Passionskonzerte und Andachten in Leipziger Kirchen im März

Im Kirchenjahr ist dem Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu Christi von Aschermittwoch bis Karfreitag die vierzigtägige Fasten- oder Passionszeit eingeräumt. Neben den vielen Darstellungen der Passion in der bildenden Kunst aller Jahrhunderte wurde und wird die Passion Christi auch mu-sikalisch nachempfunden. In Leipziger Kirchen erklingen in den Wochen vor dem Osterfest neben den bekannten Passionsoratorien von Johann Sebastian Bach bewegende Kompositionen von Te-lemann, Brahms, Haydn oder Schütz über das Leiden und Sterben Jesu.

Mittwoch, 4. März 2026

  • 18.00 Uhr Kapelle Diakonissenaus Leipzig, Georg-Schwarz-Str. 49
    Passionsandacht
  • 18.00 Uhr Nathanaelkirche Lindenau, Rietschel-/Roßmarktstraße
    Passionsabendmahlfeier

Mittwoch, 11. März 2026

  • 18.00 Uhr Kapelle Diakonissenaus Leipzig, Georg-Schwarz-Str. 49
    Passionsandacht

Sonnabend, 14. März 2026

  • 19.00 Uhr Altes Rathaus Leipzig, Festsaal, Markt
    Passionskonzert
    G. Ph. Telemann, „Seliges Erwägen“ in der Leipziger Fassung von J. S. Bach
    Solisten, Gellert Ensemble (Chor & Orchester); Leitung. Andreas Mitschke
    Eines der im 18. Jahrhundert meistaufgeführten Passionsoratorien, wird 2026 in historisch infor-mierter Aufführungspraxis erstmals wieder in der Fassung von Johann Sebastian Bach aufgeführt.
    Tickets: 30 Euro (20 Euro ermäßigt) unter https://gellertensemble.reservix.de/events sowie an der Abendkasse, Veranstalter: kultur_nah

Sonntag, 15. März 2026

  • 16.00 Uhr Pauluskirche Grünau, Alte Salzstraße 185
    Sonntagskonzert in Paulus: „Geistliche Chormusik in der Passionszeit“
    Werke von Bach, Brahms, Schütz, Mendelssohn-Bartholdy u.a.
    Concerto Vocale Leipzig; Leitung: Gotthold Schwarz
    Eintritt frei, Spenden erbeten.

Montag, 16. März 2026

  • 17.00 Uhr Nikolaikirche
    Friedensgebet
    Thema: Passionszeit ist Fastenzeit
    Gruppe: Familienkreis Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig

Mittwoch, 18. März 2026

  • 18.00 Uhr Kapelle Diakonissenaus Leipzig, Georg-Schwarz-Str. 49
    Passionsandacht

Freitag, 20. März 2026

  • 20.00 Uhr Thomaskirche
    „Passio Thomana“ – Chormusik zur Passionszeit
    Johannes Lang – Orgel, Musiker des Gewandhausorchesters, Thomanerchor;
    Leitung: Andreas Reize
    Tickets ab 24,-€ über www.reservix.de, im Thomasshop, Musikalienhandlung Oelsner und allen Reservix-VVK-Stellen.

Sonnabend, 21. März 2026

  • 20.00 Uhr Propsteikirche St. Trinitatis, Nonnenmühlgasse 2
    Passionskonzert
    J. Haydn: „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“
    Vokalsolisten, Propsteichor, Propsteiorchester; Leitung. Jacobus Gladziwa

Sonntag, 22. März 2026

  • 17.00 Uhr Kirche Podelwitz
    Passionsmusik mit dem Chor ensemble „avelarte“
    J. Rheinberger, Stabat Mater und a-cappella-Werke
    Das ensemble avelarte wurde 1999 auf Initiative von Frank-Steffen Elster gegründet und bis 2007 von ihm geleitet. Nach der Umbenennung und Gründung eines gemeinnützigen Vereins baute der Chor seine Probenarbeit und Konzerttätigkeit kontinuierlich aus. Das ensemble avelarte ist ein Kammerchor, der abwechslungsreiche Konzerte in Leipzig und Umland gestaltet. Unsere 3 bis 4 Programme jährlich reichen von alt bis zeitgenössisch, von a cappella bis instrumental begleitet, von sakral bis heiter. Gern reichern wir unsere Programme durch weitere Elemente an, beispielsweise Videoprojektionen oder vorgetragene Texte. Seit November 2024 hat Chara Giannou die Chorlei-tung inne.
    Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten. Veranstalter: ensemble avelarte e.V.
  • 17.00 Uhr Michaeliskirche Leipzig, Nordplatz 14
    Passionskonzert der Friedenskantorei
    H. von Herzogenberg: „Die Passion“ Op. 93 – Kirchenoratorium für Solostimmen, Chor, Streichor-chester, große und kleine Orgel und Gemeindegesang, William Peart – Orgel, André Khamasmie – Tenor, Vincent Wilke – Bariton, Friedenskantorei Leipzig, Gohliser Kammerorchester; Leitung: Veit-Stephan Budig
    Eintritt: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, Karten an allen Vorverkaufsstellen und im Gemeindebüro

