Gedenkfeier für unbekannt Verstorbene

Ohne Angehörige verstorben – Gedenkfeier auf dem Leipziger Ostfriedhof

Unbemerkt soll möglichst niemand gehen

Sechste Gedenkfeier am 24. Mai 2024, 18 Uhr, auf dem Leipziger Ostfriedhof

Auch in Leipzig versterben in jedem Jahr Menschen, für deren Bestattung weder Freunde noch Verwandte Sorge tragen. Lässt sich kein Verantwortlicher ermitteln, übernimmt die Stadt Leipzig die Organisation und auch die Kosten für eine Beerdigung. Sichtbares Zeichen für dieses wiederkehrende Geschehen sind die schlichten Urnengräber auf dem Ostfriedhof.

Seit nunmehr sechs Jahren findet eine Gedenkfeier statt, die gemeinsam von der Stadt Leipzig und dem Stadtökumenekreis gestaltet wird. Bläser begrüßen die Teilnehmenden vor der Friedhofskapelle. Der Chor Gospel Changes trägt ein würdiges musikalisches Programm bei. Herzliche Einladung zum Freitag, 24. Mai, 18 Uhr, vor der Kapelle des Ostfriedhofs, Oststr. 119.

Kern dieser Feier ist die Verlesung der Namen jener, die im vergangenen Jahr ohne Begleitung beigesetzt wurden. Alle Namen werden anschließend in ein Buch gelegt, das in der Kapelle des Ostfriedhofs ausliegt – ein Zeichen gegen das Vergessen.

In einer Ansprache nähern wir uns den wohl sehr unterschiedlichen Lebenswegen der Verstorbenen. Entzündet wird für sie eine Kerze, die den Teilnehmenden von der Kapelle zum Grabfeld vorangetragen wird. Wenige Worte dort, vielleicht ein Gebet, wer mag, legt Blütenblätter auf das Grabfeld.

Christen hatten den Wunsch, auf diese Weise einen diakonischen Dienst für die Stadtgesellschaft zu tun. Dieses Vorhaben erfuhr eine wesentliche Unterstützung, als unabhängig davon der Stadtrat die Installation einer Gedenkfeier beschloss. Ein offener Vorbereitungskreis fand sich, manche blieben über die Jahre, andere kamen dazu.

 

Foto: Sebastian Keller20

Kirchgemeindehaus Böhlitz-Ehrenberg

Lesung in Böhlitz-Ehrenberg: Gedichte von Mascha Kaléko

Zu einer musikalischen Lesung mit Gedichten von Mascha Kaléko wird am Freitag, dem 24. Mai 2024, 19 Uhr, in das Kirchgemeindehaus Böhlitz-Ehrenberg, Johannes-Weyrauch-Platz 2, eingeladen.

Über dem Abend stehen die Worte der Dichterin „Möchten Sie in dieser Zeit Gott sein?“. Mascha Kaléko mochte es in ihrer Zeit nicht. Die jüdische Dichterin war eine außergewöhnliche Frau mit einem außergewöhnlichen literarischen Schaffen, das Liebesgedichte, Gedichte über Einsamkeit, Verzweiflung, Religiöses sowie heiter-ironische Kurzgeschichten umfasst.

Der Leipziger Regisseur und Schauspieler Axel Thielmann nähert sich Mascha Kaléko über ihre Gedichte und literarischen Zeitansagen. Musikalisch begleitet wird er vom Trio „Klangprojekt“.

Der Eintritt ist frei, dank der Förderung durch die Holger-Koppe-Stiftung. Über Spenden am Ausgang freut sich die Kirchgemeinde dennoch.

Kirchgemeindehaus Böhlitz-Ehrenberg, Foto: Ingeborg Andrae

Kirche und Couch: Wohnzimmerkirche in der Philippuskirche Leipzig

Kirche und Couch – geht nicht – weit gefehlt!

Nun schon zum dritten Mal laden wir herzlich in die „Wohnzimmerkirche“ ein! Euch erwartet ein Abend im gemütlich veränderten Altarraum der Philippuskirche, diesmal unter dem Motto „klarSehen“, mit guter Musik, Gesprächen, Zeit zum Zuhören und Nachdenken, Wortimpulsen und Tischgemeinschaft mit Bier, Limo und kleinen Snacks: Wohin führen mich meine Lebenswege? Wie klar sehe ich sie? Wie durchschaut man all die Wirren und das Chaos dieser Welt, wer oder was leitet mich? Und gelingt mir das als Mensch überhaupt – den Dingen wirklich auf den Grund zu schauen?

