Kirche, wohin? – Gesprächsabende in der Peterskirche

In einer neuen Gesprächsreihe denkt die Gemeinde der Peterkirche darüber nach, wozu wir Kirche heute brauchen. Die Coronapandemie hat manche Probleme neu ins Bewusstsein gerückt, die vielleicht schon länger schwelen. Wohin geht es mit unserer Kirche? „Die Frage berührt auch das Leben der Kirchgemeinden“, sagt Pfarrerin Christiane Dohrn, und dass die Antwort – Gott sei Dank – nicht allein von uns abhängt. Aber wichtig sei es schon, wie sehr wir die Kirche eigentlich brauchen und in welchem Maße ihre Angebote uns entgegenkommen, meint die Pfarrerin weiter. „Davon hängt vieles ab für die Zukunft unserer Kirche – und für alle, die mit ihr einen Weg suchen.“

An fünf Gesprächsabenden – jeweils mittwochs, 19.30 Uhr, in der Christenlehrekapelle der Peterskirche, sind Interessierte eingeladen, miteinander nachzudenken und ihre Meinungen dazu auszutauschen.

Termine und Themen:

  • 27. Oktober: Ablegen, was uns im Innersten bewegt.
    Kirche als Ort der Stille, der Klage und des Gebets
  • 3. November: Suchen, wo uns Antworten fehlen.
    Kirche – Begegnungsort der Unfertigen und Ratlosen
  • 10. November: Hören, worauf wir uns verlassen können.
    Kirche als Echoraum für Gottes menschliches Wort
  • 24. November: Ringen um das, was gerecht ist in unserer Welt.
    Kirche, die hinschaut, wo Not ist
  • 1. Dezember: Feiern, was stärkt und verbindet.
    Kirche als Gemeinschaft im Glauben und Leben

Die Abende werden thematisch eingeleitet. Es wird ausreichend Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch geben. Jede/r darf, niemand muss reden. Für die Beachtung der geltenden Abstandsregeln wird gesorgt. Die Abende werden u. a. eingeleitet durch Prof. Jürgen Ziemer, Pfarrer Andreas Dohrn, Pfarrerin Christiane Dohrn, Prädikantin Anna Rietzschel.

www.kirche-leipzig-sued.de/peterskirche/nachrichten.html

 

Peterskirche Leipzig, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

„Orgelherbst“ in der Nikolaikirche

Bis Ende Oktober werden Organistinnen und Organisten aus dem In- und Ausland im Rahmen des Orgelherbstes jeweils sonnabends 17 Uhr vielfältige Konzertprogramme in der Nikolaikirche zu Gehör zu bringen.

Die 5-manualige Ladegast-Eule-Orgel in der Stadtkirche St. Nikolai ist mit ihren 103 Registern und 6.804 Orgelpfeifen – im wahrsten Sinne des Wortes – eine „Königin der Instrumente“ und bietet ein beeindruckendes, berührendes Klangerlebnis.

Orgelherbst_2021

 

Nikolaikirche Leipzig, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

„Telemann – Bach – Harrer. Leipzig um 1750“ – Konzert in der Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz

Am Sonnabend, den 30. Oktober 2021, 20 Uhr findet in der Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Selneckerstr. 5 ein Konzert mit dem Titel „Telemann – Bach – Harrer. Leipzig um 1750“ statt. Musikalisch ausgestaltet wird der Abend durch Ina Siedlaczek im Sopran, Inga Jäger im Alt, Stephan Scherpe im Tenor, Diogo Mendes im Bass und dem Gellert Ensemble – Chor und Orchester unter Leitung von Andreas Mitschke. Karten sind für 15 Euro, ermäßigt 10 Euro in der Musikalienhandlung Oelsner oder Abendkasse erhältlich. Veranstalter ist kultur_nah. Management und Promotion für Kultur und Medien.