Dienstag, 24. März 2026

  • 19.00 Uhr Thomaskirche
    J. S. Bach, Johannespassion BWV 245
    Anja Pöche – Sopran, David Erler – Altus, Tobias Hunger – Tenor/Evangelist, Tobias Ay – Bass/Pilatus, Gotthold Schwarz – Bass/Jesus, Bach-Chor Japan, Sächsisches Barockorchester; Lei-tung: Akiyasu Fukushima
    Eintritt frei.

Sonnabend, 28. März 2026

  • 18.00 Uhr Martin-Luther-Kirche Markkleeberg-West, Pfarrgasse 27
    H. Schütz: Johannispassion
    Taryn Knerr – Sopran, David Erler – Altus, Benjamin Glaubitz – Tenor, Diogo Mendes/Georg Schultz – Bass, Martin-Luther-Kantorei Markkleeberg; Leitung: Frank Zimpel
  • 18.00 Uhr Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli, Augustusplatz
    J. S. Bach, Matthäuspassion BWV 244
    Lisa Maria Rothländer – Sopran, Elisabeth Wrede – Alt, Mirko Ludwig – Tenor, Tobias Ay – Bass (Christus), Matthias Vieweg – Bass, Leipziger Universitätschor, Pauliner Barockensemble auf histo-rischen Instrumenten; Leitung: David Timm
    Eintritt: VVK 20/10 Euro; Abendkasse 25/15 Euro/Restkarten für Student:innen 5 Euro
  • 19.00 Uhr Thomaskirche
    J. S. Bach, Matthäus-Passion, BWV 244
    Anja Pöche – Sopran, Inga Jäger – Alt, Tobias Hunger – Tenor, Anton Haupt – Bass, amici musicae, Chor & Orchester, Leipzig
    Veranstalter: amici musicae e.V., Leipzig

Sonntag, 29. März 2026

  • 17.00 Uhr Kirche Baalsdorf, Baalsdorfer Anger
    Passionsmusik
  • 17.00 Uhr Kirche Panitzsch
    J. S. Bach, Johannes-Passion, BWV 245, Oratorium für Soli, Chor und Orchester
    Concerto Vocale, Sächsisches Barockorchester Leipzig; Leitung: Gotthold Schwarz
    Kostenpflichtig.
  • 17.00 Uhr Kirchgemeindehaus Böhlitz-Ehrenberg, Großer Saal,
    Johannes-Weyrauch-PLatz 2
    Passionsmusik: G. B. Pergolesi, Stabat Mater
    Leonie Herzog – Sopran, Helene Niggemeier – Alt, Elke Zieschang – Orgel
    Eintritt: frei, (Um eine Kollekte wird am Ausgang gebeten)

 

Foto: epd_Bild

„Kommt! Bringt eure Last.“ – Weltgebetstag in Leipziger Kirchen

„Am Freitag, den 6. März 2026, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria. „Kommt! Bringt eure Last.“ lautet ihr hoffnungsverheißendes Motto, angelehnt an Matthäus 11,28-30.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit gut 100 Jahren für den Weltgebetstag. Rund um den 6. März 2026 werden allein in Deutschland hunderttausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen: Gemeinsam mit Christ*innen auf der ganzen Welt feiern wir diesen besonderen Tag. Wir hören die Stimmen aus Nigeria, lassen uns von ihrer Stärke inspirieren und bringen unsere eigenen Lasten vor Gott. Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Seid willkommen, wie ihr seid.