Wir freuen uns auf viele Mitsingende, Zuhörende, Mitdenkende und Sich-inspirieren-lassende! Ab 20 Uhr seid ihr willkommen, los geht’s um 20:30 Uhr.

Gemeinsame Veranstalter von „Wohnzimmerkirche“ sind: Projekt Raum Kirche, Förderverein Philippus e.V. und die Evangelische Studierendengemeinde Leipzig.

 

Foto: Pixabay

Musiksommer und offene Kirche für alle in der Kirchgemeinde Großstädteln-Großdeuben

Bis September öffnet die Kirchgemeinde Großstädteln-Großdeuben regelmäßig ihre beiden Kirchen und lädt sonnabends zu Veranstaltungen im Rahmen des Musiksommers ein. Im Anschluss an die Konzerte öffnet ein Begegnungscafé für Groß und Klein.

Die nächsten Termine im Rahmen des Musiksommers:

18. Mai, 15 Uhr, Katharinenkirche Großdeuben, Kirchstr. 14a
„Kum hayliger Gaist“ – Orgelmusik zum Pfingstfest
an der Friderici-Orgel: Kai Nestler

25. Mai, 15 Uhr, Kirche Großstädteln
„Reichtum der Welt“ – Lyrischer Ostrock – symphonisch
Manuel Schmidt und Kammerensemble

1. Juni, 15 Uhr, Katharinenkirche Großdeuben
„Tanzen und springen, singen und klingen“ – Sommermusik
mit dem Akkordeonorchester „Flying Notes“ und Schülern aus Böhlen, Markkleeberg und Leipzig unter Leitung von Sylvia Endler

8. Juni, 15 Uhr, Kirche Großstädteln
„Singen wir ein Lied zusammen“ – Lieder und Arien von Klassik bis Musical
Schülerinnen und Schüler der Gesangsklasse von Carolin Creutz-Moritz (Musik- und Kunstschule Landkreis Leipzig) stellen sich vor

 

Kirche Großstädteln, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Paul-Gerhard-Kirche Connewitz

31. Connewitzer Straßenfest und Konzert mit „Klänge der Hoffnung“ am Connewitzer Kreuz

„…dass es immer Morgen werde“ – Konzert mit großem Kinderchor und Ensemble „Klänge der Hoffnung“

Im Rahmen des Connewitzer Straßenfestes am 26. Mai 2024 wird 14 Uhr zu einem transkulturellen Liedkonzert in die Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Selneckerstr. 5, eingeladen.

„…dass es immer Morgen werde“ lautet der Titel des Programms mit Liedern aus neun Nationen. Gestaltet wird das Konzert von den Kinderchören der Kirchgemeinde im Leipziger Süden und dem Ensemble „Klänge der Hoffnung“. Die Leitung haben Elisabeth Kindel und Ulrike Pippel.

Englisch, Hebräisch, Arabisch, Ukrainisch, Finnisch, Lateinisch, Persisch, all diese Sprachen und noch mehr wurde in den Kinderchören der Kirchgemeinde mit über 60 Kindern fleißig probiert, gelernt und gesungen. Dazu kommen eine Prise Tanz und vor allem die wunder­baren Farben und Rhythmen des Ensembles „Klänge der Hoffnung“ mit ihren Instrumenten.
Wie diese Verbin­dung klingt und das Leben feiert, wird im Konzert zu erleben sein.

Am 2. Juni ist das Liedkonzert 16 Uhr in der Peterskirche noch einmal zu erleben. Der Eintritt ist frei, Kollekte am Ausgang erbeten.

 

11.00 – 18.00 Uhr        „Segel setzen“ – 31. Connewitzer Straßenfest am Connewitzer Kreuz

10.00 Uhr         Ökumenischer Gottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche, Selneckerstraße

11.00 Uhr         Eröffnung des Straßenfestes auf dem Kirchenvorplatz

Musik, Verkaufs- und Infostände, Puppenspiel, Führungen, Modenschau aus Kaffeeverpackungen, Schulkinder und Tanzgruppen auf der Bühne, Artistenprofis und der Posaunenchor

14.00 Uhr         „…dass es immer Morgen werde“ – Lieder aus neun Nationen, mit Kinderchor und Ensemble Klänge der Hoffnung

 

Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

„Das Leben ging weiter, immer weiter“ – Portraits von Karl Heinz Mai in der Auferstehungskirche Möckern

Die FOTOTHEK MAI LEIPZIG (www.fotothek-mai.de) und der Kirchenvorstand der Leipziger Sophiengemeinde zeigen in der Auferstehungskirche Möckern, Georg-Schumann-Str. 184, Portraits von Karl Heinz Mai aus den 1940er und 1950er Jahren. Zu sehen sind die zum Teil auch international ausgestellten Fotos, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen, vom 23. April bis zum 25. August 2024.

