Zum Schuljahresbeginn

Für Tausende Kinder beginnt in diesen Tagen ein neuer Lebensabschnitt: die Schule. Aber auch für die älteren sowie für die Lehrerinnen und Lehrer ist der Start ins neue Schuljahr nach den Sommerferien immer mit Erwartung und Spannung verbunden. Wie ist mein Stundenplan? Bekomme ich alle meine Freizeitaktivitäten unter? Werde ich alles schaffen können? In diesem Jahr kommt noch die Unsicherheit wegen Corona dazu. Können wir den Präsenzunterricht aufrechterhalten? Wie schaffen wir es, dass keiner verloren geht?

Die Digitalisierung der Schulen und die Fortbildung der Lehrkräfte sind nicht alles. In den letzten zwei Jahren hat es dafür so viel Neues gegeben, wie schon lange nicht mehr. Aber Bildung braucht mehr, nämlich direkte Begegnung und Vertrauen: von Seiten der Schüler und Eltern in die Lehrkräfte, dass diese es gut meinen und ihr Handwerk verstehen. Und von Seiten der Lehrer in die Schüler, dass jeder etwas einbringen kann, Begabungen hat. Niemand darf abgeschrieben und zum hoffnungslosen Fall erklärt werden.

Gute Bildung ist keine leichte Aufgabe, dafür braucht man Kraft und auch Zuspruch. In vielen Kirchen finden am nächsten Wochenende Familiengottesdienste zum Schuljahresbeginn statt. Und Pädagoginnen und Pädagogen können sich stärken lassen in einem Gottesdienst am 11. September in der PAX-Jugendkirche in Gohlis. Unter #festhalten beginnen wir um 9.30 Uhr. Sie sind herzlich eingeladen.

von Uta Gerhardt, Schulpfarrerin im Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig

 

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