Kommt! Bringt eure Last.“
Laura Forster, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e. V

Im Folgenden eine Auswahl an Gottesdiensten und Andachten zum Weltgebetstag in Leipziger Kirchen:

Freitag, 6. März 2026

  • 15.30 Uhr Pauluskirche Grünau, Alte Salzstraße 185
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 16.00 Uhr Kirche Baalsdorf, Baalsdorfer Anger
    Gottesdienst zum Weltgebetstag
  • 17.00 Uhr Diakonat Taucha, Rudolf-Winkelmann-Straße 3
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 17.00 Uhr Gedächtniskirche Schönefeld, Ossietzkystr.
    Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag
    anschließend landestypisches Essen in der katholischen Gemeinde, Ossietzkystr. 60
  • 18.00 Uhr Ev. Kindergarten Zwenkau, Illgnerstraße 6
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Gemeindehaus Volkmarsdorf, Juliusstraße 5
    Andacht zum Weltgebetstag
    mit Band OSTLICHT
    Länderreise und Andacht und gemeinsames Essen
  • 18.00 Uhr Gemeindesaal Kirche Sommerfeld, Arnoldplatz 28
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Gustav-Adolf-Kirche Lindenthal, Lindenthaler Hauptstraße 15
    Andacht zum Weltgebetstag
    mit anschließendem landestypischem Essen
  • 18.00 Uhr Heilig-Kreuz-Kirche Leipzig, Krypta, Neustädter Markt 8
    Gottesdienst zum Weltgebetstag
    anschließend gemeinsames Abendessen mit landestypischen Speisen
  • 18.00 Uhr Hoffnungskirche Knauthain, Seumestr. 129
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Kapelle Diakonissenaus Leipzig, Georg-Schwarz-Str. 49
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Kath. Kirche St. Gabriel zu Wiederitzsch, Georg-Herwegh-Straße 22
    Ökumenische Andacht zum Weltgebetstag
  • 18.00 Uhr Kirchheim Holzhausen, Händelstr. 2A
    Andacht zum Weltgebetstag
  • 19.00 Uhr Dietrich-Bonhoeffer-Haus Gohlis, Hans-Oster-Str. 16
    Andacht zum Weltgebetstag

Sonnabend, 7. März 2026

  • 9.30 Uhr Evangelisch Reformierte Kirche Leipzig, Tröndlinring 7
    Frauenfrühstück zum Weltgebetstag
    Eintritt frei.
  • 15.00 Uhr Kirche Hohenheida, Am Anger 67
    Andacht zum Weltgebetstag

Sonntag, 8. März 2026

  • 10.30 Uhr Paul-Gerhardt-Haus Connewitz, Selneckerstr. 7
    Gottesdienst zum Weltgebetstag

 

Bild: @ 2024-World-Day-of-Prayer-International-Committee-Inc.

Superintendent Sebastian Feydt: Aus Sakralräumen werden Sozialräume!

Die LVZ veröffentlicht seit Anfang Januar „50 Visionen für Leipzig“. Menschen aus der Stadtgesellschaft schreiben, was ihre Ideen und Projekte sind, damit Leipzig lebenswerter wird. Hier finden Sie die Vision von Superintendent Sebastian Feydt:

Visionär vorauszuschauen, wie Leipzig sich entwickeln wird, gelingt, wenn wir auf das Stadt-Bild der Kinder schauen. Malen sie Häuser mit weiten Fenstern, aus denen zufriedene Menschen herausschauen? Sehen wir daneben vielleicht einen Park mit einem Spielplatz? Straßen mit schnellen Straßenbahnen und vielen Fahrrädern? Wo lassen Kinder in ihrer Vorstellung die Menschen arbeiten?

Mich würde interessieren, ob in dem Bild der Stadt von morgen Türme von Gotteshäusern zu sehen sind. Seit Jahrhunderten prägen Kirchtürme das Leipziger Stadt-Bild – und zwar nicht nur das Zentrum mit den Stadtkirchen St. Nikolai und St. Thomas, der Propsteikirche, der Reformierten Kirche und der Universitätskirche. Lange Zeit gehörten ganz selbstverständlich auch Synagogen dazu. In jüngerer Vergangenheit sind muslimische Gebetsstätten hinzugekommen.

In naher Zukunft wird eine vielseitige Großstadt wie Leipzig stark darauf bauen, dass es inmitten der Bürgerschaft zahlreiche gläubige Menschen gibt, die das Beste der Stadt suchen, dafür einstehen und darum beten. Ihr Glaube an Gott lässt sie in Respekt vor der Würde eines jeden Menschen engagiert und mutig für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und ihre Gäste eintreten. Zusammen dem Gemeinwohl zu dienen, verbindet die Religionsgemeinschaften und christlichen Konfessionen in ihrer gemeinsamen Verantwortung für Leipzig.