Karl Heinz Mai fotografierte ohne Auftrag, war in Stadt und Land der mobile Fotograf im Rollstuhl und veröffentlichte gelegentlich erste Bilder in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern und Kalendern. Für das Stadtgeschichtliche Museum, das Stadtarchiv und die Denkmalpflege Sachsens lieferte er Fotografien zur Stadtentwicklung. Nach seinem frühen Tod erlangte das gesamte Lebenswerk durch den Sohn des Fotografen, Karl Detlef Mai, den verdienten Bekanntheitsgrad und die gesellschaftliche Anerkennung. Es folgten zahlreiche Ausstellungen, auch internationale Beteiligungen, Fernsehbeiträge, Publikationen und hunderte Dia-Vorträge.
Den ersten richtig großen Bildband „Reporter des Alltags“ mit fast 300 Fotografien gab Andreas Mai, der Enkel des Fotografen, 2007 im Verlag Pro Leipzig mit einem Vorwort von Bernd-Lutz Lange heraus. Arndt Ginzel schuf die 29-minütige, beeindruckende Reportage „Perspektivwechsel – Das Erbe des Karl Heinz Mai” für den MDR, die nach Vereinbarung aufgeführt werden kann. Mögen die Porträts als Spiegel einer schweren und hoffnungsvollen Zeit erinnern helfen und zum Verständnis beitragen. Karl Detlef Mai

Auferstehungskirche Möckern, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Gnadenkirche Wahren sonnabends zur Besichtigung geöffnet

Bis zum 28. September 2024 wird jeden Sonnabend von 14 bis 16 Uhr in die evangelisch-lutherische Gnadenkirche Leipzig-Wahren, Opferweg, zur Besichtigung und Andacht eingeladen. Der jeweils anwesende Kirchenführer informiert die Besucher auf Wunsch gern über die Baugeschichte dieser rund 800 Jahre alten Kirche, die mit ihrer Ausstattung einen Bogen von der Romanik bis zum Jugendstil spannt.

Die Gnadenkirche Wahren ist eine der ältesten Kirchen in Leipzig. Sie steht auf einem Hügel, der wie ein Sporn in die Weiße Elster hineinragt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Weiße Elster gezähmt und fließt in ihrem heutigen Bett, rund 50 bis 60 Meter entfernt.

Die Kirche war Mittelpunkt des im Jahre 1004 in einer Urkunde Kaiser Heinrich II. erstmals erwähnten Dorfes „Vuarim“ – Wahren, das Anfang 1922 nach Leipzig eingemeindet worden ist. Zeugnisse der wechselvollen Baugeschichte sind bis heute in der Kirche zu finden.

Im Herbst 2018 wurde die Restaurierung der Renaissancekanzel von 1600 und des Altarraumes abgeschlossen.

sophien-leipzig.de

 

Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Überschuldung kennt kein Alter! – Schuldnerberatung für Senior:innen

Überschuldung kennt kein Alter! – „Sozialräumliche soziale Schuldnerberatung für Senior:innen“

 Ein Angebot der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Leipzig (KEL)

Mit dem Projekt der „Sozialräumlichen sozialen Schuldnerberatung für Senior:innen“ möchte die KEL Senior:innen „Rund um das Thema Geld“ sensibilisieren und ihnen Wege zeigen, ihre finanzielle Situation zu stabilisieren bzw. zu verbessern.

In diesem Lebensabschnitt kommt es oft zu einschneidenden Veränderungen, wie z. B. Verlust eines Partners, Eintritt in den Ruhestand, Krankheit, Umzug etc. – und damit auch zur Verschlechterung der finanziellen Situation.

Das Besondere an diesem Projekt der KEL: Es ist aufsuchend (z.B. im Wohnraum, im Seniorenbüro /-treff, im betreuten Wohnen für Senior:innen oder einem anderen Orten im Umfeld) und kostenfrei.

Für die KEL-Mitarbeitenden besteht Schweigepflicht.

Kontakt:

Manja Wiesner
E-Mail: manja.wiesner@evlks.de

Dana Kirchner
E-Mail: dana.kirchner@evlks.de

Telefon: 0341 65679650

Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig
Einrichtung des Ev.-Luth. Kirchenbezirkes Leipzig
Ritterstr. 5
04109 Leipzig
www.ke-leipzig.de

KEL_Flyer_Schuldnerberatung für Senioren

KEL Schuldnerberatung, Foto: Peter Eichler