NEU: „In Leipziger Kirchen“, Ausgabe März/April 2026

Die Frühlingsausgabe des Veranstaltungskalenders ist da: Auf der Titelseite befindet sich das Kirchgemeindehaus in Böhliz-Ehrenberg am westlichen Stadtrand von Leipzig. Vor 100 Jahren wurde das einzigartige Gebäude vollständig im Stil des Art déco erbaut, innen wie außen. In den kommenden Wochen gibt es einige Gelegenheiten sich auf den Weg dorthin zu machen, zu Lesungen, Konzerten und zu Gottesdiensten.

Am 6. März wird der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. In zahlreichen Veranstaltungen wird in diesem Jahr über Geschichte, Geographie, Politik und Kultur Nigerias informiert. Auch landestypische Speisen können Besucher kennenlernen.

Im Kirchenjahr ist dem Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu Christi von Aschermittwoch bis Karfreitag die vierzigtägige Fasten- oder Passionszeit eingeräumt. Neben den vielen Darstellungen der Passion in der bildenden Kunst aller Jahrhunderte wird die Passion Christi auch musikalisch nachempfunden. In Leipziger Kirchen erklingen in den Wochen vor dem Osterfest bewegende Kompositionen von Bach und weiteren Komponisten.

Zu Vorträgen, Lesungen und Gesprächen, Ausstellungen, Konzerten, Gottesdiensten und Andachten laden Leipziger Kirchen Sie wieder herzlich ein.

Zu finden ist das Heft in den Leipziger Kirchen, der Touristinformation, dem Neuen Rathaus und an vielen weiteren öffentlichen Orten in der Stadt. Als PDF-Datei unter: www.kirche-leipzig.de/in-leipziger-kirchen/.

 

Foto: Kirchenbezirk Leipzig

Ausstellung „Demokratie im Dialog“

Bis zum 20. März 2026 ist im Pflegeheim Matthäistift, Kommandant-Prendel-Allee 85, 04299 Leipzig, die Ausstellung „Demokratie im Dialog“ zu sehen. Das Projekt der Diakonie Leipzig in Zusammenarbeit mit der Evangelische Landeskirche Sachsens brachte junge Menschen und Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen miteinander ins Gespräch. Entstanden sind ausdrucksstarke Porträts und persönliche Statements, die die Menschen hinter ihren Meinungen sichtbar machen.

Gern kann die Ausstellung im Kirchsaal des Matthäistifts montags bis sonntags von 9.00 bis 18.00 Uhr* besucht werden und ist bis zum 20. März 2026 zu sehen. Der Zugang ist barrierefrei.
*Abweichungen bei internen Veranstaltungen. Informationen hierzu erhalten Sie montags bis freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr unter Tel. 0341 / 27 13 0.

Aktion Gastfreundschaft der Thomasgemeinde

An jedem Donnerstag lädt die Kirchgemeinde St. Thomas von 12.30 bis 13.30 Uhr zu einer warmen Suppe in den Gemeindesaal im Matthäi-Haus, Dittrichring 12, ein. Für einen Euro gibt es dann eine hausgemachte Portion Suppe oder Eintopf, frisch zubereitet von der Sozialarbeiterin der Gemeinde, Romy Graul, und einem Helferteam.

Die Kirchgemeinde lädt ein, gemeinsam eine Stunde zu verbringen, neue Leute kennenzulernen und neben der Suppe auch die Gemeinschaft mit anderen Menschen zu genießen.

Link für mehr Informationen zur Aktion Gastfreundschaft öffnen

 

Foto: Tobias Frick (fundus-medien)

Taborkirche: Fotoausstellung „Zerstörte Zukunft“

Bis 31. März 2026 zeigt die Ev.-Luth. Taborkirche Leipzig-Kleinzschocher (Windorfer Straße 49, 04229 Leipzig) die eindrückliche Fotoausstellung „Zerstörte Zukunft“.

Die Ausstellung dokumentiert den Verlust von Landschaften, Lebensräumen und ganzen Dörfern durch den Braunkohletagebau in der Region. Ursprünglich entstand die Bilddokumentation 1989 im Rahmen der Arbeitsgruppe „Umweltschutz“ zum Statt-Kirchentag. Der Eine Welt e. V. Leipzig hat das historische Material neu aufbereitet und präsentiert es nun gemeinsam mit der Taborkirchgemeinde.
„Zerstörte Zukunft“ erinnert an verschwundene Orte wie Eythra, Breunsdorf und Bösdorf und mahnt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Ressourcen.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Eine Welt e. V. Leipzig in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Umweltschutz und der Ev.-Luth. Taborkirchgemeinde. Unterstützt wird sie von der Stiftung Friedliche Revolution und gefördert durch den Freistaat Sachsen im Programm Revolution Demokratie.

Ort: Ev.-Luth. Taborkirche Leipzig-Kleinzschocher, Windorfer Str. 49, 04229 Leipzig
Ausstellungszeitraum: 19. Oktober 2025 – 31. März 2026

Benefiz-Buchlesung mit Bernd-Lutz Lange

Am Donnerstag, dem 5. März 2026, begrüßt die Nikolaigemeinde um 17 Uhr den Leipziger Kabarettisten und Buchautor Bernd-Lutz-Lange im großen Gemeindesaal in der Ritterstraße 5. Er liest aus seinen Büchern „Freie Spitzen“ und „Café Continental“.