Mit der „Missa in D-Dur“ von Johann Sebastian Bachs Amtsnachfolger Gottlob Harrer steht ein außergewöhnliches Beispiel italienischer Kompositionsart auf dem Programm, wie sie vom Leipziger Rat und vielen Musikinteressierten in Nachfolge von Bach präferiert wurde. Die Messe wurde von Harrer als Schüler Jan Dismas Zelenkas im Umfeld des am italienischen Gusto orientierten kursächsischen Hofes in Dresden komponiert, das überlieferte Notenmaterial von Leipziger Thomasschülern geschrieben. Es wurde also nicht nur im „Großen Concert“ italienische Musik gespielt, sondern auch in der Thomaskirche erklangen zu den Gottesdiensten angepasst bzw. eigens dafür komponierte Werke.

Das Pasticcio aus zwei Konzertsätzen Telemanns mit dem verbindenen Bachschen Mittelsatz „Sei Lob und Preis mit Ehren“ geht ebenfalls auf eine Zusammenstellung Harrers zurück. Dessen Sinfonie als Ersatz zum Graduale wurde einst von Breitkopf vertrieben, ist heute in der Leipziger Stadtbibliothek überliefert und zeigt sich als Jagdsinfonie für Schloss Hubertusburg ganz im Stile des kursächsischen Hofes: als Marsch mit Menuett.

Dieses Konzert wird durch die Mitteldeutsche Barockmusik e.V. aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und durch das Kulturamt der Stadt Leipzig gefördert.

 

Gellert Ensemle © Benno Hoppe

Veranstaltungen zum Reformationsfest in Leipziger Kirchen

Mit besonders gestalteten Gottesdiensten und Konzerten laden Leipziger Kirchen am Reformationstag, 31. Oktober, zum Besuch ein.

Um 10.30 Uhr wird in die Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz, Selneckerstr. 5 zu einem Kantatengottesdienst zum Reformationsfest eingeladen. Zu hören ist die Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“, BWV 80 von Johann Sebastian Bach. Mitwirkende sind Johanna Ihrig im Sopran, Hanna Hagel im Alt, Christoph Pfaller im Tenor, Diogo Mendes im Bass, Mitglieder des Vocalconsort Leipzig und ein Instrumentalensemble auf historischen Instrumenten unter Leitung von Kantorin Elisabeth Kindel.

Ein Festgottesdienst mit Glockenweihe findet um 11.00 Uhr in der Thomaskirche Leipzig statt. Besucher können den Thomanerchor erleben, unter Leitung von Thomaskantor Andreas Reize. Musikalisch begleitet wird er vom Posaunenchor der Thomaskirche unter Leitung von Jürgen Hartmann, der Singschule St. Thomas und dem Blockflötenensemble an der Thomaskirche. Anschließend wird zum Gemeindetag auf den Thomaskirchhof eingeladen.

Um 17.00 Uhr öffnet die Thomaskirche noch einmal ihre Türen für ein Konzert für Viola da Gamba und Orgel. Zu hören sind Thomas Fritzsch an der Viola da Gamba und der scheidende Thomasorganist Ullrich Böhme an der Orgel.

Kantaten zum Reformationsfest sind auch 15.00 Uhr in der Kirche Panitzsch zu hören. Umgesetzt werden sie von Gesangssolisten und dem Sächsischen Barockorchester unter Leitung von Gotthold Schwarz. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

„Heiliger Martin, lehr uns teilen“ lautet der Titel eines Singspiels über Martin Luther, das um 16.00 Uhr in der Hainkirche St. Vinzenz Lützschena, Elsteraue 7 aufgeführt wird. Das Singspiel wird im Familiengottesdienst von Teilnehmern einer Kinder-Singfreizeit gestaltet. Im Anschluss gibt es Reformationsbrötchen, die sich gut teilen lassen.

Lucas Pohle spielt um 17.00 Uhr in der Kirche Zuckelhausen (Holzhausen), Zuckelhausener Ring auf der Orgel von Universitätsorgelbaumeister Johann Gottlob Mende. „Ein feste Burg ist unser Gott“ lautet der Titel des Orgelkonzertes zum Reformationsfest.

Im Orgelkonzert um 20.00 Uhr in der St. Moritzkirche Taucha, Kirchstraße werden Werke zur Reformation, von Johann Sebastian Bach und Improvisation aufgeführt. Matthias Eisenberg ist an der Orgel zu erleben. Der Eintritt ist frei.

 

Foto: epd-Bild