Wissen, wie die Geschichte ausgeht

Friederike Ursprung über „Spoiler“ zum Karfreitag und Ostern

Ob ein lang erwarteter Film herauskommt oder die neue Staffel einer spannenden Serie – immer gilt: Bloß nicht spoilern! Bloß nicht vorher verraten, wer sich verliebt oder trennt, wer welche Intrigen anzettelt, ob jemand stirbt – und wie die Story ausgeht!

Eine andere große Geschichte kommt seit Jahrtausenden nicht ohne Spoiler aus – nämlich die, an die sich Christen in diesen Tagen erinnern: Was die Bibel über Jesus erzählt, wie er mit den Mächtigen in Jerusalem aneinandergeriet, wie er verraten und verhaftet wurde, angeklagt in einem skandalös unfairen Prozess, gefoltert, verspottet und schließlich am Kreuz hingerichtet.

Wie die Geschichte ausgeht, ist bekannt: Er, den seine Freunde als ihre große Hoffnung kennengelernt hatten, als den Sohn Gottes, er wird umgebracht.

Er selbst hatte das vorausgesehen und ihnen gesagt; sie wollten es nicht wahrhaben. Und hätten sie ständig den Spoiler im Kopf gehabt „er stirbt am Kreuz“, dann hätten sie die Zeit mit Jesus sicher nicht so wunderbar erlebt.

Und heute würden wir uns wohl kaum noch dran erinnern, wenn wir nicht seit 2000 Jahren wüssten, welche überraschende Wendung am dritten Tag folgte: Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu!

Denn anders als damals die Menschen in ihrer Trauer wissen wir, dass und wie die Geschichte weiterging – Gott sei Dank

Friederike Ursprung, evangelische Kirchenredakteurin bei Radio PSR
Kontakt: kolumne@kirche-leipzig.de

 

Foto: Lutz Neumeier (fundus-medien)

Wahlinitiative der Kirchen in Sachsen

Die ökumenische Initiative »Für alle. Mit Herz und Verstand« möchte darauf hinweisen, dass für uns als Christinnen und Christen bei allen Wahlentscheidungen der Blick auf die Themen Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt orientierend sein sollte. “Wie die Universalität des Evangeliums selbst, sollte auch unser Denken, Entscheiden und Handeln stets auf das Wohl aller Menschen hin ausgerichtet sein”, so Landesbischof Tobias Bilz. Der Ausschluss Einzelner oder ganzer Gruppen sei damit nicht vereinbar. “Weiterhin sind wir als Menschen insgesamt, besonders aber als Christinnen und Christen, aufgerufen Herz und Verstand zusammenzubringen um gute Antworten auf die komplexen Fragen unserer Zeit zu finden”, heißt es in einem begleitenden Brief.

Die gemeinsame ökumenische Initiative zum Wahljahr 2024 verfolgt das Ziel, die Stimme der Kirche nach außen hör- und sichtbar werden zu lassen. Sie ist damit ein Beitrag der Kirchen zum gesellschaftlichen Diskurs.

Zum Wahljahr 2024 – Für alle. Mit Herz und Verstand. Ein Anliegen der Evangelischen und Katholischen Kirche in Sachsen (fuer-alle.info)