Bernd-Lutz Lange ist ein Urgestein der Leipziger Kabarettszene. Gewohnt scharfzüngig, witzig und klug beschreibt er sein Leipzig wie es war und ist, zeigt sein Herz für die Menschen seiner Heimatstadt, aber legt der Gesellschaft auch den Finger in die Wunde. Bernd-Lutz Lange wuchs in Zwickau auf. Er studierte an der Fachschule für Buchhändler in Leipzig und war 1966 Gründungsmitglied des Kabaretts „academixer“. Am 9. Oktober 1989 schrieb er am Aufruf für Besonnenheit und Dialog der „Leipziger Sechs“ mit. Sein großes Engagement für die Stadt, die Menschen und ihre Geschichte zeigt Bernd-Lutz Lange auch mit dieser Buchlesung, die er als Benefizveranstaltung für die Sanierung der Nikolaikirche anbietet.

Alle Einnahmen kommen der Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai zugute, die neben der Sanierung des Sockels auch ein neues Dach auf der Nordseite erhalten soll. Die Kirchgemeinde freut sich über viele Gäste. Karten zu 20 Euro und 15 Euro (ermäßigt) gibt es am Büchertisch der Nikolaikirche, auf der Internetseite der Gemeinde (Tickets für die Veranstaltung über diesen Link bestellen) und dann am Veranstaltungsort.

 

Nikolaikirche Leipzig, Foto: Kirchenbezirk

Kanzelrede mit Dr. Michael Triegel

Am 8. März um 10 Uhr spricht der Leipziger Maler Dr. h.c. Michael Triegel als Kanzelredner in der Michaeliskirche. Titel seiner Rede ist „Zwischen Sichtbarem und Unsichtbaren. Gestalten, was sich nicht begreifen lässt.“ Dieser Gedanke begleitet ihn schon lange bei seiner Arbeit, die von biblischen und religiösen Motiven geprägt ist. Er wird in seiner Rede reflektieren, was ihn beim Malen religiöser Themen bewegt. Aktuell ist im Kino ein Dokumentarfilm zu sehen, der die Gestaltung des Cranach’schen Marienaltars im Naumburger Dom dokumentiert. 2025 wurde Michael Triegel für sein Werk die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Leipzig verliehen.

Seine Rede am 8. März ist Teil der Kanzelredenreihe in der Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde mit dem Titel „Zwischen Schwarz und Weiß – Orientierung in unübersichtlichen Zeiten“ ein. Die Gemeinde möchte mit der Organisation der Reihe einen Beitrag dazu leisten, Zwischentöne zu entdecken und Polarisierungen aufzubrechen.

 

Michaeliskirche Leipzig, Foto: Kirchgemeinde

Radio-Gottesdienst aus der Nikolaikirche

Am Sonntag Okuli, der in diesem Jahr mit dem Internationalen Frauentag am 8. März 2026 zusammenfällt, überträgt der mdr kultur ab 10 Uhr einen Gottesdienst aus der Leipziger Nikolaikirche. Er steht unter dem Thema „Frauen, die nach vorn schauen“.

In seiner Predigt zu Lukas 9,57–62 tritt Pfarrer Bernhard Stief in einen lebendigen Dialog mit Leipziger Frauen, die heute in Kirche und Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Zugleich erinnert der Gottesdienst an die Leipziger Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters sowie an die Komponistin Clara Schumann, die in der Nikolaikirche getauft wurde. Ihre Musik erklingt im Gottesdienst in mehreren Klavierstücken. Markus Kaufmann ist an Klavier und Orgel zu hören. Die Gemeinde singt Lieder und Psalmen aus dem Erprobungsgesangbuch der EKD sowie vertraute Choräle.

Die Nikolaikirche, älteste und größte Kirche Leipzigs, ist ein Ort mit reicher geistlicher und gesellschaftlicher Geschichte: Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs, Ausgangspunkt der Friedensgebete von 1989 und Taufkirche Clara Schumanns. In diesem Raum verbinden sich Musik, Glauben und gesellschaftliche Verantwortung auf besondere Weise.

Der Radio-Gottesdienst lädt dazu ein, Frauenstimmen zu hören, die aus ihrem Glauben heraus handeln, und sich selbst von der biblischen Ermutigung leiten zu lassen: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn“ (Psalm 25).

Für weitere Informationen die Internet-Seite des mdr öffnen

 

Nikolaikirche innen, Foto: Kirchenbezirk Leipzig

virtuelle Ausstellung: „Glaube im Gleichschritt?“

Seit dem 5. November online: Die virtuelle Ausstellung „Glaube im Gleichschritt? Die evangelisch-reformierte Gemeinde zu Leipzig im Nationalsozialismus“. Erarbeitet von Studierenden der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig unter der Leitung von Johann Meyer (Institut für Kirchengeschichte).

Ein Semester lang haben die Studierenden anhand von Archivmaterialien und historischen Quellen die Geschichte der reformierten Gemeinde während der NS-Zeit erforscht. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind nun in einer digitalen Ausstellung zusammengefasst, die im Rahmen des Gemeindenachmittags feierlich eröffnet wird.

Veranstaltet wird der Nachmittag vom Institut für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät Leipzig in Kooperation mit der Evangelisch-Reformierten Gemeinde zu Leipzig und der Arbeitsgemeinschaft für Sächsische Kirchengeschichte.

virtuelle Ausstellung ansehen

 

Evangelisch Reformierte Kirche zu Leipzig, Foto: Kirchgemeinde