Wichtig sind gemeinsame Lern-Orte, um das Vertrauen zueinander und in die Zivilgesellschaft zu stärken. Gelingendes Miteinander in einer offenen Gesellschaft basiert auf wechselseitiger Verständigung. Dazu braucht es Räume und eine gute Moderation, um sich vor Ort – also im Stadtteil, in der Straße, in der Nachbarschaft – über die Belange des alltäglichen Zusammenlebens auszutauschen und ein gemeinsames Engagement zu vereinbaren.

Schützende Sakralräume können dabei gute Sozialräumen sein. Ihre Heiligkeit bleibt erhalten, da das Gebot der Menschen- und der Gottesliebe dort offensiv gelebt wird.

Leipzig würde es gut zu Gesicht stehen, wenn wir als erste Stadt im Osten Deutschlands christliche, muslimische und jüdische Kinder in einer Schule gemeinsam und voneinander lernen lassen. Eine Schule des religiösen Miteinanders strahlt aus und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Den werden wir angesichts der absehbaren sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen noch mehr brauchen. Weder wird der Staat beziehungsweise die Kommune immer mehr leisten können, noch lassen sich unbegrenzt Aufgaben in die ehrenamtlich engagierte Zivilgesellschaft delegieren. Um im Stadt-Bild zu bleiben: Alle, die sich am Marktplatz zusammenfinden – Rathaus, Wirtschaft, Wissenschaft, Kulturträger, Kirchen und Religionsgemeinschaften – leben eine starke Sozialpartnerschaft.

Die diakonischen und karitativen Einrichtungen im Umfeld der Kirchen sind dabei Vorbilder für gelebte Nächstenliebe und Oasen für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Christliche Krankenhäuser bleiben heilsame Stätten. Am Anfang, an den Übergängen, an den Bruchstellen des Lebens und an seinem Ende weiß ich mich in den Angeboten der Kirchen gut aufgehoben. Ob in Kitas oder Hospizen, in Schulen oder in der Seelsorge: Die Kirchen stehen für die Belange der Menschen ein. Was für ein freundliches Bild unserer Stadt kann so entstehen…

Superintendent Sebastian Feydt: Eine Schule für alle Religionen – Artikel auf der Internet-Seite der LVZ öffnen

Bildheft „Kirchen in und um Leipzig“

Der Kirchenbezirk Leipzig hat das Bildheft „Kirchen in und um Leipzig“ herausgegeben. Das Heft umfasst über 100 evangelische, katholische und weitere Kirchen der Stadt Leipzig und des Umlandes in Bild und Text. Weitere Informationen und Kontaktdaten stehen über einen QR-Code zur Verfügung.

Die farbigen Fotos und informativen Texte bieten einen ersten Einblick in die Vielfalt der Leipziger Kirchenlandschaft. Interessierte Leser erfahren Wissenswertes über die Geschichte, Architektur, Kunstgegenstände und Besonderheiten der verschiedenen Gotteshäuser. Die Kirchen spiegeln dabei auch die bewegte Geschichte der Region wider, geprägt von Ereignissen wie der Völkerschlacht, dem Braunkohleabbau und der Friedlichen Revolution sowie der reichen Musikgeschichte Leipziger Kirchen.

Für neu Hinzugezogene und Gäste bieten die Bauwerke häufig einen ersten Kontaktpunkt zur Gemeinde. Auch alteingesessene Leipziger haben die Gelegenheit, über den „Tellerrand“ ihres eigenen Gemeinde- oder Wohngebietes hinauszublicken und die reiche kirchliche Vielfalt ihrer Stadt neu zu entdecken.

Das Bildheft „Kirchen in und um Leipzig“ kann unter www.kirche-leipzig.de/in-leipziger-kirchen als PDF-Datei heruntergeladen oder per Post über oeffentlichkeitsarbeit.leipzig@evlks.de bestellt werden.

Das Heft ist darüber hinaus an verschiedenen Auslagestellen in der Stadt erhältlich, darunter die Touristinformation, der Büchertisch der Nikolaikirche, der Thomasshop, die mdr-Ticketgalerie, das Neue Rathaus und die Musikalienhandlung Oelsner.

 

Foto: Kirchenbezirk Leipzig