz der Gemeinschaft. Trotzdem ist es nicht leicht, diese Krisenzeit zu bestehen. Denn das ist sie. Es steht viel auf dem Spiel. Einfach ist es nicht. Die Bibel ist voll von Texten, in denen es um das Bewahren unseres Glaubens in Krisenzeiten geht. So heißt es: „Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist.“ (2. Tim 1, 12)

Gut ist es in Krisenzeiten zu wissen, an was ich glaube. Gut ist es, diesen Glauben zu bewahren und zu vertrauen, dass das Leben trotz allem gut ist. Oft ist nicht klar, ob alles gut wird. Der Glaube will uns lehren, dass wir bei Sinnen bleiben und tun, was vor Viren schützt und, und dass wir keiner noch so absurden Verschwörungstheorie nachgehen. Der Glaube will uns lehren nüchtern zu bleiben, dass der Verstand sich nicht verwirren lässt. Gegen so etwas gilt es Widerstand zu leisten und Menschen zu ermutigen, den Glauben zu bewahre und uns vor Viren zu schützen.

Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werkes

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